Up! Up! To the Sky

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   2007
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Filmhandlung und Hintergrund

Up! Up! To the Sky: Mit klingenden deutschen Namen veredelte Dramödie um einen Außenseiter, der sich für ein Alien hält.

Arnold (Max Riemelt) ist ein Träumer, der sich für einen Außerirdischen hält. Tag für Tag werkelt er an einem Flugapparat, der ihn zu seinem Heimatstern zurückbringen soll. Nach dem letzten erfolglosen Test wird der Dorfaußenseiter in die psychiatrische Klinik überwiesen, was weder seine besorgte Mutter Ida (Katja Riemann) noch ihr tapsiger Arztfreund Emil (Armin Rohde) verhindern können. Dort bringt Arnold den Hormonhaushalt einer Jungdoktorantin durcheinander.

Eine klingende deutsche Starbesetzung vereint die Tragikomödie von Hardi Sturm, die mit milden Mitteln für Toleranz und die Kraft der Magie wirbt. Die märchenhafte Dramödie zettelt gleich zwei Romanzen an und orientiert sich an amerikanischen Vorbildern wie „Starman„.

Arnold konstruiert aus Schrott Flugmaschinen, die ihn in seine interstellare Heimat – Gliese 581 – bringen sollen. Das stempelt den gutmütigen, aber unbeirrbaren jungen Mann zum Außenseiter in seinem Dorf. Schließlich kann auch Mutter Ida nicht verhindern, dass er in eine psychiatrische Klinik eingewiesen wird. Dort will die Jungdoktorantin Wanda über seinen originellen Fall promovieren, wird durch Arnolds elektrostatischen Fähigkeiten aber gründlich verwirrt.

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • Der Schauspieler, TV-Autor und –Regisseur Hardi Sturm legt mit „Up! Up! To the Sky“ seinen ersten Kinofilm vor. Er inszenierte die märchenhafte bittersüße Romanze nach eigenem Drehbuch und hat die Hauptrollen prominent besetzt. Leider ist bei dem Film eine Menge schiefgegangen, der Aufforderung im Titel wurde nicht Folge geleistet und stattdessen eine Bauchlandung hingelegt. Zunächst springen die Fische, bald regnen sie vom Himmel: „Magnolia“ lässt grüßen und ist dennoch Lichtjahre entfernt.

    Das programmierte Desaster beginnt mit dem Drehbuch, dem so gut wie kein geistiger Höhenflug fremd ist, ohne dass das Ganze zusammenpassen will. Junger Mann, offensichtlich schizophren, hat gute astronomische Kenntnisse und könnte eventuell geheilt werden. Durch die Liebe, eine junge Frau, die seine Ärztin ist. Ja, aber Frauen wollen einen Außerirdischen wie ihn oder seinen Vater nur festhalten mit der Liebe, sagt Arnold. Das Sanatorium ist ein 100 Jahre alter Ort, an dem die Irren in der Halle feixen und die Ärzte nicht recht begreifen, was sie eigentlich tun sollen.

    Diese Hauptgeschichte wird flankiert von zwei weiteren Beziehungskisten. Arnolds Mutter Ida träumt auch nach 20 Jahren von seinem verschwundenen Vater, und ihr Schulfreund, der gutmütige Landarzt Emil, rennt ihr hinterher. Aber er ist „ein Weichei“, sagt Ida. Ärztin Wanda mag sich nicht so recht auf ihren Kollegen Thomas einlassen. Und der Film kann sich nicht entscheiden: Soll Arnold zum überirdischen Liebesboten stilisiert werden, der zu schön für diese Welt ist? Dabei klebt die Handlung am Boden fest, wie um zu beweisen, dass Arnold eigentlich auch ganz normal ist.

    Das Desaster spinnt sich fort mit einer mangelhaften Regie, die bekannte Schauspieler teilweise zu Darstellungen wie im Kindergarten verleitet. Anneke Kim Sarnau spielt die Ärztin Wanda, eine patente Frau mit emotionalen Versuchungen. Warum muss sie immer wieder einen trotzigen Schmollmund machen und dabei so sprechen, als wolle sie in bewusster Ironie eine Dreijährige geben?

    Bedauerlicherweise wird Max Riemelt, in „Napola – Elite für den Führer“ hoffnungsvolles Jungtalent, mit der Interpretation der rätselhaften Arnold völlig allein gelassen. Riemelt spielt diesen Typen, der als unter Strom stehender Charakter vielleicht Sinn gemacht hätte, wie einen Handwerker. Er bastelt an seinem Flugapparat, ist nett zu Wanda und schaut auch sonst so ausgeruht, als hätte er nie Probleme gehabt.

    Katja Riemann spielt die überspannte Frau in der Midlifekrise. Obwohl in einem idyllischen Dorf mit Fluss und Fähre zuhause, steigt sie nie ohne ihr fetzenhaftes Kittelkleidchen aufs Rad, das den Blick auf den Slip freigibt und auf sehr viel nackten Körper. Armin Rohde hingegen spielt den Landarzt Emil ernsthaft, human, nachdenklich: einmal eine Rolle ohne Klamauk und Übertreibung.

    Fazit: Arnold hält sich für einen Außerirdischen, der zurück ins All muss. Die verquere Geschichte aber landet unsanft auf der Erde.
  • Mit klingenden deutschen Namen veredelte Dramödie um das Schicksal eines weltfremden Außenseiters, der sich für ein Alien hält und dadurch zwei zwischenmenschliche Annäherungen auslöst.

    Wie Kevin Spacey in „K-Pax“ hält sich der junge Mann Arnold (längst kein Shootingstar mehr, sondern langsam eine feste Größe, die sich spätestens dieses Jahr am Leinwandhimmel etabliert: Max Riemelt) für einen Außerirdischen, der aus allerlei Schrott waghalsige Flugmaschinen konstruiert, die ihn in seine interstellare Heimat – Gliese 581 – bringen sollen. Das stempelt den gutmütigen, aber energischen und unbeirrbaren Jungen folgerichtig zum Außenseiter in einer Dorfgemeinschaft, bis selbst seine Mutter Ida (Katja Riemann als radelnder Landwirttraum) eine Einweisung in die nahe gelegene Psychiatrische Landesklinik nicht mehr verhindern kann. Dort will die Jungdoktorantin Wanda (bedingt gute Wahl: Anneke Kim Sarnau) über den originellen Fall promovieren, verliert aber durch die äußerst merkwürdigen, elektrostatischen Fähigkeiten des Sonderlings zuerst ihre professionelle Distanz, schließlich ihren unsensiblen Freund. Der ist die typisch falsche Wahl, mit der Lovestories ihre Figuren zu binden pflegen, bis die beiden Richtigen nach vielen Manövern zueinander finden.

    Doch ganz so simpel geht es dann doch nicht zu in der sommerlichen Dramödie von Schauspieler und Regisseur Hardi Sturm („Nachtasyl“), die das Märchenhaft-Phantastische stets dem Realistisch-Plausiblen vorzieht. Das bedeutet den Verzicht auf eine auch nur annähernd authentische Darstellung einer Psychiatrie, die als Hort schräger Vögel präsentiert wird. Aber solche Ungenauigkeiten sind kalkuliert, denn was zählt, sind Romantik und Poesie nach Art gewisser US-Vorbilder, wenn sie auch nicht gerade subtil unterbreitet, so mit aller Routine abgewickelt werden. Parallel zur Funken-sprühenden Begegnung zwischen Ärztin und Patient kommen sich Mutter Ida und der knuddelige Landarzt Emil (Armin Rohde) vorsichtig näher. Das Verwirrspiel der Herzen setzt seine Doppel-Konfiguration attraktiv vor Landpostkartenkulisse (Kamera: Philipp Sichler) ein und taucht seine deutsche Star-Besetzung in ein Gefühlswechselbad mit sicherem Feel-Good-Hafen. Abstecher zu „Einer flog übers Kuckucksnest“ und „Starman“ sind mit inbegriffen, bevor Arnold wie Major Tom allen Zweifeln entschwebt und bis dahin die Herzen nicht nur eines weiblichen Publikums erobert haben sollte. tk.

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