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Unter anderen Umständen: Tod im Kloster

  

Filmhandlung und Hintergrund

Fünfter Fall für die Schleswiger Kriminalkommissarin Jana Winter.

Ein großzügiger Spender ist vom Kirchturm eines Klosters gestürzt. Obwohl vor allem sein Schwiegersohn vom Tod profitiert, gibt es keine Hinweise für ein Fremdverschulden; der Fall wird abgeschlossen. Einzig Jana Winter bleibt skeptisch und mietet sich für ein paar Tage im Kloster ein. Ihr Spürsinn hat sie nicht getäuscht: Einige Klosterbewohner haben hier ein neues Leben angefangen. Unversehens gerät die Ermittlerin mitten in ein Familiendrama.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Unter anderen Umständen: Tod im Kloster: Fünfter Fall für die Schleswiger Kriminalkommissarin Jana Winter.

    Wer sich ein bisschen in Filmmusik auskennt, identifiziert die unverwechselbaren Klänge sofort: Der fünfte Film aus der Krimireihe „In anderen Umständen“ beginnt mit einem akustischen Zitat aus James Horners Soundtrack zum mittelalterlichen Klerikal-Thriller „Der Name der Rose“.

    Wie ein Leitmotiv zieht sich die mysteriös klingende Musik durch den Film. Die Geschichte bekommt auf diese Weise eine zweite Ebene, die perfekt zur Handlung passt. Ohnehin ist das Sounddesign, die Mixtur aus Musik und Geräuschen, sorgfältig gestaltet. In gewisser Weise stehen die Ohren in permanentem Wettstreit mit den Augen. Die Akustik vermittelt eine eindeutige Botschaft: Den Bildern ist nicht zu trauen.

    Dabei ist der Fall eigentlich schon geklärt, bevor der Film richtig losgeht: Ein großzügiger Spender ist vom Kirchturm eines Klosters gestürzt. Obwohl es diverse Nutznießer gibt, lassen sich keine Hinweise für ein Fremdverschulden finden. Ein Suizid war es offenkundig auch nicht. Angesichts der niedrigen Brüstung deutet alles auf einen tragischen Unglücks-Fall hin. Einzig Jana Winter (Natalia Wörner) ist skeptisch, und da sie bei der Befragung der Zeugen nicht beteiligt war, mietet sie sich für ein paar Tage im Kloster ein. Tatsächlich hat ihr Spürsinn die Kommissarin nicht getäuscht: Das Strafregister des Pfarrers (Peter Kremer) weist auf eine bewegte Vorgeschichte hin; und da der Großteil einer großzügigen Spendenzahlung nie im Kloster angekommen ist, hätte er auch ein Motiv. Aber auch andere Mitglieder des Benedikterinnen-Ordens haben versucht, einer düsteren Vergangenheit zu entfliehen. Plötzlich gerät die Ermittlerin mitten in ein Familiendrama, und das, obwohl sie gerade selbst eine schmerzliche Nachricht bekommen hat: Vor der Küste Norwegens sind Jahre nach seinem Verschwinden die sterblichen Überreste ihres Mannes gefunden worden.

    Regisseurin Judith Kennel hat auch diesen fünften Fall inszeniert. Die Kontinuität tut der Reihe gut. Die Schauspieler müssen ihre Figuren nicht immer wieder neu erfinden, bekommen aber ihre Momente. Die nutzt vor allem der wunderbare Martin Brambach als Winters Chef: Gleich mehrfach macht er aus kleinen Szenen große Auftritte, ohne sich aufzuspielen. Überhaupt ist der Film fast verschwenderisch besetzt, was die Bedeutung der Nebenrollen aber um so stärker betont: Walter Kreye spielt den früh verstorbenen Unternehmer, Alexander Beyer seinen verdächtigen Schwiegersohn, Gudrun Landgrebe die Gattin. Wichtiger sind jedoch die Rollen der beiden Töchter, die von Annett Renneberg (als Schwester Benedicta) und Henriette Richter-Röhl mit angemessener Intensität verkörpert werden. Gerade die Leistung der jungen Schauspielerinnen ist Voraussetzung dafür, dass man die Sehnsucht vor allem der weiblichen Figuren nach einer höheren Gerechtigkeit teilt. tpg.

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