Unter Strom Poster

Fakten und Hintergründe zum Film "Unter Strom"

Kino.de Redaktion  

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Der Regisseur über den Film

Die Vorbereitungen waren abgeschlossen. Die letzte Buchfassung, die Auflösung für die beiden Kameras, der Drehplan, alles lag auf dem Tisch. Und jetzt, nach vier Jahren Stoffentwicklung und dem Auf- und Ab der Finanzierungsphase, jetzt kam endlich das Ereignis, dem ich entgegengefiebert habe: Der erste Drehtag. Das tolle Schauspielerensemble traf am Drehort ein und ich hatte gewaltigen Respekt.

UNTER STROM ist eine Komödie im Genre des gehobenen Boulevardtheaters, sie bedient sich der alten Screwball-Tradition, mit schnellen, auf Pointen ausgerichteten Dialogen unter Vermeidung überflüssiger Psychologisierung.

Das Ensemble von UNTER STROM ist großartig, allen voran die theater- und komödienerprobten Krassnitzer, Melles, Striebeck, Herforth, Nest und Zach. Die Jungen wiederum, Fischer, Stadlober und Koffler, sind hochtalentierte und schon jetzt gefeierte Filmschauspieler. Uns stand aber nur eine sehr begrenzte Zahl an Drehtagen zur Verfügung und wegen der Verpflichtungen der Schauspieler hatten wir keine Möglichkeit für Vorproben. Es hieß also, kurz und effizient meine Vision des Films zu vermitteln.

Bei aller Komödienmechanik war mir Ehrlichkeit das Wichtigste. Hohler Pathos und billige Klamotte mit Lachern um jeden Preis sind mir ein rotes Tuch. Die Figuren dürfen nicht komisch sein wollen; wenn sie komisch sind, dann aus der Situation heraus. Meine Ängste verflogen aber nach kürzester Zeit, die Schauspieler verstanden die Temperatur des Films sofort und ihr handwerkliches Können und ihr schauspielerischer Instinkt taten den Rest. Es war eine Freude zuzusehen, wie sich das Drehbuch von Tag zu Tag in pure Energie und Lebensfreude verwandelte.

Die Komik von UNTER STROM entsteht aus der Obsession der einzelnen Figuren, die im permanenten Erregungszustand um die Lösung ihrer Liebesprobleme kämpfen. Diese Obsessionen sind eingebettet in nachvollziehbare Szenarien unserer Zeit: Hausmann/Karriereweib, Politiker mit Doppelleben (Van Möllerbreits Name setzt sich übrigens aus Möllemann, von Beust und Wowereit zusammen), desorientierte Jugendliche in Liebesturbulenzen etc. etc… Ich komme als Schauspieler und Regisseur vom Theater und habe schon viele Komödien inszeniert. Es hat mir immer viel Spaß gemacht, die Zuschauer zum Lachen zu bringen.

Das Tolle bei einer Komödie ist, dass der Liebesbeweis des Publikums postwendend durch die Lacher kommt. Und nun ist unsere Komödie fertig, und jetzt wird es sich zeigen: Wird der schrägen Kriminalfarce mit ihren absurden Konstellationen die erhoffte Liebe entgegengebracht? Nichts anderes als Liebe ist ja das Thema des Films. Der Mensch gehorcht dem Diktat der Liebe in einem ewigen, nervenaufreibendem Taumel und so steht er permanent UNTER STROM.

Und darüber erzählt unser Film. Über die Liebe zum anderen Geschlecht, über die Liebe zum gleichen Geschlecht, über die Liebe zum Leben – und über die Liebe zum Kino …

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