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Vengo

   Kinostart: 12.07.2001

Filmhandlung und Hintergrund

Rachegeschichte in Andalusien, die vor allem als Hommage an den Flamenco funktioniert.

Weil er den Tod der Tochter nicht verwinden kann, flieht Caco in den Rausch und die Trance der Musik und setzt alles daran, seinen behinderten, gutmütigen Neffen Diego vor den Mordplänen der verfeindeten Sippe der Caravacas zu schützen. Cacos Bruder Mario hatte einen der Caravacas getötet, die seitdem auf Blutrache sinnen.

Der Zigeuner Caco leidet unter dem Tod seiner Tochter und möchte sich völlig dem Rausch der Musik hingeben. Doch gleichzeitig muss er seinen behinderten, gutmütigen Neffen Diego vor den Mordplänen einer verfeindeten Sippe schützen. Der algerisch-französische Zigeunerregisseur Tony Gatlif verbindet seine Rachegeschichte mit einer Hommage an den Flamenco.

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Darsteller und Crew

  • Tony Gatlif
    Tony Gatlif
    Infos zum Star
  • Antonio Canales
    Antonio Canales
  • Orestes Villasan Rodriguez
    Orestes Villasan Rodriguez
  • Antonio Perez Dechent
    Antonio Perez Dechent
  • Bobote
    Bobote
  • Juan Luis Corrientes
    Juan Luis Corrientes
  • Fernando Guerrero Rebollo
    Fernando Guerrero Rebollo
  • Francisco Chavero Rios
    Francisco Chavero Rios
  • José Ramirez El Cheli
    José Ramirez El Cheli
  • Juan-Luis Barrios Llorente
    Juan-Luis Barrios Llorente
  • Jesús Maria Ventura
    Jesús Maria Ventura
  • El Moro
    El Moro
  • Manuel Salazar
    Manuel Salazar
  • Maria Faraco
    Maria Faraco
  • Natasha Mayghine
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  • Maria Altea Maya
    Maria Altea Maya
  • David Trueba
    David Trueba
  • Thierry Pouget
    Thierry Pouget
  • Pauline Dairou
    Pauline Dairou
  • Tomatito
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  • Sheikh Ahmad Al Tuni
    Sheikh Ahmad Al Tuni
  • La Calta
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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Vengo: Rachegeschichte in Andalusien, die vor allem als Hommage an den Flamenco funktioniert.

    Es ist bereits ein kleines Oeuvre, das der französisch-algerische Regisseur Tony Gatlif zum Thema Zigeuner geschaffen hat. Sein fünfter neuester Film „Vengo“ erzählt eine emotional balladeske Geschichte aus dem spanischen Süden, und die Musik des Flamenco gehört essentiell dazu. Ein Film für ein interessiertes Arthouse-Publikum und ein Muss für Flamenco-Fans.

    In Andalusien fühlt Gatlif sich, wie er selbst eingesteht, seiner Zeit in Algerien sehr nah. Und man spürt es in diesem Film, der wohl eine seiner persönlichsten Arbeiten geworden ist. Es ist die Kultur des Südens, Feste, Musik, Familie, Emotionen - eine Lebensqualität, die ihren archaischen Wurzeln noch nicht völlig entwachsen ist: Gatlif feiert sie in diesem fünften Film zum Zigeunerthema ganz uneingeschränkt. „Vengo“ heißt so viel wie „ich nehme Rache“ - und so geht es auch um Rache, um Familie gegen Familie, um große Gefühle, die unter bestimmten Voraussetzungen so groß werden, dass sie sich in Gewalt entladen müssen. „Rache ist Bestandteil der südländischen Tradition und dort so tief verwurzelt wie die Eifersucht“, sagt der Regisseur. „Ich selbst wurde hineingeboren in diese Kultur des familiären Zusammenlebens und des instinktiven Handelns. Ich habe ‚Vengo‘ im Blut. Meine eigene Person habe ich völlig zurückgenommen und gleichzeitig kein Tabu mehr gelten lassen. So gelang es mir, mich frei auszudrücken.“ Aus dieser Freiheit heraus hat er sich in seinem Film vor allem auf die Musik und die Musiker, die Menschen, konzentriert, zeigt ihre Gesichter, zeigt, wie sie sich bewegen in der Landschaft, in ihrem eigenen, andalusischen Ambiente, wie sie miteinander reden, trinken, feiern, singen und tanzen. Die Geschichte, die der Film erzählt, ist wie eine kleine Ballade von Rache und Familienfehde, von Leben und Tod. Ein Mann kann den Tod seiner geliebten Tochter nicht verwinden. Schmerz und Trauer lassen ihn nicht los und ihn immer wieder am Grab des jungen Mädchen verweilen. Die Friedhofsbesuche sind wie ein Ritual, das sein Leben beherrscht, und das nur von einem anderen Ritual unterbrochen wird - dem des trinkfreudigen Fröhlichsein mit seinen Freunden, den Musikern. Im Flamenco spielen, singen, schreien und tanzen sie sich ihre Empfindungen aus der Seele, und neben der großen Ausgelassenheit steht immer wieder die grenzenlose Melancholie. Der trauernde Vater hat seinen behinderten Neffen dabei, der einen so ungetrübten Optimismus und unschuldiges Glücklichsein ausstrahlt, dass man bald Böses ahnt. Gatlif schafft mit seinen unprofessionellen Darstellern emotionale Spannung, wenn man sich auf die Stimmung des Films einlässt. Die grandiose Musik hilft ihm dabei, und die professionellen Musiker adeln den Film: La Caita, La Pqera de Jerez, Remedios Silva Pisa, Gritos de Guerra. fh.

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