Filmhandlung und Hintergrund

Amüsante romantische Komödie über ein Model, das sich in einen schluffigen Samenspender verliebt.

Weil Steffi und ihr schnöseliger Freund schon lange vergeblich versuchen, ein Kind zu zeugen, probieren sie es mit einer Samenspende. Der Spender sollte ein sportlicher, kultivierter Typ sein. Als Steffi Richard beim Fremdgehen erwischt, beendet sie die Beziehung, sucht nach dem Samenspender und fällt ein zweites Mal aus allen Wolken: Tommi ist exakt das Gegenteil des Mannes, der ihr vorschwebte. Aber irgendwie mag sie ihn.

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Kritikerrezensionen

  • Unter Umständen verliebt: Amüsante romantische Komödie über ein Model, das sich in einen schluffigen Samenspender verliebt.

    Männer um die dreißig, heißt es, haben keine Lust, erwachsen zu werden. Weil sie endlich das Geld haben, um sich ihre Jugendträume erfüllen zu können, ziehen sie ihr fröhliches Single-Dasein einer Familiengründung vor.

    Tommi (Oliver K. Wnuk) ist auch so ein Typ: keine Pläne, wenig Ehrgeiz; Hauptsache Spaß. Und dann wird er plötzlich Papa, wenn auch auf Umwegen: Weil Model Steffi (Moderatorin Mirjam Weichselbraun) und ihr schnöseliger Freund Richard (Steffen Groth) schon geraume Zeit vergeblich versucht haben, ein Kind zu zeugen, hat Steffi es mit einer Samenspende probiert. Der Spender sollte groß sein, ein sportlicher Typ, kultiviert und musikalisch. Als sie Richard beim Fremdgehen erwischt, beendet sie die Beziehung, sucht nach dem Samenspender und fällt ein zweites Mal aus allen Wolken: Tommi ist exakt das Gegenteil des Mannes, der ihr vorschwebte.

    Schon der Einstieg in diese heitere Komödie erfreut sich am Gegensatz zwischen den beiden Hauptfiguren, denn während die zukünftigen Eltern in blühenden Farben ihren Wunschspender beschreiben, treibt Kindskopf Tommi mit seinen Kumpanen jede Menge Unfug. Das filigrane Fotomodell und der Schluffi, der im Gartenhaus seiner Eltern lebt, könnten kaum unterschiedlicher sein. Natürlich lebt der Film von diesem offenkundigen Kontrast; und von der fast schon märchenhaften Romanze, die sich nun entwickelt. Aber das Happy End ist nur die halbe Geschichte. In der zweiten Hälfte des Films muss Tommi beweisen, dass er Verantwortung für eine Familie übernehmen kann; und das fällt ihm bei allem guten Willen doch verdammt schwer. Erst Steffis Rückkehr zu Richard reißt ihn aus seinem Trott. Endlich konzentriert er alle Energie auf seinen Traum: die Programmierung einer Smartphone-App, die ihn zum reichen Mann machen wird, weil sie anzeigt, wann Frauen „es“ wollen.

    Die Mehrzahl der Zuschauer kennt Oliver K. Wnuk aus „Stromberg„. Ulf Steinke aus der Erfolgsserie ist genauso ein kindsköpfiger Peter-Pan-Typ wie Tommi: Beide wollen möglichst reibungslos durchs Leben kommen, und liebenswert sind sie nur so lange, bis man sich mal auf sie verlassen muss. In „Unter Umständen verliebt“ hat Wnuk aber natürlich die Möglichkeit, die Feinheiten dieses Gegenteils eines Lebensentwurfs herauszuarbeiten. Die Rolle scheint ihm wie auf den Leib geschrieben (Buch: Wiebke Jaspersen, Aglef Püschel). Dank der Regie Sven Bohses ist es äußerst kurzweilig zu beobachten, wie sich Tommi und Steffi gleichzeitig abstoßen und anziehen. Auch wenn der Film aufgrund der immergleichen Schauplätze -Tommis Wohnhöhle oder die Imbissbude seines Kumpels Curry King Karl – mitunter wie eine Sitcom wirkt: Die sympathisch boshaften Dialoge, die Slapstickszenen und die Führung gerade auch der Nebendarsteller (vor allem Daniel Roesner und Michael Pascher als Tommis Kumpane) machen „Unter Umständen verliebt“ zu einem amüsanten Filmvergnügen. tpg.

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