Unter Verdacht: Atemlos

Filmhandlung und Hintergrund

Dr. Prohacek bringt sich selbst in Gefahr, als sie versucht, ein Geflecht aus Partei- und Wirtschaftsinteressen zu entwirren, dem anscheinend bereits der persönliche Referent eines Politikers zum Opfer gefallen ist.

Auffallend viele konservative Abgeordnete sind von heute auf morgen für eine Münchener City-Maut. Weil der Sinneswandel weder mit ökologischem Gewissen noch mit parteilicher Loyalität zu erklären ist, wird Kriminalrätin Prohacek neugierig. Als sie herausfindet, dass ein Ministerialrat von einer Elektronikfirma für ein paar schmale Gutachten 2,5 Millionen Euro erhalten hat, erleidet der Politiker kurz drauf einen Tauchunfall. Irgendwer in der Partei scheint über Leichen zu gehen.

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Kritikerrezensionen

  • Unter Verdacht: Atemlos: Dr. Prohacek bringt sich selbst in Gefahr, als sie versucht, ein Geflecht aus Partei- und Wirtschaftsinteressen zu entwirren, dem anscheinend bereits der persönliche Referent eines Politikers zum Opfer gefallen ist.

    Gute Freunde kann niemand trennen: Das stimmt selbst im Fußball schon lange nicht mehr; erst recht aber in der Politik. Deshalb ist es weder mit ökologischem Gesinnungswechsel noch mit parteilicher Loyalität zu erklären, dass diverse Abgeordnete einer eher konservativen Partei von heute auf morgen für eine Münchener City-Maut sind.

    Den Stein ins Rollen bringt wieder mal Eva-Maria Prohacek. Als sie allzu energisch wissen will, warum ein Ministerialrat (Pierre Besson) aus dem Wirtschaftsministerium von einer Elektronikfirma für eine Handvoll vergleichsweise schmaler Gutachten insgesamt 2,5 Millionen Euro erhalten hat, erleidet der Politiker kurz drauf einen Tauchunfall. Seither ist er weitgehend bewegungsunfähig und außerdem stumm, was seinem Chef und Tauchpartner bei allem Mitgefühl auch Anlass zur Erleichterung ist: Dem ehrgeizigen Georg Zechner (Herbert Knaup) soll die City-Maut zum endgültigen Durchbruch verhelfen; da kämpft er zur Not auch mit unfairen Bandagen.

    Die lose ZDF-Filmreihe „Unter Verdacht“ gehört zum Besten, was das Fernsehen zu bieten hat. Senta Bergers bereits mit einem Grimme-Preis belohnte Interpretation der internen Ermittlerin kann gar nicht genug gewürdigt werden. Auch in „Atemlos“ (Buch: Christian Limmer, Regie: Ulrich Zrenner) zieht sie wieder alle Register: Eva-Maria Prohacek schaltet je nach Gegner blitzschnell von mädchenhafter Unterwürfigkeit auf eiskalte Berechnung um; unnachahmlich, wie sie mit einem freundlichen Lächeln während des Verhörs die Daumenschrauben anzieht. Gleichzeitig bleibt sie stets verletzlich: Der Titel bezieht sich nicht nur auf den Tauchunfall, sondern auch auf das Asthma der Kriminalrätin, das sich immer dann bemerkbar macht, wenn sie unter Stress steht. Geschickt stellt der Film den Bezug zum Tauchgang her, als Zechner die zu Klaustrophobie neigende Ermittlerin im Aufzug buchstäblich in die Enge treibt.

    Sehenswert ist auch die Leistung von Pierre Besson, der den korrupten Politiker über weite Strecken gewissermaßen nur mit den Augen spielen kann. Ohnehin stets ein Garant für darstellerische Kleinodien ist Gerd Anthoff, Prohaceks intriganter Chef, der diesmal ausnahmsweise auf Seiten des Rechts steht. tpg.

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