Filmhandlung und Hintergrund

Eva Maria Prohacek soll auf Reiters Anweisung einen "Maulwurf" in den eigenen Reihen ausfindig machen, der einer gut organisierten Bande von Autodieben zuarbeitet.

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Kritikerrezensionen

  • Unter Verdacht: Tausend Augen: Eva Maria Prohacek soll auf Reiters Anweisung einen "Maulwurf" in den eigenen Reihen ausfindig machen, der einer gut organisierten Bande von Autodieben zuarbeitet.

    Die Angst vor dem Datenmissbrauch ist der Motor dieses Films aus der Reihe „Unter Verdacht“; selbst wenn es vordergründig um eine Serie perfekt organisierter Autodiebstähle geht.

    „Tausend Augen“: Bei diesem Titel ist Dr. Mabuse nicht fern. 1960 hatte sich Fritz Lang erneut jener Figur angenommen, die ihm knapp vierzig Jahre zuvor den Durchbruch als Regisseur beschert hatte. In dem Krimi „Die 1000 Augen des Dr. Mabuse“ geht es zwar auch um perfekte Überwachung, aber bei weitem nicht in dem Maß, wie sie George Orwell 1948 in seinem düsteren Roman „1984“ ausmalt. Die Angst vor dem Datenmissbrauch ist der Motor dieses Films aus der Reihe „Unter Verdacht“; selbst wenn es vordergründig um eine Serie perfekt organisierter Autodiebstähle geht. Geradezu hilflos muss die Polizei mit ansehen, wie rund um München immer wieder Wagen der gehobenen Mittelklasse geklaut werden, oftmals sogar am helllichten Tag; und immer auf Rastplätzen, die von der zuständigen Sonderkommission „Parkplatz“ gerade nicht überwacht werden. Offenbar wird die rumänische Automafia jedes Mal rechtzeitig informiert. Es muss einen Maulwurf bei der Polizei geben, zumal wichtige Beweise verschwinden; ein Fall für die interne Ermittlung. Als die Ganoven das Auto des früheren Kollegen Olbers (Bernhard Schütz) stehlen, kommen Eva Maria Prohacek und ihr Getreuer Langner (Rudolf Krause) durch Zufall in den Besitz eines Laptops, der sich als Schlüssel zur Lösung entpuppt: Der Computer ist ein kleines technisches Wunderwerk und das Portal zu einer digitalen Welt, in der jedermann auf Schritt und Tritt beobachtet wird. Das Gerät gehört offenkundig Olbers, der nach seinem unfreiwilligen Abschied von der Polizei eine Sicherheitsfirma gegründet hat.

    Bei allem Respekt vor dem Mut des Senders, sich dieses Stoffes anzunehmen: Im Unterschied zu einem vergleichbaren Kinofilm aus Hollywood, der sich an ein ungleich jüngeres Publikum richtet und daher viel Vorwissen voraussetzen kann, vermutet das ZDF bei seinen Zuschauern viel Erklärungsbedarf. Immer wieder muss daher ein junges Computergenie die Kriminalrätin (Senta Berger) über die technischen Hintergründe aufklären. Das wird Menschen, die von der Materie wenig Ahnung haben, allerdings trotzdem nicht weiterhelfen; außerdem hält es die Handlung auf.

    Von diesen wenig elegant integrierten Erklärstücken abgesehen ist der Stoff ohne Frage faszinierend. Allein die Aufklärung über die ungeheuren Datenströme, die unsichtbar durch viele Leitungen fließen, ist von enormer Relevanz. Bernhard Schütz ist zwar nicht annähernd so diabolisch wie der vor rund neunzig Jahren von Norbert Jacques erschaffene Doktor Mabuse, aber gerade das macht die Figur dieses Technokraten um so glaubwürdiger und beängstigender. Regelmäßige Zwischenschnitte auf Datenströme und Überwachungsbilder sorgen für eine ständige Atmosphäre des Unbehagens.

    Klug ergänzen Buch (Michael Gantenberg und Hartmut Block) und Regie (Florian Kern) die Handlung um Nebenschauplätze, die unversehens Teil der eigentlichen Geschichte werden, als beispielsweise ein Biopsie-Ergebnis Prohaceks im Netzwerk der Polizei auftaucht und jeder erfährt, was sie die ganze Zeit befürchtet hat: Laut Befund leidet sie unter Lungenkrebs. Auch wenn andere Versuche, die Spannung zu steigern, deutlich durchschaubarer sind: ein schwieriger, aber reizvoller Krimi. tpg.

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