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Ulee's Gold

Kinostart: 30.04.1998
Poster
  • Kinostart: 30.04.1998
  • Dauer: 112 Min
  • Genre: Drama
  • FSK: ab 6
  • Produktionsland: USA
  • Filmverleih: Movienet

Filmhandlung und Hintergrund

Intensives Low-Budget-Familiendrama und beeindruckende Charakterstudie dank Peter Fonda.

Ulee Jackson hat alle Hände voll zu tun, sich um seine Bienen und seine Familie zu kümmern, die schwieriger als ein Bienenkorb zu hüten ist. Er sorgt für seine zwei Enkelinnen, da sein Sohn im Gefängnis ist und seine Schwiegertochter davongelaufen. Die, schwer drogensüchtig, holt er sich auch noch ins Haus, als sein Sohn ihn inständig darum bittet. Schließlich stehen auch noch die kriminellen Kollegen des Sohnemanns vor der Tür und wollen ihren Anteil an der Beute.

Ulee Jackson hat alle Hände voll zu tun, sich um seine Bienen und seine Familie zu kümmern, die schwieriger als ein Bienenkorb zu hüten ist. Intensives Low-Budget-Familiendrama und beeindruckende Charakterstudie dank Peter Fonda.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Ulee's Gold: Intensives Low-Budget-Familiendrama und beeindruckende Charakterstudie dank Peter Fonda.

    Seit seiner Rolle in dem Kultklassiker „Easy Rider“ hat Peter Fonda nicht mehr soviel Aufmerksamkeit erhalten, wie nun mit seiner starken Performance in dem still-intensiven Low-Budget-Familiendrama „Ulee’s Gold“. Er tritt damit das Erbe seines Vaters Henry an und generiert unüberhörbaren Oscar-Buzz.

    Fondas Titelheld (kurz für Ulysses, deutsch Odysseus) ist ein selten guter Mann mit Sinn für Ehre und Aufrichtigkeit, dem dennoch kein Hollywood-Heiligenschein verpaßt wurde. Ulee ist ein Bienenzüchter dritter Generation in Florida, Mitte Fünfzig und seit sechs Jahren verwitwet. Sein Sohn Jimmy (Tom Wood) ist wegen Bankraub im Gefängnis, Schwiegertochter Helen (Christine Dunford realistisch als Drogenwrack), ebenfalls auf die schiefe Bahn geraten, hat sich aus dem Staub gemacht, so daß Ulee seine beiden Enkeltöchter selbst großziehen muß. Als Ulee auf Bitten seines Sohns Helen aus den brutalen Händen der schmierigen Soziopathen Eddie (Steven Flynn) und Ferris (Dewey Weber) zurück nach Hause holt, folgt das Unheil in kurzem Abstand …

    Regisseur und Drehbuchautor Victor Nunez („Ruby in Paradise“) spielt den gewalttätigen Konflikt weniger für den reißerischen Effekt, denn für beklemmenden Realismus aus. Nunez umgeht das Klischee vom guten Bürger, der zur Weißglut gereizt, das Recht in die eigene Hand nimmt, auch wenn mehrfach suggeriert wird, daß Ulee als dekorierter Vietnamveteran (was auch einen Hinweis auf ein Trauma liefert, das zu seiner emotionalen Verschlossenheit und stoischen Reserviertheit geführt hat) durchaus fähig ist, Gewalt mit Gewalt zu beantworten. Beim Dialog werden etliche Male Metaphern eingearbeitet, die Vergleiche zum Verhalten eines Bienenstaates ziehen. So ist neben Ulees Honig, seine unbeugsame Ehrlichkeit und sein tiefverwurzeltes Verantwortungsbewußtsein „Gold“. Mit minimalen Gesten gelingt es Fonda diese innere Stärke zu porträtieren. Die Konfrontation läßt ihn schließlich auftauen, und er öffnet sich sogar einer möglichen Beziehung zu seiner hilfreichen Nachbarin (Patricia Richardson).

    Das Produktionsdesign, das die kleinbürgerlichen Verhältnisse ausmalt, und das damit verbundene Ambiente erinnert an „Sling Blade“, mit dem „Ulee’s Gold“ zudem großartige schauspielerische Leistungen und packende Intensität gemein hat. Van Morrisons bittersüße Ballade „Tupelo Honey“ verleiht der beeindruckenden Charakterstudie schließlich ihren passenden Ausklang. ara.
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