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Über die Produktion

Wie ihre Hauptdarstellerin aus (TRAUM) JOB GESUCHT hatte auch Drehbuchautorin Kelly Fremon große Flausen im Kopf, nachdem sie ihr Studium abgeschlossen hatte. Nach ihrem Abschluss an der University of California zog sie kurzzeitig nach Hause zurück und begann, nach dem perfekten Job zu suchen. „Acht Monate später hatte ich immer noch keine Arbeit“, erinnert sich Fremon. „Obwohl ich bereit war, jede Art von Job anzunehmen, wollte mich keiner haben. Ich war einfach nicht vermittelbar. Es war ein wirklich merkwürdiges Gefühl. Ich war in der Realität angekommen – und die sah ganz anders aus als ich sie mir vorgestellt hatte.“

„Während der Dreharbeiten hatte ich nie daran gedacht, wie aktuell unser Film in Anbetracht des heutigen Wirtschaftsklimas sein würde“, fährt Fremon fort. „Tausende von College-Abgängern werden in der nahen Zukunft mit denselben Problemen konfrontiert werden wie Ryden, die Heldin unseres Films.“

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Fremon wusste eigentlich schon immer, dass sie Drehbuchautorin werden wollte. „Aber gleichzeitig war mir klar, dass das ein reichlich vermessener Berufswunsch war. Eher ein Lotteriespiel“, sagt sie. „Schließlich fand ich einen Job in einer Rezeption und brütete am Abend über meinem Drehbuch. Ich schrieb über ein Mädchen, das zu Hause festsaß, keine Arbeit fand und nicht wusste, was los war. Sobald ich fertig war, gab ich das Skript jedem zu lesen, den ich kannte.“

Ali Bell von der Montecito Picture Company las das Drehbuch und war vom Wahrheitsgehalt von (TRAUM) JOB GESUCHT sofort sehr angetan. Sie rief postwendend bei Fremon an, um ihr mitzuteilen, dass sie nach ihrem Studium dieselben Erfahrungen gemacht hatte. „Kellys Story deckt sich mit meiner und vieler meiner Freunde“, weiß Bell zu berichten. „Wir alle hatten uns unsere Zukunft in freundlichsten Farben ausgemalt. Wir wussten, was wir wollten. Wir waren zuversichtlich – und dann liefen wir förmlich gegen die Wand. Es war verheerend.“

Bell zeigte das Drehbuch ihren Kollegen bei der Montecito Picture Company. Ivan Reitman, einer der Gründer, las das Skript und gab schon eine Woche später ein Angebot ab. „Kelly Fremon hatte die wunderbare Idee, darüber zu schreiben, was in den paar Monaten passiert, nachdem man das College abgeschlossen hat“, sagt Reitman. „Es geht um den ersten Job, darum, dass man wieder zu den Eltern zurückziehen muss, obwohl man schon auf eigenen Füßen gestanden hat, und um erste Liebesbeziehungen. Das Ganze ist überaus skurril und charmant – ich habe mich Hals über Kopf in das Drehbuch verliebt.“

Die Montecito Picture Company, der Reitman, Tom Pollock und Joe Medjuck sowie Jamie Bell und Jeffrey Clifford angehören, hat die Erfolgskomödien OLD SCHOOL („Old School – Wir lassen absolut nichts anbrennen“, 2003) und I LOVE YOU, MAN, („Trauzeuge gesucht!”, 2009) produziert. „Dieses Skript war überaus originell“, weiß Medjuck. „Wir hielten es für etwas, was wir so noch nie gelesen hatten. Es ist doch normalerweise so, dass, wenn einem beispielsweise ein Drehbuch über einen Mann mit zwei Köpfen auf den Schreibtisch flattert, gleich sechs ganz ähnliche folgen. Hier war das nicht so. Ich hatte noch nie etwas Vergleichbares gelesen.“

Am meisten beeindruckte die Produzenten jedoch Fremons ganz eigener Stil, ihre ganz persönliche Note. „Sie verstand ihre Hauptdarstellerin voll und ganz“, sagt Clifford. „Sie hat ihre eigenen Erfahrungen in den Charakter mit eingebracht und war obendrein dazu in der Lage, das alles leicht und witzig wiederzugeben. Die Balance zwischen Fiktion und Realität stimmt voll und ganz.“

Nachdem sich die erste Begeisterung über den Verkauf ihres Skripts gelegt hatte, wurde Fremon klar, wie viel Arbeit in punkto (TRAUM) JOB GESUCHT noch vor ihr lag. „Ich hatte ja noch nie ein Skript verfasst“, gibt sie zu. „Ich hatte nur meine Gedanken zu Papier gebracht und nun zeigte mir Ivan wie ich diese zu organisieren und strukturieren hatte, damit man einen Film daraus machen konnte. Wir behielten die Rahmenhandlung und den Großteil der Figuren bei – nur bei den Feinheiten stand er mir zur Seite.“

„Ivan besitzt ein unglaubliches Gespür für Geschichten und Drehbücher und kann sich sowohl in die Rolle des Regisseurs als auch der Produzenten hineindenken“, fügt Clifford hinzu. „Wir durchliefen zahlreiche Drehbuchversionen, ehe wir dann mit dem Skript vollkommen zufrieden waren.“

Reitman ging die Zusammenarbeit mit Freman ganz ungewöhnlich an. Sie erinnert sich: „Als ich mich das erste Mal mit ihm traf, sagte er: ’Ich liebe das Skript. Aber ich werde ihnen heute nicht sagen, was mir daran gefällt, sondern was ich daran hasse.’ Das war der Anfang unserer Kooperation.“

Als Regisseur von Komödienklassikern wie GHOSTBUSTERS („Ghostbusters – Die Geisterjäger“, 1984) und TWINS („Twins – Zwillinge“, 1988) weiß Reitman sehr genau, was Filme lustig macht. „Ganz wichtig ist meiner Meinung nach, dass der Ton stimmt“, erläutert er. „Der Ton von POST GRAD ist sehr realistisch. Er ist ehrlich. Das heißt, man musste hier mit dem Witz sehr sorgsam vorgehen, man musste die physischen Gags genau platzieren. Die Herausforderung besteht nämlich immer darin, die richtige Balance zwischen Spaß und Ernst zu finden. Die Geschichte muss glaubwürdig erzählt sein. Wenn das zutrifft, darf über sie auch gelacht werden.“

„Der Witz in unserem Film ist unterschiedlicher Natur“, fährt er fort. „Es gibt ganz klassischen altmodischen Slapstick, den ich so in einem realistischen Film wie dem unseren noch nie gesehen habe. Und dann sind auch noch unsere Figuren witzig. Die Charaktere sind zum Teil sehr exzentrisch. Das ist so wie im richtigen Leben – und so gibt’s unter den Malbys auch einige Exzentriker.“

Vicky Jenson hat sich als Ko-Regisseurin der Animationshits SHREK („Shrek - Der tollkühne Held“, 2001) und SHARK TALE („Große Haie - Kleine Fische“, 2004) einen Namen gemacht. Jetzt wollte sie sich auch als Regisseurin eines Live-Action-Abenteuers beweisen. Dass sie bereit war, diese Herausforderung anzunehmen, erklärt sie sich selbst damit, dass sie aus einer höchst exzentrischen Familie stammt. „Ali Bell erinnerte sich der Geschichten, die ich ihr über meine Familie erzählt habe“, lacht sie. „Wir haben zum Beispiel so getan, als würde es bei uns zu Hause spuken, um unseren Onkel, der zu Besuch da war, zu erschrecken. Da hat jeder mitgemacht. Mein Vater hat Löcher in den Boden gebohrt, um Glühdrähte verlegen oder Gegenstände mittels Druckluft schweben lassen zu können. So habe ich dann auch die Malbys gesehen. Wir haben alle eine Portion Malby in uns und so wusste ich wie diese Figuren aus dem Drehbuch ticken.“

„Ich erkannte sofort, dass die Produzenten dieses Projekt wirklich mochten“, sagt Jenson. „Sie hörten sich auch gerne die Vorschläge an, die ich bezüglich des Stoffes einbrachte. Was ich an Ivan so mag, ist die Tatsache, dass er spontan reagiert. Er hörte mir zu und sagte augenblicklich: ’Du bist bei diesem Projekt mit an Bord!’.“

All das bestätigt Clifford: „Als wir uns erstmals mit Vicky wegen des Skripts trafen, war es einer dieser seltenen magischen Momente. Augenblicklich wussten wir, dass sie die Person war, mit der wir zusammenarbeiten wollten. Sie wuchs in einer großen exzentrischen Familie mit vielen Brüdern und Schwestern auf. Und sie stammt aus dem San Fernando Valley – wie unsere Protagonistin. Das heißt, sie weiß wie die Leute da so sind.“

Bei ihrem Live-Action-Debüt wurde Jenson von Ivan Reitman, der den gesamten Dreh begleitete, gleichermaßen beflügelt wie angespornt. Sie erinnert sich: „Er sah sich jeden Tag die Muster an und griff zum Telefon, sobald er eine Idee hatte, von der er dachte, sie könnte mir helfen. Manchmal waren wir nicht einer Meinung, wurden am Telefon laut und begannen zu streiten. Aber er sagte dann stets: ’Ich weiß, dein Herz hängt an diesem Film, und meines auch.’ Ich hätte es nicht besser treffen können.“

Die Regisseurin, die wie Ryden im San Fernando Valley aufwuchs, sieht viele Gemeinsamkeiten zwischen sich und der Filmfigur: „Es ist jedoch egal, wo man aufwächst, man bringt seiner Heimat immer gewisse Gefühle entgegen. Aber wenn es dann Zeit ist, sich weiter zu bewegen, darf man nicht zurückschauen.“

„Diese Geschichte kommt deshalb so gut an, weil man sich trotz allen Leids, das die Hauptdarstellerin durchlebt, zwischen den Lachern immer irgendwie selbst wiedererkennt“, erläutert die Regisseurin. „Es ist toll, ja absolut richtig, dass man Ziele verfolgt, aber man darf deshalb nicht die Augen vor dem verschließen, was um einen herum passiert. Und genau das realisiert jede der Figuren unseres Films zu einem gewissen Zeitpunkt.“

Der Film handelt laut Jenson auch davon, womit heute alle College-Abgänger konfrontiert werden. „Ryden versucht, herauszufinden wie sie nun als Erwachsene zu sein hat – was man von ihr diesbezüglich erwartet und was sie selbst vom Leben erhoffen darf. Zig Studenten gehen vom College ab, sind gut ausgebildet und haben ein Ziel, hohe Erwartungen ans Leben beziehungsweise bestimmte Jobs im Auge. Aber nicht für alle ist der richtige Job vorhanden, nicht jeder hat das Glück, die Arbeitstelle zu finden, die er will.“

Obwohl (TRAUM) JOB GESUCHT eine Komödie ist, ist es nicht nur ein lustiger Film. Clifford erklärt: „Unser Film spielt in der realen Welt. Die Zuschauer erwartet etwas Lustiges. Aber sie werden sich auch in unseren Figuren wiedererkennen. Seien es Teenager, die sehen, wie es ihnen nach dem College ergehen könnte, oder Zuschauer in den 20ern, 30ern und 40ern, die so etwas oder Ähnliches wie Ryden schon erlebt haben. Sie alle werden den Film verstehen. Sie werden sich erinnern, wie schwer es war, im Leben Fuß zu fassen und gleichzeitig wie spannend und lustig es war, herauszufinden, welchen Weg man einschlagen sollte.“

Dies auf der Leinwand zu zeigen, war Jensons erklärtes Ziel: „Ich lache genauso gerne wie alle anderen Menschen, aber ich mag keine deftigen Witze und Slapstick nur um ihrer selbst Willen. Mir gefallen Komödien, die etwas zu sagen haben, Komödien, die einen gewissen Einfluss aufs Publikum ausüben (können). Mit Spaß kann man viele Menschen berühren. Wenn man eine Botschaft mit Witz verkauft, erreicht man oft viel mehr als wenn man etwas humorlos zu vermitteln versucht.“

Produktion: Die Besetzung

Den Produzenten von (TRAUM) JOB GESUCHT gelang es, eine außergewöhnliche Besetzung auf die Beine zu stellen, zu der zwei Hollywood-Veteranen, mehrere vielversprechende Nachwuchsdarsteller, ein Latino-Schwarm, eine renommierte Komikerin und eine Handvoll angesagter Comedians gehören.

Die Drehbuchautorin Kelly Fremon wundert sich immer noch, was für eine ungewöhnliche Besetzung sie für ihren ersten Film zusammen bekam. „Ich hatte schon gewisse Vorstellungen wie alles sein würde“, sagt sie, „aber dann kamen all diese wunderbaren Schauspieler, die etwas Eigenes in ihre Rollen mit einbrachten. Plötzlich wurde der Film noch größer und besser als ich mir dies in meinen kühnsten Träumen vorgestellt hatte.“

Für die Rolle der Ryder, der ehrgeizigen College-Absolventin, wählten die Produzenten Alexis Bledel, die das Publikum wegen ihres Parts in der langlebigen Hit-Serie „Gilmore Girls“ liebt und auch aus der Film-Franchise SISTERHOOD OF THE TRAVELING PANTS („Eine für 4“, 2005) bestens kennt. Bledel hatte das Skript schon lange vor Drehbeginn gelesen, denn eine gemeinsame Freundin hatte sie schon Jahre zuvor mit Kelly Fremon bekannt gemacht.

„Das Thema im Film, in dem sich die Zuschauer am ehesten wiederfinden werden, sind die Familienverhältnisse“, sagt sie. „Ryder muss wieder zu ihrer Familie zurückziehen – und die ist komplett irre. Es ist für sie eine echte Folter. Aber dann, ganz zum Schluss, begreift sie, dass auch sie Teil dieser Familie ist und hierhin gehört. Ich glaube sogar, dass sie sich im Endeffekt immer für die Familie entschieden hätte – sogar als sie nichts anderes als ihren künftigen Job im Kopf hatte.“

Als die einzige Konstante inmitten dieser vielen grellen Charaktere ist die Rolle der Ryden eine große Herausforderung. Bledels immense Ausstrahlung und ihr Aussehen gepaart mit ihrer nur scheinbaren Zerbrechlichkeit machte die Produzenten auf die Schauspielerin aufmerksam. „Wir alle lieben Alexis für ’Gilmore Girls’“, betont Reitman. „Und dann stellte sich auch noch heraus, dass sie diese wunderbaren komödiantischen Fähigkeiten besitzt. In Kombination mit ihrem engelsgleichen Aussehen und dem witzigen Wesen machte sie das zur idealen Besetzung für den Part.“

Die Regisseurin versorgte ihre Schauspielerin mit viel Input für deren Rolle, aber Bledel hatte auch ihre ganz eigenen Vorstellungen. „Vicky hatte jede Menge Vorschläge für das Körperliche der Komödie und versah meinen Part auch mit den richtigen Worten“, erzählt Bledel. „Sie hatte ihre Ideen, ich meine und so kreierten wir zusammen meinen Charakter. Das Ergebnis ist – finde ich – großartig.“

Michael Keaton spielt im Film ihren Vater Walter. „Ich habe im Verlauf meiner Karriere schon viele Väter seit MR. MOM („Mr. Mom“, 1983) verkörpert, erzählt der Schauspieler. „Und ich glaube, es gab nie ein Kind, mit dem ich nicht gerne gespielt habe. Aber Alexis ist wirklich etwas ganz Besonderes. Sie ist extrem witzig und besitzt obendrein diese coole Art von Intelligenz. Sie hat eine ganz eigene Herangehensweise an ihre Arbeit und der muss man einfach trauen.“

Fremon hat den Part des Walter nach Vorbild ihres Stiefvaters entwickelt. „Er ist ein echt liebenswerter Kerl, der jedoch manchmal nicht gerade vor Intelligenz strotzt“, erläutert die Autorin. „Ständig wurstelt er an irgendeinem Projekt herum. Seine Garage ist vollgestopft mit allem möglichen Zeug, dauernd schraubt und bastelt er an etwas herum.“

Reitman ist sich sicher, dass man den richtigen Mann für den Part des Walter Malby gefunden hat. „Mir war klar, dass nur Michael Keaton die Rolle des Walter würde spielen können“, sagt Reitman. „Er besitzt diese unglaubliche Energie. Und gleichzeitig strahlt er diese Aura leichter Verrücktheit und immenser Herzensgüte aus. Man kann förmlich sehen, wie sein Gehirn auf Höchstgeschwindigkeit arbeitet.“

Keaton wiederum weiß, dass man, wenn Reitman anruft, besser gut zuhört. „Dieser Typ hat Meilensteine auf dem Gebiet der Komödie realisiert“, lacht er. „Ich habe also ganz genau aufgepasst.“

Zu den Filmen, bei denen Keaton mitgewirkt hat und die Regisseurin Jenson schon immer für ihren Hauptdarsteller eingenommen hat, zählen Komödienklassiker wie BEETLEJUICE („Beetlejuice“, 1988), NIGHTSHIFT („Nightshift – Das Leichenhaus flippt völlig aus“, 1982) und MR. MOM. Hinzu kam, dass sie besonders mochte, dass er auch seine extremsten Charaktere in den hanebüchensten Situationen geerdet halten kann. Eine ideale Voraussetzung für jemanden, der Walter spielen sollte. „Er ist ein toller Schauspieler und ein großartiger Komiker“, lobt Jenson. „Die Parts, die er spielt, ergeben immer Sinn. Das ist gut, weil unser Walter eine heikle Rolle ist. Er besitzt viele Facetten und mit dem falschen Schauspieler in diesem Part hätte das Ganze zum Desaster geraten oder zumindest lächerlich werden können. Das hat Michael sofort erkannt und er ist mit seinem Part sehr sorgsam umgegangen. Er hat ihn im Endeffekt dann mit so viel Ausgelassenheit versehen, dass es so aussieht als wäre er eines der Kinder seiner Familie.“

Die Arbeit an POST GRAD empfand Michael Keaton als überaus stressfrei: „Jeder hat sich überlegt wie er seinen Part anlegt und dies dann auch so getan. Wir haben uns ausgetauscht und niemand hat je auf seiner Meinung beharrt. Ich versuche ja den Begriff der ’guten Chemie’ zu vermeiden – aber das gelingt mir hier nicht. Es hat unter uns einfach alles gepasst.“

Keaton nennt seine Figur den „Zirkusdirektor einer dysfunktionalen Familie. Dabei ist Walter ein überaus wohlmeinender Mensch. Ich brauchte einige Zeit , um diesen Typen zu begreifen, aber dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Er gleicht in vielerlei Hinsicht meinem ältesten Bruder, der zwar nicht ganz so dysfunktional und weltfremd ist wie Walter, aber durchaus so seine Momente hat. So habe ich ihn mir als Schablone genommen.“

Für den Part von Maureen, Walters Mutter und Rydens theatralischer Oma, ließ sich Fremon von ihrer eigenen Großmutter inspirieren. Die Produzenten waren begeistert, als die Comedy-Legende Carol Burnett zusagte, die Rolle zu spielen. „Wir haben sowohl Carol Burnett als auch Michael Keaton in unserem Film“, freut sich Clifford. „Michael besitzt diese wilde Energie, hat einen durchgeknallten Blick und scheint immer kurz vor der Explosion zu stehen. Carol wiederum verfügt über Stil und Haltung und fürchtet als Schauspielerin keine Herausforderung.“

Reitman machte es sich zunutze, dass er Burnett gut kennt, die wie er in der heimeligen kalifornischen Küstenstadt Montecito wohnt. Er trat einfach an sie heran und bat sie, in seiner Produktion mitzuwirken. „Ich hatte schon immer mit ihr arbeiten wollen“, sagt er. „In dem Moment, in dem ich ihren Part gelesen hatte, war mir klar, dass Carol die Idealbesetzung für die Rolle von Michael Keatons Mutter und Alexis Bledels Großmutter war.“

„Carol Burnett ist mehr als nur eine Ikone“, sagt Keaton. „Aber noch umwerfender finde ich wie authentisch und geerdet sie ist. Sie ist ungeheuer schlagfertig und erzählt tolle Geschichten, persönliche Geschichten und auch aus ihrem langen Showbiz-Leben.“

Die positive Einstellung zum Leben und der ungewöhnliche Stil Maureens sagten Burnett besonders zu: „Maureen hat ein Lungenemphysem. Trotzdem lässt sie sich nicht unterkriegen und genießt das Leben in vollen Zügen“, bemerkt Burnett. „Es gibt da sogar die eine Szene, in der sie sich ihren eigenen Sarg aussucht. Ich glaube nicht, dass so etwas Lebensüberdruss bedeutet, sondern vielmehr darauf hinweist, dass sie mit beiden Beinen im Leben steht. Sie erledigt den Sargkauf und macht dann einfach weiter. Ich finde das großartig.“

Burnett „begriff“ Fremons Großmutter so gut, dass es die Autorin gar nicht glauben mochte. „Meine Oma war eine Matriarchin und dominierte die Familie. Sie war stets tadellos geschminkt und bestens angezogen. Carol Burnett entdeckte zudem noch kleine Manierismen an meiner Oma, die ich gar nicht ins Skript geschrieben hatte. Es war fast unheimlich, ihr beim Spielen zuzuschauen.“

Der Besetzungscoup mit Carol Burnett bereitete Jenson besondere Freude, hatte sie doch als Kind immer mit ihrer Familie die „Carol Burnett Show“ im Fernsehen angeschaut. „Das war wahrscheinlich der einzige Zeitpunkt am Tag, an dem wir alle am gleichen Ort versammelt waren“, erinnert sich die Regisseurin. „Als ich das erste Mal mit ihr telefonierte, platzte ich heraus: ’Mein Gott, sie klingen ja wie Carol Burnett!’. Ich kenne diese Stimme einfach seit Kindheitstagen.“

Burnett hatte auch ganz persönliche Gründe, bei diesem Film mitzumachen. „Ich bin ein Riesenfan von Michael Keaton. Sein Spiel in BEETLEJUICE ist einfach überragend – absolut eine meiner liebsten Darstellerleistungen. Ihm bei der Arbeit zuzusehen, ist erstaunlich. Es sieht nämlich so aus, als ob er sich gar nicht bemühen würde. Und wenn die Dinge aus dem Ruder laufen, macht es Michael nichts aus. Er nimmt’s wie es kommt und macht den Witz noch lustiger. Er ist diesbezüglich ein echtes Genie.“

Burnett ist auch ein großer Fan von Jane Lynch, der Darstellerin von Walters Frau Carmella. „Als ich erfuhr, dass sie meine Schwiegertochter spielen würde, war ich hingerissen. Ich liebe die Filme, die sie mit Christopher Guest gemacht hat. Sie haut mich einfach um.“

Lynch ist vom Dreh zu (TRAUM) JOB GESUCHT besonders in Erinnerung geblieben wie gut das Ensemble sich verstand. „Wir wuchsen vom ersten Tag regelrecht zu dieser verrückten Familie zusammen“, erinnert sie sich. „Jeder brachte seine eigenen Ideen mit. Und dann wurde mir zwischendurch bewusst, dass ich tatsächlich an der Seite von Carol Burnett spielte. Es war umwerfend – besonders weil sie immer weiß, wo sich der Witz in einer Szene versteckt.“

Schon die erste Seite des Drehbuchs bewog Lynch dazu, Carmella zu spielen. „Carmella trägt da ihren achtjährigen Sohn über den Campus des College“, sagt sie. „Das gefiel mir. ’Ein interessanter Charakter’ dachte ich mir. Sie hält die Familie zusammen, verfolgt aber durchaus noch eigene Ziele. Ich habe einfach meine Schwester imitiert. Sie ist eine dieser gestressten Mütter, die dauernd damit beschäftigt sind, Dinge wieder ins Lot zu rücken. Sie kann einfach nicht anders.“

Vicky Jenson war seit langem mit Lynchs guter Arbeit vertraut. Besonders in Erinnerung sind ihr deren komische Auftritte in den Christopher-Guest-Komödien BEST IN SHOW („Best in Show“, 2000) und A MIGHTY WIND (2002) geblieben. „Dabei habe ich zugegebenermaßen aber gar nicht gewusst wie gut sie wirklich ist“, fährt die Regisseurin fort. „Jane hat hier richtig vom Leder gezogen – sie war unglaublich. Ich konnte in allerletzter Minute eine Szene umstellen, es hat sie überhaupt nicht beeindruckt. Sie ist immer voll da, immer bereit und sie gibt stets alles.“

Als Regisseurin sorgte Jenson laut Lynch für einen überaus überzeugenden und erfrischenden visuellen Stil. „Sie kann Dinge einfach witzig aussehen lassen“, erklärt Lynch. „Ich empfand das als neue, originelle Herangehensweise. Das zeigte mir auch einen Weg auf wie ich selbst anders arbeiten konnte. Man kann sich durchaus amüsieren, wenn man ein Skript liest, doch zuerst muss man herausfinden, welcher Witz wirklich gut und welcher eher mau ist.“

Zach Gilford spielt Adam, Rydens besten Freund. Die beiden kennen sich schon ewig und ihre Verbindung ist das emotionale Zentrum des Films, zumindest wenn man Clifford glaubt: „Ich denke, viele Leute kennen diese Konstellation. Man ist mit jemandem vom anderen Geschlecht schon ewig befreundet. Man kommt bestens miteinander aus, teilt alle Geheimnisse und fühlt sich in der Anwesenheit des anderen wohl. Dennoch glaubt Ryder, dass Adam nicht der Richtige für sie ist. Zach kommt aber schon früh im Film drauf, dass Ryden zu ihm passt und nun setzt er alles daran, seine Freundin davon zu überzeugen, dass er der richtige Mann ist, um mit ihr das Leben zu verbringen.“

Gilford gibt gerne zu, dass er sehr aufgeregt war, als er erfuhr, wer seine Partner im Film sein würden. „Das erste Mal, dass ich mit ihnen allen zusammen arbeitete, war, als wir gemeinsam beim Abendessen um den Tisch saßen. Ich, Michael Keaton, Carol Burnett, Alexis Bledel und Jane Lynch. Ich dachte mir: ’Was mach’ ich hier eigentlich?’ Ich habe nur allein durchs Zusehen extrem viel gelernt.“

Rydens Dilemma ist für Leute eines jeden Alters nachvollziehbar, so glaubt zumindest der Schauspieler. „Jeder Mensch durchläuft in seinem Leben diese Übergangsphasen. Diese Gefühlswellen, die sie durchlebt, diese Zankereien mit ihrer Familie, der Ärger mit dem Liebesleben und die berufliche Enttäuschung… das trifft doch irgendwie auf jeden zu.“

Jessica Bard, Nemesis der Protagonistin, taucht immer zu den unmöglichsten Augenblicken auf und macht die Dinge für Ryden schwerer und komplizierter. Catherine Reitman übernahm diese Rolle mit Begeisterung. „Ich habe mich regelrecht in Jessica Bard verliebt“, sagt die Schauspielerin. „Jessica wurde mit Stöckelschuhen geboren. Ihre Schuluniform sitzt wie eine zweite Haut. Ihr einziges Ziel besteht darin, alles richtig zu machen. Ob an der Tankstelle oder im Lebensmittelladen, Jessica Bard ist allzeit bereit für ein Jobinterview, für den Job selbst und natürlich auch dafür, andere im selben Moment schlecht aussehen zu lassen. Sie ist ein prototypischer Ehrgeizling und nimmt sich stets verdammt wichtig. Sie kann gar nicht anders.“

Catherine Reitman gefiel, in welch bunten Farben ihre Regisseurin ausdrücken konnte, wie sie den Part der Jessica Bard sah und angelegt haben wollte. „Vicky kann einem auf wirklich kurzweilige Art begreiflich machen, was sie von einem erwartet“, sagt Reitman. „Mir riet sie beispielsweise, ein Hai zu sein. Oder ich sollte mir vorstellen, dass ich gerade eine Dose Red Bull getrunken hatte. Ich fand das für mich sehr hilfreich.“

Auch für ihre Ko-Stars und deren Arbeitsauffassung hat Catherine nur Lob übrig. „Alexis Bledel ist die beste Freundin, die du dir je gewünscht und niemals bekommen hast. Mit ihr zu arbeiten, war einfach eine Wucht. Sie hätte nicht netter und professioneller sein können. Und wenn die Zuschauer sich nach diesem Film nicht in Zach verliebt haben, dann verstehe ich die Welt nicht mehr! Zach ist nicht nur ein Spitzenschauspieler, sondern auch ein ganz toller Mensch. Er und Alexis entwickelten in ihren Szenen echte Chemie.“

Auch die kleinsten Rollen im Film wurden sorgfältig besetzt. Produzent Clifford führt aus: „Wir hatten das große Glück, auch für die Mini-Parts auf unglaublich gute Comedians zurückgreifen zu können. Fred Armisen ist urkomisch. Genauso wie J.K. Simmons. Craig Robinson brilliert in seiner Szene neben Carol Burnett. Die beiden könnten privat nicht gegensätzlicher sein, im Film jedoch harmonieren sie perfekt. Nicht zu vergessen Kirk Fox, der diese umwerfende Szene mit Michael Keaton hat. In Bezug auf unser Ensemble hatten wir absolutes Glück – nicht zuletzt weil alle auch für uns Zeit hatten.“

Produktion: Die Dreharbeiten

Da sie im Großraum Los Angeles geboren wurde, kennt Vicky Jenson die Widersprüche der Stadt und auch das soziale Gefälle, das in ihr herrscht. Sie kennt Ryden Malbys zwei Welten aus eigener Erfahrung. – das gelackte, ehrgeizige und gnadenlose Los Angeles auf der einen Seite und das eher relaxte, bequeme und verblühte San Fernando Valley auf der anderen. Beide Orte repräsentieren für Ryden etwas ganz anderes: Aus dem einen Ort kommt sie, zum anderen will sie hin.

Jenson, die früher als Produktionsdesignerin gearbeitet hat, besaß feste Vorstellungen davon wie ihr Film auszusehen hatte. „Ich halte es für sehr wichtig, dass die optische Erscheinung der Figuren etwas über deren Charakter aussagt“, erläutert sie. „Deren Aussehen ist für mich ebenso wichtig wie alle anderen Bestandteile eines Films.“

Sie arbeitete eng mit Produktionsdesigner Mark Hutman zusammen, um zu gewährleisten, dass ihre Story auch visuell dem Inhalt entsprach. Ihr Wunsch war ein Design-Konzept, das als „Liebeserklärung an Los Angeles“ gelesen werden konnte und die verschiedenen Gesichter der Metropole einfing: „Ryden träumt davon, in einem dieser schicken Glastürme in Century City zu arbeiten, also machten wir uns auf die Suche nach genau so einem Gebäude.“

„Das setzten wir dann in Kontrast zu dem, was wir das ’verschwindende Valley’ nannten“, sagt Jenson. „Als ich in Rydens Alter war, schwor ich mir, dass ich niemals dorthin zurückkehren würde, aber als ich dann dort nach geeigneten Drehorten Ausschau hielt, überkamen mich doch ob der verblassten Schilder, der Palmen und der staubigen Häuser nostalgische Gefühle. Also, um einen Tanzvergleich zu bemühen, die Gebäude von Century City waren für mich Ballett, die kleinen Schilder und Bob’s Big Boy waren Polka.“

Jeffrey Clifford betont gerne, dass Jensons Wurzeln viel zum Look von Rydens Welt beitrugen. „Es ist dieses Gefühl, in der Stadt ein Outsider zu sein, das Vicky so wunderbar zu transportieren versteht“, erklärt er. „Ryden ist jemand, der eine große, wichtige Karriere machen und die Familie hinter sich lassen will. Sie versucht, ihre Wurzeln abzuschütteln, die Heimat hinter sich zu lassen, auszusteigen und aufzusteigen. Und dennoch kommt sie nicht in der City an. Sie stammt eben nicht aus Beverly Hills oder Malibu. Sie ist nur zufällig in der verschlafenen Nachbarschaft einer brodelnden kosmopoliten Stadt geboren worden und aufgewachsen.“

Dieser Widerspruch spiegelt sich auch in zwei Häusern, die in der selben Straße stehen: das Haus der Malbys und das ihres Nachbarn David. „Mein Job besteht immer darin, die Charaktere zu unterstützen, ich darf sie dabei aber mit meinem Design niemals in den Hintergrund drängen“, sagt Hutman. „Das Haus, das wir für die Malbys fanden, ist ein typisches Gebäude fürs Valley, ein einstöckiges einfaches Farmhaus. Es ist nicht neu, es ist nicht alt – es ist einfach nichts Besonderes. Bei David legten wir uns dagegen ins Zeug. Sein Haus ist durchgestylt und überaus maskulin. Es ist sehr modern gehalten, mit wenig Farbe und viel Leder. Und – nicht zu vergessen – er besitzt einen Pool.“

Hutman nahm sich viel Zeit, um die vielen kleinen Objekte zu sammeln, die die Malbys über die Jahre gehortet haben. „Mit Hilfe dieses Nippes zeigten wir die ganze Verschrobenheit der Familie Malby“, erläutert Hutman. „Das Haus ist für die Familie eine Art Zeitkapsel. Die Malbys sind notorische Sammler, die nichts wegwerfen können. Sie haben über Dekaden einfach alles aufgehoben, was sie in die Hände bekommen haben. Wir gingen davon aus, dass das Haus ursprünglich Oma Maureen gehörte, also gibt es viele Dinge, die auf sie verweisen, Dinge, die ihr wichtig sind. Nichts passt wirklich zusammen, aber so bekommt man auch den Eindruck, dass hier viele verschiedene Leute leben, die alle in verschiedensten Erinnerungen schwelgen.“

„Die Garage ist Walters Himmel“, fährt Hutman fort. „Sie ist mit allem möglichen Plunder aus vergangenen Tagen und Tonnen von Werkzeug vollgestopft, mit Dingen, die er für alte Projekte gebraucht hat. Er hat nichts weggeworfen – ob alte Surfbretter, Rasenmäher oder Radios. Alles ist irgendwie halb auseinander genommen. Aber es ist sein Reich, für ihn heiliger Grund.“

Dieselben Überlegungen wie fürs Produktionsdesign stellte man auch in punkto Kostüme an. Jenson wusste sehr genau, wie Ryden auszusehen hatte. „Ich wollte, dass sich im Verlauf des Films Rydens (innerliche) Veränderung, ihre Bewusstseinswerdung sich auch in ihrer Kleidung niederschlug.“

Mit dieser Aufgabenstellung im Hinterkopf machte sich Kostümdesignerin Alexandra Welker an die Arbeit und entwarf für Ryden deren sich ändernde Gardarobe. „Am Anfang kleideten wir sie so ein, dass sie aussieht als wäre sie der Outsider der Familie. Was auch logisch ist, will sie sich doch auch absichtlich von ihr distanzieren. Nachdem sie aber den Sommer wieder im Schoß der Familie verbringt, verbringen muss, wird sie wieder Malby’ischer. Nicht vergessen darf man dabei, dass sie als aufstrebende Teamassistentin zunächst den Big-Business-Powerfrau Look annimmt, den aber aus bekannten Gründen später wieder ablegt.

„Die Schrulligkeiten von Walter und die Exzentrizität von Carmella“, so führt Welker weiter aus, „versuchten wir, mit Farben und kleinen Details sichtbar zu machen, vermieden es aber tunlichst, sie wie Witzfiguren zu kleiden, um nicht die Tonalität der Geschichte zu stören. Es war im Endeffekt alles eine Frage der Balance, nichts durfte zu grell sein, aber auch nicht zu dezent.“

Die Designerin genoss den Enthusiasmus, den Carol Burnett für der Wahl der richtigen Kostüme aufbrachte. „Carol ist in ihrem Part immer entsprechend der Tätigkeit, die sie gerade ausübt, gekleidet. Wir hatten viel Spaß, die richtigen Kleidungsstücke zusammen zu tragen. Maureens Kostüme sind ein wenig theatralisch. In ihrer Freuzeit trägt sie gerne Kaftans. Sie ist mutig bei der Wahl ihrer Farben und hat ein gutes Gespür für den richtigen Look. Als ich ihre Kostüme kreierte, orientierte ich mich stark am Haus, das ja ursprünglich Maureen gehörte. Ein Eigenheim sagt ja auch immer etwas über die Person aus, die darin lebt.“

Für die beiden Männer in Rydens Leben schuf Welker ganz gegensätzliche Kleidungsstücke. Und auch bei David und Adam erdete die Kostümbildnerin ihre Entwürfe in der Realität, versuchte, die richtigen Outfits für die gegensätzlichen Persönlichkeiten zu finden. „David ist ein exotischer brasilianischer Kosmopolit, also sieht er sehr nach Barney’s New York aus. Wir kleideten ihn klassisch mediterran: dunkle Jeans, keine Socken zu den Schuhen. Das stand in gutem Kontrast zu Adams coolem Kalifornien-Look, der ein wenig popperhaft wirkt und auch sehr lässig – kein Wunder, ist er doch einerseits Musiker und plant andererseits, Jura zu studieren.“

Als vordringlichste Aufgabe hatte es sich die Kostümdesignerin gestellt, immer die „echte, richtige“ Kleidung für die diversen Figuren zu finden. „Ich hasse es, ins Kino zu gehen und auf der Leinwand Schauspieler zu sehen, die „falsch“ angezogen oder overdressed sind“, sagt Welker. „Ich hoffe, dass die Zuschauer Ryder anschauen und sich denken: ’Die sieht aber gut aus’. Obendrein mussten die Kleidungsstücke auch so gewählt sein, dass Ryder sie sich auch hätte leisten können. Sie besitzt einfach keine Handtasche für 1000 Dollar. Und was die anderen Figuren betrifft, die Großmutter oder Hunter beispielsweise, da hoffe ich, dass das Publikum sich über deren Look lauthals amüsieren wird.“

Aber zu guter Letzt, davon ist Regisseurin Vicky Jenson vollkommen überzeugt, werden sich die Zuschauer zuallererst über die tiefen Wahrheiten von (TRAUM) JOB GESUCHT amüsieren. Sie werden sich im Film selbst wieder erkennen – und auch ihre Kinder und Enkelkinder –, während Ryder versucht, Anspruch und Wirklichkeit miteinander in Einklang zu bringen.

„Den Charme dieser Geschichte macht aus, dass wir uns alle in Ryder hineinversetzen können. Wir begreifen ihren Schmerz, ihre Frustration und können auch mit ihr lachen“, schließt die Regisseurin. „Es ist toll, wenn man Ziele hat, hochgesteckte Ziele, aber diese um jeden Preis erreichen zu wollen, ist falsch. Man muss einfach zu sich selbst finden, mit sich selbst und seiner Arbeit ins Reine kommen. Und das gelingt in unserem Film letztendlich jedem Einzelnen – dem einen mehr, dem anderen weniger.“

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