Filmhandlung und Hintergrund

TV-Drama um eine Familie, deren halbwüchsiger Sohn unter mehrfachem Mordverdacht steht.

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    Kritikerrezensionen

    • Vater Mutter Mörder: TV-Drama um eine Familie, deren halbwüchsiger Sohn unter mehrfachem Mordverdacht steht.

      Wenn Kinder zu Killern werden: Heino Ferch spielt in Niki Steins Drama einen Vater auf der Flucht vor der Verantwortung für die Tat seines Sohnes.

      Wenn Kinder töten, betrachten sich ihre Eltern automatisch als Mittäter. Natürlich waren sie an der Tat nicht beteiligt, sie haben weder abgedrückt noch zugestochen. Aber sie haben den Mörder großgezogen, und daher fragen sie sich, was sie falsch gemacht haben. Bei jugendlichen Straftätern aus „gutem Hause“ ist die Fallhöhe naturgemäß noch größer. In diesem Drama mit dem plakativen, aber treffenden Titel „Vater Mutter Mörder“ geht Niki Stein (Buch und Regie) genau solchen Fragen nach. Er erzählt die Geschichte konsequent aus Sicht des schockierten Vaters (Heino Ferch), der zunächst jeden Kontakt zum Sohn abbricht; als könne er sich auf diese Weise auch jeder Verantwortung entledigen.

      Auf den ersten Blick ereignet sich die Tat tatsächlich wie aus heiterem Himmel. Entsetzt erfährt Fotojournalist Tom Wesnik von der Polizei, dass sein Sohn Lukas (Merlin Rose) gemeinsam mit einem Freund die Eltern einer Mitschülerin (Liv Lisa Fries) erschossen hat. Natürlich wehren sich Tom und vor allem seine Frau Esther (Silke Bodenbender) gegen die Vorstellung und hoffen, dass Lukas bloß Mittäter war, doch die kriminaltechnische Untersuchung ergibt zweifelsfrei: Er hat erst die beiden Erwachsenen und dann den Freund ermordet; ein Suizidversuch ist fehlgeschlagen.

      In kriminalistischer Hinsicht ist die Schuldfrage also alsbald geklärt; aber nicht im moralischen Sinn. Wesnik entdeckt in Lukas Sachen zwar diverse Hinweise, die ins Klischee jugendlicher Gewalttäter passen, darunter Killerspiele auf dem Computer oder gezeichnete Gewaltfantasien, und natürlich fühlt er sich schon allein deshalb mitschuldig, weil ihm die Tatwaffe gehört. Aber eine eindeutige und monokausale Erklärung findet er nicht, und die bleibt der Film auch konsequent schuldig: weil es sie nicht gibt. Schon allein deshalb ist „Vater Mutter Mörder“ ein mutiger Stoff, zumal Stein bei der Umsetzung des Dramas auf jegliche Krimikonvention verzichtet hat; Ermittler und Staatsanwältin sind bloß Randfiguren.

      Steins Stammkameramann Arthur W. Ahrweiler hat gerade die Dialogszenen überwiegend mit Handkamera gedreht, was die ständigen Streitgespräche zwischen Tom und Esther Wesnik, deren Distanz durch die Tat des Sohnes auf einen Schlag sichtbar wird, sehr lebensnah und glaubwürdig erscheinen lässt. Der Hass der Dorfbewohner oder die Momente im Gerichtssaal wirken daher trotz ihrer Intensität fast schon wie Nebenschauplätze. tpg.

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