U-900

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   2008
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Filmhandlung und Hintergrund

U-900: Mix aus Hommage und Persiflage auf Wolfgang Petersens Kultfilm "Das Boot" vom "7 Zwerge"-Macher mit Atze Schröder.

Essen, 1944. Schwarzmarkthändler Atze Schröder und sein Kumpel Samuel (Oliver K. Wnuk) hoffen auf einen baldigen Einmarsch der Amerikaner, damit der Krieg endet. Doch eine Verkettung unglücklicher Umstände sorgt für eine überstürzte Flucht, der sich auch Schauspielerin Maria (Yvonne Catterfeld) anschließt. Sie endet auf dem letzten verfügbaren deutschen U-Boot, der U-900, das von dem Trio gekapert wird. Die Crew ist allerdings auf Geheimmission.

Nach seinen Humor-Hits von den „7 Zwergen“ sorgen Sven Unterwaldt und Mitstreiter Atze Schröder für die nächste Gag-Granate, um mit Slapstick und Schenkelklopfern Wolfgang PetersensDas Boot“ zu parodieren – in einem torpedostarken und absolut seetüchtigen Komödienabenteuer.

Schröder und sein Kumpel Samuel warten auf das Ende des Zweiten Weltkriegs und vertreiben sich die Zeit mit Schwarzmarkt-Geschäften. Plötzlich landen die beiden samt der aparten Schauspielerin Maria auf dem U-Boot U-900, das von Toulon nach Warnemünde transferiert werden soll. Schröder gibt sich als legendärer Kapitänleutnant Rönberg aus: Eine gefährliche Mission, vor allem weil er von der Seefahrt nicht die leiseste Ahnung hat.

Schröder und sein Kumpel Samuel warten auf das Ende des Zweiten Weltkriegs und vertreiben sich die Zeit mit Schwarzmarkt-Geschäften. Plötzlich landen die beiden samt der aparten Schauspielerin Maria auf dem U-Boot U-900, das von Toulon nach Warnemünde transferiert werden soll. Kurzerhand gibt sich Atze als legendärer Kapitänleutnant Rönberg aus und beginnt eine Mission, bei der die brandgefährliche Querung der Spalte von Gibraltar noch zur leichtesten Übung zählt, vor allem, wenn man von der Seefahrt nicht die leiseste Ahnung hat.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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  • „Wertvoll”

    Atze Schröder ist medienpräsent wie kaum ein anderer deutscher Komi-ker, und dies ist bereits sein vierter Kinofilm. U-900 ist die Geschichte eines Versagers, der mit seinem Kumpel Samuel (Oliver K. Wnuk) mit einer neuen Idee groß in die Gastronomie einsteigen möchte. Durch ein Missgeschick wird er von den Nazis gejagt; da kommt das U-Boot U-900, das noch in Toulons Hafen liegt, zur Flucht gerade recht. Herrlich durchgeknallt mit witzigen Ideen und viel Tempo besteht Atze Schröder mit Bravour dieses Abenteuer und zeigt dabei, dass es auch ohne ein Gag-Feuerwerk unterhalb der Gürtellinie funktioniert. Die Ausstattung dieser Parodie ist sensationell: herrlich unlogisch mit starken Ideen und stimmiger Musik. Regisseur Sven Unterwaldt jr. ist im Comedy-Genre zu Hause und weiß, was er tut.

    Jurybegründung:

    U 900 und Atze Schröder - eine Hommage an Wolfgang Petersens erfolgreichen Film Das Boot wird hier in Szene gesetzt. Das Ergebnis kommt so schräg wie handwerklich gelungen daher. Atze und sein jüdischer Freund Simon, den er im Keller versteckt hält, planen im Jahr 1944 die Flucht von Essen-Kray nach Amerika, wo sie mit dem von Simon entwickelten Kartoffelbratgerät Karriere machen werden, davon ist Atze zutiefst überzeugt.

    So trifft es sich gut, dass Atze in der Villa von General Strasser ein- und ausgeht, um die Gaumengelüste des Hausherrn und die unerfüllten Sehnsüchte seiner Gattin zu erfüllen. Doch allzu selbstsicher lässt sich Atze erwischen und muss fliehen, nicht nur aus der Villa, sondern aus der Stadt, aus dem Land und am besten gleich nach Amerika. Zusammen mit Freund Simon und der genialen Erfindung gelingt es den beiden, nicht nur die arbeitslose Schauspielerin Maria, sondern auch das U-Boot zu entführen und zunächst als Nazi-General mit Gefolge an Bord zu wirken.

    In Ausstattung und Set perfekt und mit stimmig besetztem Cast beginnt die Seefahrt unter und über Wasser. Doch General Strasser sucht Rache und kommt mit einem Fischerboot den Flüchtigen nach. Er jagt nicht nur den Gattinnenbeglücker Atze, sondern auch das Ziel aller Wünsche, den lange verschollenen Gral, der sich an Bord der U 900 befinden soll.

    Die Wendungen sind perfekt gesetzt; mit Ironie und ohne allzu viele Zoten nimmt das Spiel seinen Lauf. Atze kalauert sich durch die Szene, dabei wird keiner verschont vor Parodie und Schabernack, nicht der Generalstab mit seinen meist sinnlosen Befehlen, nicht die großen Gefühle im Zitat der Titanic oder die CIA, deren Vertreter mit komplizierten Zahlenspielen seine Verschwörungstheorien darlegt. Wenn das Boot in der gefürchteten Poseidon-Spalte stecken bleibt und das Seemannslatein zu Ende scheint, helfen nur noch Atzes Theorie, und die folgende Praxis sorgt für Lachstürme: Geruckelt und besungen gewinnt das U-Boot wieder an Fahrt.

    Die Spielfreude der Darsteller, die Dialoge und nicht zuletzt die dramatische Filmmusik setzen das Geschehen perfekt in Szene. Atze Schröder Fans werden auf ihre Kosten kommen, aber auch alle Zuschauer, die Spaß an Parodie und Slapstick, Militärkomödie und Abenteuerlust haben. Und endlich wird auch klargestellt, dass die Welt erobernden Burger - ob King oder Mac - nur deutschen Ursprungs sein können.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Der Film überrascht. Ja wirklich. Da ist gleich am Anfang Essen-Kray zu sehen, die Heimat von Atze Schröder im Jahr 1944, zerbombt und in Trümmern. Das ist eine ganz, ganz aufwändige Panoramaaufnahme, gedreht auf dem ehemaligen „Marienhof“-Außenfassadengelände in den Bavaria-Studios kurz vor dem Abriss. Kombiniert mit Computereffekten. In Cinemascope. Soviel Sorgfalt und Bemühen um den ästhetischen Look! Auch die U-Boot-Szenen sind wie ganz großes Kino gedreht, im U-Boot-Modell in den Cinecitta-Studios, wo auch schon Hollywoodproduktionen, gebaut für „U 571“ im Jahr 2000.

    Man hat sich also angestrengt: nur um dann Atze Schröder im dreirädrigen Motorkarren um die Ecke biegen zu lassen, mit dem Lockenschopf, mit der großen getönten Brille, dem offenen Hemd, der Leopardenunterhose: ein Verschnitt des biedersten Billig-Pseudoplayboys der 70er, versetzt ins Dritte Reich. Und es ist klar: Einer wie er wäre damals gleich im KZ gelandet; und womit? Mit Recht (wie Atze mit seiner großen Klappe dazu sagen würde).

    Es ist also das Atze-typische „Fish out of Water“-Konzept, wie Regisseur Sven Unterwaldt (der sich zum Comedian-im-Kino-Regisseur gemausert hat) betont – allerdings zeitlich verschoben, in die bösen Nazi-40er-Jahre, und das macht für ihn und Atze den Reiz aus. Alle sind sie „Das Boot“-Fans, Regisseur, Autoren, Darsteller: und so versuchen sie sich an einer Hommage an Petersens U-Boot-Klassiker; und das funktioniert erstaunlich gut.

    Der Film versucht oberflächlich gar nicht, in die Comedy- und Klamottenkiste reinzukommen, sondern baut ein ganz ernsthaftes Kriegssetting auf. Und versetzt dann Atze hinein, den selbstverliebten, unbedarften Proll, „Lichtgestalt und Frauenschwarm, Baron der Leidenschaft“, wie er sich im Film selbst charakterisiert.

    Da rennt er im Leopardenhöschen durch den Garten des Generals, nachdem er beim Seitensprung mit dessen Frau erwischt wurde, schleicht sich als falscher Kaleu auf ein U-Boot, muss das Boot durch die Poseidon-Spalte navigieren, die ihren Namen von einem Puff in Warnemünde hat. Will in New York frittierte Kartoffeln verkaufen mit seiner selbstgemachten Erfindung, und stolpert ohne dass er’s merkt auch noch über den Heiligen Gral – ja, das ist alles doof. Und vollkommen hanebüchen. Aber dafür ist es ja auch eine Komödie, die gar nichts anderes sein will.

    Wenn jetzt noch ein paar Charaktere ausgefeilter konzipiert worden wären, wenn ein paar der komischen Situationen weiter ausgereizt, mehr auch in den Plot integriert wären, wenn die Handlung ein paar Löcher weniger hätte und die Dramaturgie etwas stringenter wäre – dann wäre „U 900“ sogar ein richtig guter Film geworden. Nicht nur einer, der überraschenderweise weniger schlecht ist als befürchtet.

    Fazit: Atze Schröder als falscher Kaleu im U-Boot: das birgt manche komische Situation und einen schönen Kontrast zwischen Proll und Kriegsgeschehen.
  • In Sven Unterwaldts Mix aus Hommage und Persiflage auf Petersens Kultfilm „Das Boot“ gibt Ruhrpott-Rüpel Atze Schröder sein Kino-Hauptrollen-Debüt.

    Es gibt Komiker, die haben den Sprung von der Bühne bzw. vom Bildschirm auf die Leinwand nie so richtig geschafft. Hape Kerkeling zum Beispiel, einer der Besten seiner Zunft, konnte weder 1992 mit „Kein Pardon“ noch zwölf Jahre später mit „Samba in Mettmann“ seine zahllosen Fans in die Kinos locken. Ganz anders die Kollegen Loriot, Otto Waalkes oder Michael Bully Herbig, die sich allesamt ein Millionenpublikum sicherten. In deren Fußstapfen wollen nun zwei Herren treten, die seit geraumer Zeit zu den erfolgreichsten deutschen Comedians zählen: Mario Barth, dessen „Männersache“ wohl erst 2009 anlaufen wird, und Atze Schröder, jener Ruhrpott-Prolet mit großer Schnauze, getönter Brille und getunter Dauerwellen-Matte. Nach einem Kurzauftritt in „Sieben Zwerge – Männer allein im Wald“ hat er sich erneut mit Regisseur Sven Unterwaldt, der zuvor schon ein gutes Dutzend „Alles Atze“-Folgen realisiert hatte, zusammengetan und sich an einem deutschen Kultobjekt vergriffen, Wolfgang Petersens Kriegs-Klassiker „Das Boot“.

    Auch in „U-900“, wie sich diese Mixtur aus Persiflage und Hommage nennt, spielt Schröder sich selbst. Gemeinsam mit seinem Kumpel Samuel (Oliver Wnuk) wartet er im Jahre 1944 auf das Ende des Zweiten Weltkriegs und vertreibt sich die Zeit mit Schwarzmarkt-Geschäften im Essener Stadtteil Kray. Durch eine Verkettung kurioser Ereignisse, die Atze selbst durch seine sexuellen Aktivitäten mit der Frau von General Strasser (Jürgen Schornagel) ausgelöst hat, findet sich die Quasselstrippe mit der lässigen Lockenpracht gemeinsam mit Samuel und der aparten Schauspielerin Maria (Yvonne Catterfeld) plötzlich auf der U-900 wieder, dem letzten deutschen U-Boot, das vom französischen Toulon nach Warnemünde transferiert werden soll. Kurzerhand gibt sich Atze als legendärer Kapitänleutnant Rönberg aus und beginnt eine Mission, bei der die brandgefährliche Querung der „Spalte“ von Gibraltar noch zur leichtesten Übung zählt, vor allem, wenn man von der Seefahrt nicht die leiseste Ahnung hat.

    Unterwaldt, der zuletzt mit „Siegfried“ einen sehr ordentlichen (1,3 Mio. Besucher) und dem zweiten „7 Zwerge“-Teil einen beachtlichen (3,6 Mio.) Erfolg feiern konnte, legte „U-900“ nicht als Sketchparade, sondern mehr als klassischen Spielfilm an. Weil auch Schröder sich zurücknimmt und seinen Partnern Raum zur Entfaltung lässt, haben wir es hier nicht mir einer reinen Atze-Show mit Dauer-Gag-Feuerwerk zu tun, sondern mit einer augenzwinkernden Ehrerweisung an Petersens Meisterwerk. Dies spiegelt sich auch in der Besetzung wider, wo in Nebenrollen Söhne der alten „Boots“-Besatzung auftauchen – wie etwa Martin Semmelrogges Sohn Dustin oder Ralph Richters Sohn Maxwell. Alles in allem besticht „U-900“ durch sein für eine Komödie aufwändiges Produktionsdesign, überraschende Besetzungscoups wie Ex-Bond-Bösewicht Götz Otto oder „Lindenstraßen“-Benny Christian Kahrmann und eine gelungene Schluss-Pointe, die in engem Zusammenhang mit der Erfindung von Fritten und Fast Food steht. lasso.

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