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Trip - Remix Your Experience

Kinostart: 17.08.2006
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Filmhandlung und Hintergrund

Vier unterschiedliche Filme laufen als Split Screen zu einem Musikstück.

Die Leinwand ist aufgeteilt: Split Screen. In der Mitte vier Quadrate mit den vier „Hauptfilmen“ (sea music, track 2, playing planet, artwork), am linken und rechten Bildrand nochmal je sechs Bilder bzw. Filme. Sie bebildern die zugrundeliegende Musik, einen epischen Mix aus Jazz, Rock, House, Ambient und Avantgarde.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Trip - Remix Your Experience: Vier unterschiedliche Filme laufen als Split Screen zu einem Musikstück.

    Ein Film, dessen Titel wortwörtlich zu nehmen ist, ein audiovisuelles Gesamtkunstwerk, das sich filmischen Konventionen und Sehgewohnheiten verweigert. Ein bebildertes Klangwerk, erdacht und zusammengefügt von Frank Otto und Bernt Köhler-Adams.

    Auf den ersten Blick regiert scheinbar das Chaos. Die Leinwand ist aufgeteilt: Split Screen. In der Mitte vier Quadrate, vier Bilder, vier Filme. In Streifen am linken bzw. rechten Bildrand nochmals je sechs Bilder bzw. Filme. Sechzehn Bildinformationen 24 mal die Sekunde - auch bei höchster Konzentration einfach nicht zu fassen. Ein Bilderrausch, ein Informations-Overkill. Keine narrative 60er-Jahre Split Screen wie einst bei Norman Jewison („Thomas Crown ist nicht zu fassen“) oder Richard Fleischer („Der Frauenmörder von Boston“), kein Spielfilmexperiment à la „Time Code“ von Mike Figgis. Der Ansatz ist viel radikaler - und gleichzeitig doch viel einfacher: Musik wird bebildert.

    Bernt Köhler-Adams und Frank Otto geht es um die Visualisierung von Noten, die persönliche Verknüpfung von Bildern mit Klängen. Von ihnen und zwölf weiteren Musikern - darunter Silke Mattik und Gary Krosnoff - stammt der Ton, der Score, ein epischer, unter die Haut gehender Mix aus Jazz, Rock, House, Ambience und Avantgarde. Die Bilder dazu lieferten unterschiedliche Kamerateams. Technisch verschieden ausgerüstete Filmemacher, die in vier Filmexperimenten, „sea music“, „track 2, „playing planet“ und artwork“, gängige Sehgewohnheiten auf die Probe stellen. Tauchgänge führen in die Tiefen des Indischen Ozeans, während Zuggarnituren durch Berliner U-Bahnschächte rattern. Links oben legt der österreichische Maler und Musiker Dragan Reiser in einer Performance mit Farbrollen ein Bodengemälde Frank Ottos frei - der uralte Filmtrick mit dem rückwärts ablaufenden Bildern verblüfft immer wieder! -, rechts unten mixen Eliane Koller und Ariane Bethusy-Huc Dokument mit Fiktion, unterschneiden Voodoo-Zeremonien mit Revolutionsaufnahmen.

    Auf „Trip - Remix Your Experience“ muss man sich einlassen, sich ganz in die verblüffende Ton-Bildschau fallen lassen. Nicht grübeln, nicht begreifen, sondern assoziieren. Schauen, hören, fühlen… und dann ist man plötzlich mitten drin in diesem multimedialen Kinoerlebnis. Dieser Seance, die die Welt umspannt, die Grenzen des Mediums sprengt, Pink Floyd und Ravel ebenso in Einklang bringt wie „Crystal Voyager“ mit „Koyaanisqatsi“. geh.

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