Tränen der Sonne Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Tränen der Sonne: Actionlastiger Kriegsthriller, in dem sich Bruce Willis als Retter einer amerikanischen Ärztin im nigerianischen Bürgerkrieg allen militärischen Regeln widersetzt.

Lieutenant A.K. Waters (Bruce Willis), Offizier der Navy Seals, wird ins von Bürgerkriegswirren gezeichnete Nigeria entsandt. Er soll aus einer Missionsstation im Hinterland die humanitäre Helferin Dr. Lena Kendricks (Monica Bellucci) bergen. Dabei gerät der sonst so loyale Elitekrieger in einen Gewissenskonflikt: Kendricks will die siebzig Flüchtlinge aus ihrer Obhut nicht zurücklassen – unter ihnen ist auch ein steckbrieflich von Regierungstruppen gesuchter Oppositioneller.

Bruce Willis und Mediterras Traumfrau Numero Uno spielen unter der Regie des Action-Ästheten Antoine Fuqua („Training Day„).

Im nigerianischen Bürgerkrieg soll eine Navy-Seals-Einheit eine von Rebellen bedrohte katholische Dschungelmission evakuieren. Deren attraktive Ärztin besteht darauf, dass der befehlsgebende Lieutenant auch ihre einheimischen Schützlinge ins rettende Kamerun führt. Der Fußmarsch endet in einem blutigen Kampf von sieben amerikanischen Soldaten gegen einen Rebellenarmee.

Eine US-Eliteeinheit unter Führung von Lt. Waters muss in Nigeria eine von Rebellen bedrohte katholische Dschungelmission evakuieren, in der auch die hübsche Ärztin Lena arbeitet. Schockiert vom Massaker unter der Bevölkerung und von Lena quasi erpresst, ändert Waters seine Mission. Er beschließt, Lenas Schützlingen Geleitschutz bei deren beschwerlichem Fußmarsch ins rettende Kamerun zu geben. Doch eine 300 Mann starke Rebellentruppe, die vor nichts zurückschreckt, ist ihnen bereits dicht auf den Fersen.

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Kritikerrezensionen

  • „Damit das Böse triumphieren kann, ist lediglich notwendig, dass gute Männer nichts tun.“ Dieses Zitat des Politphilosophen Edmund Burke aus dem 18. Jahrhundert ist die Schlusseinbleindung für den dramatischen Kriegsthriller vom „Training Day“-Regisseur Antoine Fuqua. Die fortwährende Relevanz dieser Botschaft wird ebenso action- wie klischeereich mit einer militärischen Rettungsaktion im nigerianischen Dschungel demonstriert. Kommandiert wird der Trupp ausgewählter Navy Seals von einem stoisch wirkenden Bruce Willis (noch frisch militärerprobt seit „Das Tribunal“) als humanitär bekehrter Lieutenant A.K. Waters. Trotz oder gerade wegen der Nähe zu aktuellen weltpolitischen Ereignissen meldete sich das US-Publikum bislang eher spärlich zum Einsatz an der Kinofront für das 75 Mio. Dollar teure Propaganda-Projekt.

    Das Drehbuch wurde bereits 1995 von Alex Lasker („Rangoon“) und Patrick Cirillo („Homer & Eddie“) verfasst, wobei ihre erklärte Inspiration Robert Wises aufwändiges Kriegsepos „Das Kanonenboot am Yangtse-Kiang“ mit Steve McQueen aus dem Jahr 1966 war. Angeklagt werden in ihrer Story die himmelschreienden Brutalitäten und Menschenrechtsverletzungen, die seit vielen Jahren in vielen Teilen des afrikanischen Kontinents stattfinden. Gegen dieses Unrecht tritt das amerikanische Militär als heldenhafte Rettungsorganisation der Dritten Welt an. Seine angestrebte Verwurzelung in der Realität zeigt der Film mit nachgestellten Nachrichteneinblendungen von Bürgerkriegsunruhen in Nigeria. Anschließend erhält Lt. A.K. Waters mit sieben Navy Seals den Auftrag, die Ärztin Dr. Lisa Kendricks (Monica Bellucci), sowie zwei Nonnen und einen Priester einer katholischen Dschungel-Mission zu evakuieren, da ein Angriff von feindlichen Rebellentruppen bevorsteht. Doch die verwitwte Dr. Kendricks weigert sich, die Siedlung ohne ihre einheimischen Schützlinge zu verlassen. Der linientreue Lt. Waters kann sie nur mit einer List zum wartenden Helikopter bugsieren. Als sie beim Überflug der Missionssiedlung das mittlerweile angerichtete Blutbad sehen, schmilzt das harte Herz des langjährigen Armeeveteranen und er gibt den Befehl zur Umkehr. Gemeinsam mit den Flüchtlingen machen sie sich nun auf den Weg ins mehrere Tagesmärsche entfernte Kamerun. Unterwegs werden sie Zeugen „ethnischer Säuberungen“ in einem einheimischen Dorf, wo auf brutalste Weise gemordet, gebrandschatzt und vergewaltigt wird und selbst stillende Mütter und ihre Babies massakriert werden. Lt. Atkins und sein Schwadron können dies nicht tatenlos mitansehen und greifen entgegen strenger Anweisungen ein. Alldieweil ist ihnen der feindliche, 300 Mann starke Truppe auf den Fersen und eine finale David-gegen-Goliath-Schlacht kann beginnen.

    Vergleiche zu „Black Hawk Down“ bieten sich an, mit dem „Tränen der Sonne“ neben einer vergleichbaren Prämisse das Manko teilt, dass die Protagonisten nur relativ eindimensional skizziert werden. Während die Einheimischen und die feindlichen Soldaten lediglich Statistenstatus einnehmen, werden die Navy Seals immerhin mit Namen und vereinzelten Charakterfragmenten ausgestattet. Unglücklicherweise bleiben auch die beiden Hauptdarsteller weitgehend Fragezeichen, über die man so gut wie nichts erfährt. Bei den Actionszenen, hauptsächlich Feuergefechte im Dschungel (gefilmt wurde auf Hawaii) und der Darstellung der verabscheuungswürdigen Gewalt der Kriegsverbrecher, ist Fuqua hingegen in seinem Element. Gefilmt wurde viel im Halbdunkel und strömenden Regen, womit die trübsinnige Atmosphäre ihre visuelle Widerspiegelung findet. In akkustischer Hinsicht setzt Hans Zimmer („Gladiator“) auf tiefemotionale Töne mit afrikanischen Rhythmen, die seinem Score von „Black Hawk Down“ entliehen scheinen. Eine Mischung aus explosiver Action, humanitärer Botschaft und moralischer Rechtfertigung von militärischer Vergeltungspolitik – und damit im gegenwärtigen Klima nicht unbedingt ein Selbstläufer. ara.

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