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Unter der Milchstraße

   Kinostart: 27.06.1996
Poster

Filmhandlung und Hintergrund

Porträt eines jungen Schlafwagenschaffners, der auf seinen Reisen seine Unschuld verliert.

Ein junger Student bessert als Schlafwagenschaffner sein Budget auf und lernt ganz Europa per Nachtzug kennen. Bald lernt er auch ein paar von seinen Kollegen näher kennen und muß feststellen, daß diese nicht immer ganz sauber sind. Er gerät in einen Strudel unglaublicher Abenteuer, die ihn nicht nur in sexueller Hinsicht seine jugendliche Unschuld verlieren lassen.

Porträt eines jungen Schlafwagenschaffners, der auf seinen Reisen seine Unschuld verliert.

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Unter der Milchstraße: Porträt eines jungen Schlafwagenschaffners, der auf seinen Reisen seine Unschuld verliert.

    Nach „Stille Nacht“ und „Der kalte Finger“ untermauert nun Spielfilmdebütant M. X. Oberg, daß der deutsche Film nicht auf das Genre Beziehungskomödie abonniert ist. Seine Geschichte um einen Studenten, der als Schlafwagenschaffner quer durch Europa reist und dabei in die absurdesten Abenteuer verwickelt wird, ist eine ambitionierte Mischung aus Drama, Love Story und Kriminalfilm.

    Held der Handlung ist ein schüchterner Student, dem das Pech an den Sohlen zu kleben scheint. Als er einen Job als Schlafwagenschaffner annimmt, beginnt für ihn nicht nur eine Entdeckungsreise in die europäischen Metropolen, sondern auch ein Selbstfindungstrip, an dessen Ende nichts mehr so sein wird wie es einmal war. Anfangs von den Kollegen noch belächelt, lernt der Knabe schnell die Gepflogenheiten eines rauhen Geschäfts kennen. Und das besteht längst nicht nur aus Kaffeekochen und Kopfkissen-Austeilen. Während sich die Begegnung mit zwei Frauen als angenehme Randerscheinung erweist, entpuppt sich die Verwicklung in einen Drogendeal als brandgefährliches Abenteuer.

    M.X. Oberg ist es recht eindrucksvoll gelungen, die einzigartige Atmosphäre, die in einem Nachtzug herrscht, einzufangen. Dabei durchbricht Oberg immer wieder die lineare Erzählstruktur durch Einschübe wie Traumsequenzen oder Rückblicke. Manche Einstellungen erinnern an die poetischen Bilder eines Emir Kusturica, während der zuweilen aufflammende, anarchische Humor mit dem spröden Witz von Detlev Bucks „Karniggels“ zu vergleichen ist. Doch dem jungen Regisseur fehlen noch sichtlich die handwerklichen Möglichkeiten, um die Genialität seiner Vorbilder erreichen zu können. Die Produktion, die mit einem Minimalbudget in litauischen Studios entstand, bietet in den Nebenrollen mit Detlev Buck einen klangvollen Namen und den beiden aufstrebenden Jung-Stars Sophie Rois („Der kalte Finger“) und Christiane Paul („Workaholic“) zwei hochtalentierte Schauspielerinnen. Dieses Trio allein wird jedoch nicht ausreichen, um dem Werk zu einem Kassenerfolg verhelfen zu können. Es wird von der Marketing-Strategie des Verleihs abhängen, ob sich das Publikum mit diesem - in Ansätzen durchaus gelungenen - Erstling auseinandersetzen wird. lasso.
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