Und nebenbei das große Glück

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   2012

Und nebenbei das große Glück: Romantische Komödie um eine Karrierefrau und Singlemama und einen sich treiben lassenden Jazzmusiker, die sich aller Gegensätze zum Trotz verlieben.

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Filmhandlung und Hintergrund

Und nebenbei das große Glück: Romantische Komödie um eine Karrierefrau und Singlemama und einen sich treiben lassenden Jazzmusiker, die sich aller Gegensätze zum Trotz verlieben.

Das Leben des Jazz-Musikers Sacha zieht so seine Bahnen: Freunde, Frauen, Party bis in die Puppen. Bis dem Mit-Vierziger im wahrsten Sinne des Wortes die Traumfrau samt drei Kids vor die Füße fällt. Ausgerechnet mit deren Noch-Ehemann ist nicht zu spaßen, der Großindustrielle bootet den Konkurrenten kurzerhand aus und sorgt dafür, dass der weit weg von Paris in New York berufliche Erfüllung findet. Das leidenschaftliche Glück findet erst einmal durch Intrigen ein abruptes Ende.

Eine Karrierefrau und Singlemama verliebt sich aller Widerstände zum Trotz sich treiben lassenden Jazzmusiker. Romantikkomödie mit Starbesetzung, mit der James Huth einmal mehr beweist, warum er zu den führenden Filmemachern Frankreichs zählt.

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • Als Hommage sowohl an die Screwball-Komödien der Dreißiger als auch an das klassische Hollywood-Melodram inszeniert James Huth seine turbulente Romanze "Und nebenbei das große Glück" mit New York-Finale. Dabei treffen zwei Mitvierziger aufeinander, die allmählich ihre starke Zuneigung erkennen müssen: Während Musiker Sacha nicht erwachsen werden und sich durch häufige Affären seine Männlichkeit bestätigen lassen will, kommt Charlotte, dreifache Mutter und Chefin einer Kunststiftung, von ihren beiden Ex-Männern nicht los, zumal der Industrielle Alain Posche ihren Lebensunterhalt finanziert. Da zwei Welten aufeinander prallen, ist für reichlich Funkenflug gesorgt. Zudem erweist sich nicht nur die attraktive Charlotte, sondern ebenso Komponist Sacha vom Wohlwollen des arroganten Magnaten abhängig, was langsam einen Keil in die junge Beziehung treibt.

    Den großen Vorbildern huldigt Huth schon allein dadurch, dass in Sachas Appartement ein „West Side Stoy“-Plakat hängt und Charlottes Wohnung ein „Casablanca“-Poster ziert, weshalb einige Anspielungen auf den Warner-Klassiker erfolgen. Besonders in der ersten Hälfte unterläuft er die Konventionen des vorhersehbaren Liebesfilms mit überdrehten, schrägen Sequenzen. Stand-up-Komiker Gad Elmaleh, zuletzt eher dem ernsten Genre zugewandt, bricht bewusst mit seinen vertrauten Rollentypus. Wo er in Komödien wie „Liebe um jeden Preis“ den liebenwerten Loser in Buster Keaton-Manier mimte, verkörperte er nun einen unwiderstehlichen Aufreißer, während Sophie Marceau den Part des sexy Tollpatsch zukommt.

    Ganz in der Tradition von Huths früheren Arbeiten dürfen Slapstick und Running Gags nicht fehlen, wenn Charlotte etwa stetig über ihre Füße fällt und Sacha als Hobby-Handwerker nacheinander ihr Badezimmer ruiniert. Über manche alberne Einlage mag man hinweg sehen, doch leider stimmt zum zerdehnten Ende das Timing nicht. Sachas New York-Exkursion als Impressario bei einer Musical-Produktion, die sich als Intrige entpuppt, bremst das etablierte Tempo der mit knapp zwei Stunden zu langen Komödie. Zumindest integrieren Huth und Co-Autorin Sonia Shillito manche Sentimentalität im Umgang des Kinderhassers Sacha mit dem herzig-bockigem Nachwuchs stimmig in die Handlung. Auch die Akzeptanz der lieben Kleinen zählt zu den Aufgaben, die der ewige Junggeselle auf dem Weg zum endgültigen Erwachsenwerden bewältigen muss.

    Dank amüsanter Einfälle gelang Huth eine erfrische Variante des bewährten Romantik-Genres, die kitschige Momente stets mit Ironie unterläuft. Seine früheren Arbeiten, darunter die Jean Dujardin-Hits „Brice de Nice“ („Cool Waves“) und „Lucky Luke“, konnten nie ganz halten, was die schräge Ausgangslage versprach, was an den unausgegorenen Skripts lag.

    Obwohl „Und nebenbei das große Glück“ sein bislang bester Film darstellt, erweist sich dieser doch letztlich als nicht völlig rund. Erneut zeigt sich Huth als Mann für visuell einfallsreiche Pointen, dem allerdings eine Hand für Zwischentöne und ruhige Momente fehlt.

    Fazit: Die charmante Slapstick-Komödie "Und nebenbei das große Glück" glänzt dank der Chemie der Darsteller, die einige Längen und ein schwaches Finale überspielen.
  • Eine entzückend ungeschickte Sophie Marceau verdreht in dieser französischen Romantik-Komödie einem überzeugten Single den Kopf.

    Bei zwei Menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, schlägt die Liebe ein wie der Blitz – er der unstete Bohemien, sie die bürgerliche Lady. Das ist der ideale Stoff für eine leichte Komödie, die unbeirrbar aufs Happy End zusteuert. Jazz-Musiker Sacha ist zufrieden mit seinem Leben, auch wenn das Kleingeld fehlt: Freunde, Frauen, Party bis in die Puppen, was will man(n) mehr. Bis dem Mittvierziger im wahrsten Sinne des Wortes die Traumfrau vor die Füße fällt – Charlotte. Ihr Noch-Ehemann zahlt und dafür mimt sie trotz getrennter Wohnungen nach außen noch die treue Gattin und genießt jeglichen Luxus, muss aber eine Regel beachten: Keinen Liebhaber in der schicken Bleibe. Als der Großindustrielle die beiden ausgerechnet dort beim Liebesspiel ertappt, bootet er den Konkurrenten kurzerhand aus. Das leidenschaftliche Glück findet erst einmal durch Intrigen ein abruptes Ende. Die vorhersehbare Story unterhält durch einen emotionalen Hindernislauf, da schätzt der freiheitsliebende Musiker plötzlich den Reiz dreier unausstehlicher Kids, verliert durch die gefühlsmäßige Achterbahn seine künstlerische Inspiration, wird auch noch durch seinen besten Freund verraten und landet weit weg von der Muse in New York.

    Regisseur James Huth, bekennender Freund des amerikanischen Kinos, lässt oft „As time goes by“ erklingen, mal aus dem Radio, mal von Sascha am Klavier gespielt, mal tönt es bei der drohenden Trennung. Das erinnert an die Einzigartigkeit von „Casablanca“ und ist Huths sympathischem Werk nicht gerade dienlich. Die erste Hälfte ist amüsant, dann tritt die Handlung, die sich fast nur noch auf die männliche Hauptfigur konzentriert, ziemlich auf der Stelle. Auch der gallische Witz entspricht nicht unbedingt dem germanischen. Doch gefallen eine total verjüngte und entzückend ungeschickte Sophie Marceau (eine Art weiblicher Pierre Richard) und Stand-Up Comedian Gad Elmaleh als durchgeknalltes Paar in einer modernen Version der „Aristocats„, wie Huth seinen Film nennt. Die beiden entschärfen so selbst rüdesten Klamauk. Dabei dominieren Slapstick-Szenen, nicht nur zwischen den Buddies, sondern vor allem zwischen den Love-Birds in diesem sehr französisch geprägten Feel-Good-Movie. mk.

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