Unsere Welt war eine schöne Lüge

Kinostart: 25.05.1995

Filmhandlung und Hintergrund

Nachdem Anthony Drazan unter Mitwirkung von Oliver Stone als ausführendem Produzenten 1992 mit „Zebrahead“ ein beachtliches Spielfilmdebüt gelungen war, konnte der Regisseur- Newcomer nun seine zweite Arbeit ohne namhafte Hilfe, dafür aber mit angemessenem Budget realisieren. Heraus kam „Imaginary Crimes“, ein ruhiges, melancholisches Drama über eine verlorene Kindheit, in dem sein Star Harvey Keitel eine grundsolide...

Nach dem Abschluß an der Schule läßt die junge Sonya ihr Leben Revue passieren. Sie erinnert sich an ihre Mutter, die schon früh an Krebs gestorben war. Sie hatte Sonyas Vater Ray, einem kleinen Gauner, der ständig in Nöten ist, das Versprechen abgerungen, die Tochter auf eine teure Schule zu schicken. Dort wird sie von ihrem wohlmeinenden Englischlehrer unterstützt, der ihr hilft, die Probleme in der Familie zu meistern.

Die 17jährige Halbwaise Sonya ist für ihre kleine Schwester die Ersatzmutter und führt dem Vater den Haushalt. Doch Papa Ray, ein erfolgloser Kleinstadtganove, verliert bei Sonya immer mehr an Autorität. Eines Tages platzt der klugen, schriftstellerisch begabten Sonya der Kragen, und sie beginnt, Ray den Gehorsam zu verweigern. Doch da hat der Vater längst im verworrenen Netz seiner dubiosen Geschäfte verfangen und wandert wegen Betrugs hinter Gitter.

Die Halbwaise Sonya ist für ihre kleine Schwester die Ersatzmutter und führt dem Vater den Haushalt. Doch Papa Ray, ein erfolgloser Kleinstadtganove, der sich zunehmend in dubiose Geschäfte verstrickt, verliert bei Sonya immer mehr an Autorität. Melancholisches Drama über eine verlorene Kindheit, mit jedoch verwirrender Erzählstruktur.

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Kritikerrezensionen

  • Nachdem Anthony Drazan unter Mitwirkung von Oliver Stone als ausführendem Produzenten 1992 mit „Zebrahead“ ein beachtliches Spielfilmdebüt gelungen war, konnte der Regisseur- Newcomer nun seine zweite Arbeit ohne namhafte Hilfe, dafür aber mit angemessenem Budget realisieren. Heraus kam „Imaginary Crimes“, ein ruhiges, melancholisches Drama über eine verlorene Kindheit, in dem sein Star Harvey Keitel eine grundsolide und seine Partnerin Fairuzy Balk eine außergewöhnlich gute Leistung zeigen. Doch eine konventionelle Story mit zahlreichen Rückblicken und der - mit Ausnahme von Keitel - Mangel an namhaften Stars setzt eine sensible Verleihstrategie voraus, soll dem Film ein Erfolg an der Kinokasse gelingen. In „Imaginary Crimes“ dreht sich in erster Linie alles um ein Mädchen, das auf der Schwelle zum Erwachsenwerden steht und damit beginnt, sich gegen seinen Vater aufzulehnen. Fairuza Balk, einst umjubelter Kinderstar in Disneys „Oz - eine fantastische Welt“, die seit „Gas, Food, Lodging“ zu den vielversprechenden Jungmiminen zählt, spielt die 17jährige Sonya, die seit dem allzu frühen Krebstod der Mama (Kelly Lynch zeigt, obwohl nur in Flashbacks zu sehen, eine reife Leistung) für ihre kleine Schwester die Ersatzmutter und für den Papa die Hausfrau. Doch Vater Ray (Harvey Keitel), ein Kleinstadtganove, der nicht einmal seine Miete bezahlen kann, aber ständig davon träumt, eines Tages den großen Reibach zu machen, verliert unter Sonyas mißtrauischen Augen immer mehr an Glaubwürdigkeit und somit an Autorität. Eines Tages schließlich platzt der hochbegabten und schriftstellerisch veranlagten Sonya der Kragen. Sie beginnt, ihrem Daddy den Gehorsam zu verweigern. Doch da hat Ray mit seinen dubiosen Geschäften den Bogen längst überspannt und wandert wegen Betrugs hinter Gitter. Neben der guten Führung der Schauspielerriege, die mit Vincent D’Onofrio als Sonyas sympathischem Lehrer und Chris Penn als Rays gnadenlosem Gläubiger bis in die Nebenrollen exquisit besetzt ist, gelingt es Anthony Drazan dank sensibler Kameratechnik und geschickter Farbdramaturgie hervorragend, die Zerissenheit seiner jungen Protagonistin transparent zu machen. Harvey Keitel liefert seine undankbare Rolle als Schmalspurgauner und alleinerziehender Vater schnörkellos und unauffällig ab. Was „Imaginary Crimes“ fehlt, ist das außergewöhnliche, überraschende Moment. So bleibt dieses Drama eines begabten Kindes gefällig, aber vorhersehbar und ohne echte Höhepunkte. hc.

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