Vater aus heiterem Himmel

  

Filmhandlung und Hintergrund

TV-Komödie mit Fritz Wepper in einer Paraderolle als verknöchertes Ekelpaket, das zum guten Schluss doch noch einen weichen Kern offenbart.

Staatsanwalt Rogalla, bekannt als „lächelndes Fallbeil“, ist Single aus Überzeugung. Noch nie durfte eine Frau in seinem Domizil übernachten. Kinder sind in seinem Leben nicht vorgesehen. Kein Wunder, dass er aus allen Wolken fällt, als plötzlich die Tochter seiner kürzlich verstorbenen großen Liebe auftaucht. Vehement wehrt er sich gegen die Vaterschaft, zumal die 15-Jährige seine heile Welt im Nu ins Chaos stürzt. Doch dann stellt er zur eigenen Verwunderung fest, dass er das Mädchen mag.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Vater aus heiterem Himmel: TV-Komödie mit Fritz Wepper in einer Paraderolle als verknöchertes Ekelpaket, das zum guten Schluss doch noch einen weichen Kern offenbart.

    Die Geschichte dieses Films ist weder originell noch unvorhersehbar, aber manchmal liegt gerade darin der Reiz: weil es große Freude bereitet, dabei zuzuschauen, wie ein Mensch quasi in Zeitlupe von seinem hohen Ross geholt wird.

    Außerdem belegt die Komödie wieder einmal, wie gut es tut, wenn man einen Alt-Star mit dem Nachwuchs konfrontiert. Dass die Rolle eines perfektionistischen Staatsanwalts für Fritz Wepper keine übermäßige Herausforderung darstellt, ist klar. Aber wie die junge Olga von Luckwald neben ihm besteht, ist äußerst bemerkenswert; selbst wenn sie schon als Tochter in „Ein Mann, ein Fjord“ einen ausgezeichneten Eindruck gemacht hat.

    Der rote Faden der Handlung (Drehbuch: Rolf-René Schneider, der für Wepper auch die Bücher zu „Mord in bester Gesellschaft schreibt) lässt sich in zwei Wörtern zusammenfassen: plötzlich Papa. Staatsanwalt Rogalla ist Single aus Überzeugung. Noch nie durfte eine Frau in seinem Domizil, einer emotionslosen Luxuswohnung in Weiß, über Nacht bleiben; Kinder sind in seinem Leben erst recht nicht vorgesehen. Die Presse hat Rogalla den wenig ehrenvollen, ihm selbst aber durchaus schmeichelnden Titel „das lächelnde Fallbeil“ verpasst, weil er dazu neigt, stets auch Richter und Henker in einer Person zu sein. Kein Wunder, dass er aus allen Wolken fällt, als plötzlich Miriam auftaucht, die Tochter seiner kürzlich verstorbenen einzigen großen Liebe. Rogalla wehrt sich mit Händen und Füßen gegen die Vaterschaft, zumal sich die 15-Jährige als Wirbelwind entpuppt, der seine heile Welt im Nu ins Chaos stürzt. Zur eigenen Verwunderung stellt der Staatsanwalt fest, dass er das Mädchen mag, selbst wenn es maßgeblich dazu beiträgt, dass er plötzlich selbst ein beachtliches Strafregister hat.

    Der in buchstäblich Dutzenden von Sitcoms gestählte Regisseur Ulli Baumann verlässt sich bei der Inszenierung völlig zu Recht ganz auf seine beiden exzellenten Hauptdarsteller, die viele wunderbare Dialogszenen haben. Prominent und treffend besetzte Nebenfiguren sorgen dafür, dass die Geschichte eine gewisse Komplexität bekommt (Gudrun Landgrebe als Rogallas wohlgesonnene Vorgesetzte, Peter Sattmann als sein einziger Freund, Katharina Schubert als seine Geliebte). Und das Ende ist dann doch noch überraschend. Äußerst kurzweilige Unterhaltung für Väter, Mütter und Töchter. tpg.

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