Unter anderen Umständen: Bis dass der Tod euch scheidet

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   2007
Unter anderen Umständen: Bis dass der Tod euch scheidet Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Unter anderen Umständen: Bis dass der Tod euch scheidet: Zweiter Teil der TV-Krimi-Reihe rund um eine Polizistin und ihren Nachwuchs.

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Kritikerrezensionen

  • Wenn der Fall nach einer Stunde klar ist, der Krimi aber noch dreißig Minuten dauert, dann ahnt man: Alles, was bislang geschehen ist, war bloß Vorspiel; jetzt geht die Sache erst richtig los. „Unter anderen Umständen“ hat das ZDF vor gut einem Jahr spielerisch doppeldeutig einen Film genannt, in dem die schwangere Natalia Wörner eine schwangere Polizistin verkörperte. Nun haben beide, Mimin wie Kommissarin, ihr Baby bekommen. Der kleine Jacob Lee spielt quasi sich selbst, steht aber nicht mehr so im Mittelpunkt wie im ersten Film, in dem die Polizei von Schleswig pikanterweise in einem Babymord ermittelte. Diesmal ist Baby Leo eher im Weg, weil dauernd jemand auf ihn aufpassen muss, während Papi Niko (Matthias Brandt) irgendwo vor der Küste Windräder repariert und Mami Jana einen Mörder jagt. Dabei ist der längst gefasst: Ein Tschetschene und ein Deutscher haben sich um eine Frau gestritten. Nun ist der Deutsche tot. Etwas makaber plumpst er Leos Kindermädchen von einer Autobahnbrücke quasi direkt vor die Füße; ein Selbstmord offenbar. Doch dann stellt sich raus: Der Mann war bereits tot, als er in die Tiefe stürzte. Da der Tschetschene, dem Jana Winter mit Hilfe einer Überwachungskamera auf die Spur gekommen ist, die Tat gestanden hat, kann die Akte geschlossen werden. Aber die Kommissarin glaubt nicht an diese Lösung. Als ein Russe ebenfalls Opfer eines Überfalls wird, führt die Spur zu einem Asylantenheim. Winter findet raus, dass der Leiter dieses Heims und seine Schwester, die Anwältin des Tschtschenen, offenbar in großem Stil arrangierte Ehen vermitteln. Zum Schein lässt sich auch Jana heiraten, nicht ahnend, dass sie dem Drahtzieher ins offene Messer läuft.

    Es hat sich sichtlich ausgezahlt, dass vor und hinter der Kamera das gleiche Team versammelt werden konnte: Das Drehbuch stammt erneut von Waltraud Ehrhardt und Peter Obrist, Regie führte wieder Judith Kennel. Auch das sehenswerte Ensemble ist das selbe geblieben. Neben Ralph Herforth (als Manns fürs Grobe) und Marcus Mittermeier bekommt Martin Brambach, ohnehin einer der besten unter den vielen ausgezeichneten Nebendarstellern, die wir in Deutschland haben, diesmal etwas mehr Raum: Als väterlicher Revierleiter im beständigen Kampf gegen alkoholische Versuchungen sorgt Brambach immer wieder für kleine Stolpersteine im Fluss der Handlung. Natürlich ist Natalia Wörner der Star des Films, doch seine Klasse verdankt er erst der vorzüglichen Ensemble-Leistung. Der wonnige Jacob Lee gehört als Blickfang natürlich auch dazu, auch wenn vermutlich die wenigsten Kommissarinnen ihrem Chef die Babyschaukel in die Hand drücken, um sich mal eben in die Höhle des Löwen zu begeben. Als die Ermittlerin just dort im packenden Finale umzukommen droht, hat der Schnitt auf den kleinen Leo allerdings eine ungleich emotionalere Wirkung als die Trauer der Kollegen. tpg.

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