Utta Danella: Der Verlobte meiner besten Freundin

  

Filmhandlung und Hintergrund

TV-Liebesfilm nach Motiven von Utta Danellas Roman "Meine Freundin Elaine".

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Utta Danella: Der Verlobte meiner besten Freundin: TV-Liebesfilm nach Motiven von Utta Danellas Roman "Meine Freundin Elaine".

    Vorspanngestaltung, Kitschmusik und Alpenpanorama deuten zunächst auf den gewohnten Freitagsfilm der ARD hin. Es kommt dann zwar nicht alles, aber zumindest doch einiges ganz anders; selbst wenn sich die Handlung, wie schon der Titel verdeutlicht, am üblichen Herzschmerzschema orientiert.

    „Der Verlobte meiner besten Freundin“ ist jedoch keine Drei-, sondern eine Vierecksgeschichte. Das Drehbuch (Nicole Walter-Lingen) basiert auf Utta Danellas Roman „Meine Freundin Elaine“. Aus der Titelheldin wurde Elena (Ina Paule Klink), Tochter des oberbayerischen Gastwirts und Brauereibesitzers Anton (Wolfgang Fierek). Sie war ein halbes Jahr in Kanada, kehrt aber nicht allein zurück: Im Schlepptau hat sie Tom (Robert Seeliger), einen schmucken Agraringenieur, und sie gedenkt ihn zu heiraten. Allerdings ist auch Katharina (Henriette Richter-Röhl) auf Anhieb angetan von Elenas Verlobten, der dank einer Großmutter aus Garmisch passabel deutsch spricht. Die beiden Frauen, Mitte zwanzig, sind seit jeher unzertrennlich. Im Gegensatz zur unternehmungslustigen Elena aber ist Katharina quasi ans Haus gebunden: Seit bei ihrer Geburt die Mutter starb, ist Vater Quirin (Sepp Schauer) untröstlich; sie könnte ihn nie allein lassen. Eine Romanze mit Antons Braumeister Markus (Stefan Murr) kommt auch nicht recht in Gang. Der junge Mann hat ohnehin mehr Augen für Elena, die das durchaus wohlwollend zur Kenntnis nimmt. Ausgerechnet am Polterabend von Tom und Elena kommt es zum großen Krach.

    Das mag als Geschichte nicht unbedingt originell klingen, aber der Film hat drei große Stärken; und das sind die Hauptdarsteller. Henriette Richter-Röhl (27), die sich in „Marienhof“ freigespielt hat und später Star der Telenovela „Sturm der Liebe“ wurde, sowie Ina Paule Klink (28), bekannt geworden als Mündel von ZDF-Privatdetektiv Wilsberg, sind nicht nur rein altersmäßig eine angenehme Abwechslung zur sonstigen in Routine erstarrten Besetzung der Freitagsfilme. Vortrefflich ergänzt werden sie durch Robert Seeliger. Der gebürtige Kanadier, vor einigen Jahren von Natalia Wörner nach Deutschland importiert, ist ohnehin ein starker Typ und kann hier gewissermaßen Teile der eigenen Biografie ausleben (sein Vater ist einst nach Kanada ausgewandert). Bloß Stefan Murr fällt als Vierter im Bunde aus dem Rahmen. Dem Vergleich mit Seeliger ist er ohnehin nicht gewachsen, aber das Drehbuch lässt ihn auch im Stich.

    Um so treffender sind die Nebenrollen besetzt. Sie geben dem Film viel authentischen Lokalkolorit, ohne allzu sehr in Heimatfilmklischees zu verfallen. Katharinas Vater Quirin zum Beispiel ist Herrgottschnitzer, mag seinen Beruf aber seit dem Tod der Gattin nicht mehr ausüben.

    Gastwirt Anton hat ganz erhebliche Probleme damit, seine Tochter einem Schwiegersohn zu überlassen; erst recht, wenn der sie nach Kanada verschleppt. Und so hat der Film nur einen Haken: Die beiden Frauen klingen kein bisschen nach Oberammergau; bei Richter-Röhl schimmert sogar ein Berliner Akzent durch. tpg.

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