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Trial and Error

Filmhandlung und Hintergrund

Ein wenig holprige Gerichtssaal-Farce, in der ein Schauspieler einen verzwickten Fall übernehmen muß.

Anwalt Charlie soll einem wegen Betrugs angeklagten Verwandten einen Gefallen tun. Heil im Provinznest angekommen, ist er jedoch wegen eines exzessiv verbrachten Vorabends so lädiert, daß sein bester Kumpel, Schauspieler Rick, für ihn vor Gericht einspringen muß. Und der bekommt es mit mehr juristischen Schwierigkeiten zu tun, als er dachte…

Schauspieler Rick muß für seinen besten Freund, den Anwalt Charlie, vor Gericht auftreten, weil dieser nach einer durchzechten Nacht nicht arbeiten kann. Zündender Dialogwitz und Situationskomik machen einzelne Längen wett.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Trial and Error: Ein wenig holprige Gerichtssaal-Farce, in der ein Schauspieler einen verzwickten Fall übernehmen muß.

    In der Blödelkomödie „Dumm und Dümmer“ mimten Jim Carrey und Jeff Daniels ein geistiges Tiefflieger-Gespann. In ihren jeweilig neuen Filmen sind sie nun unter die Erfolgsanwälte gegangen: Carrey im Blockbuster „Der Dummschwätzer“ und Daniels in der nicht ganz so gelungenen Gerichtssaal-Farce „Trial & Error“, in denen beide gezwungen sind, ihre Identität als professionelle Lügner zu hinterfragen und sich schließlich zu besseren Menschen zu wandeln.

    Regisseur Jonathan Lynn („Ein ehrenwerter Gentleman“) bereitet für seinen Justizklamauk eine Variante seiner Hitkomödie „Mein Vetter Winnie“ aus dem Jahr 1991 auf. Wieder muß ein in Rechtsfragen völlig Unerfahrener seinen Mann im Gerichtssaal stehen, und erneut treffen Großstadt- und Hinterland-Mentalitäten aufeinander. Zudem kommt die biblische Botschaft „Du sollst nicht lügen“ und das verwandte, von Hollywood gern in Anspruch genommene „Du sollst nicht dich selbst und deine Träume verleugnen“ unter den richterlichen Holzhammer. Diese Momente besinnlicher Reflektion drosseln das ohnehin nicht überschäumende komödiantische Tempo. Es fehlt auch einfach die Präsenz eines Komikerasses wie Carrey, obwohl Michael Richards, bekannt als durchgeknallter Kramer in der TV-Hitserie „Seinfeld“, sein Bestes gibt, um spaßhaften Schwung in die etwas abgegriffene Anwaltsnummer zu bringen.

    Anwalt Charlie Tuttle (Daniels) wird von seinem Schwiegervater in spe in das Provinznest Paradise Bluff geschickt, um für einen wegen Betrug angeklagten Verwandten (salbungsvoll-schmierig: Rip Torn) eine Verhandlungsverschiebung zu beantragen. Sein bester Freund, der arbeitslose Schauspieler Rick Rietti (Richards), überrascht Charlie in seinem Hotelzimmer, um mit ihm eine feuchtfröhliche Junggesellenparty zu feiern. Am nächsten Morgen ist Charlie in dermaßen schlechtem Zustand, daß Rick beschließt, ihn im Gerichtssaal zu vertreten. Doch aus der erwarteten Formalität erwächst eine Verhandlung. Die beiden Freunde befinden sich fortan in einer prekären Zwickmühle…

    Das Drehbuch wurde von Sara und Greg Bernstein erdacht, die ein paar amüsante Rechts-Referenzen, wie die „Twinkie-Junkfood“-Verteidigung eingebaut haben, die für das deutsche Publikum vermutlich wenig Sinn machen dürften. Daniels Figur wurde vor allem als Straight Man angelegt, der als Spielball des Schicksals etliche körperliche Blessuren einstecken muß. Sein Love Interest, für den er seine zickige Verlobte sitzenläßt, ist die brandheiße Newcomerin Charlize Theron (begeisterte schon in „That Thing You Do!“ und „2 Tage L.A.“), die hier einen Augenschmaus ohne lästige Ansprüche darstellt. Ein durchschlagend positives Urteil des deutschen Kinopublikums über die wohlmeinende Komödie um Identitätstausch und -erlangung, ist letztlich ähnlich wahrscheinlich wie ein Geständnis von O.J. Simpson. Ein Achtungserfolg, ähnlich wie bei „Mein Vetter Winnie“, liegt durchaus im Bereich des Möglichen. ara.

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