Toy Boy

  
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Filmhandlung und Hintergrund

Sexdrama mit Ashton Kutcher als Loverboy reicher Damen, der sich dann doch verliebt.

Nikki schleppt reiche Frauen aus den angesagten Discos der Stadt ab, um anschließend als Gegenleistung für sexuelle Dienste an deren Luxus teilzuhaben. Wie Karrierefrau Samantha, die voll auf Nikkis Body abfährt. Dafür nistet er sich in ihrer Villa mit Pool ein, nutzt Kühlschrank und Kreditkarte. Bis er eines Tages in einem Coffee Shop Heather erblickt. Die Kellnerin weckt in dem eiskalten Loverboy ungeahnte Gefühle. Plötzlich träumt der von Monogamie, einer eigenen Familie und einem geregelten Job.

Nikki ist ein American Gigolo der Generation 2.0, der sich ohne große Gewissensbisse in der Society von Los Angeles nach oben geschlafen hat. Er hat es sich im noblen Anwesen der Anwältin Samantha bequem macht, von der er sich aushalten lässt, während er Partys feiert und andere Frauen vögelt. Dann lernt Nikki während einer Geschäftsreise Samanthas die hinreißende Kellnerin Heather kennen, die das selbe Spiel spielt wie er und glaubt, all der Reichtum sei seiner. Ein Spiel beginnt, das keiner gewinnen kann.

Böse Komödie im Stil von „Shampoo“ mit Ashton Kutcher als American Gigolo, der auf ein Mädchen trifft, das noch amoralischer ist als er selbst.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Toy Boy: Sexdrama mit Ashton Kutcher als Loverboy reicher Damen, der sich dann doch verliebt.

    In David Mackenzies extrem freizügigem Sex-Drama macht Demi Moores Lover Boy Ashton Kutcher als „Mann für gewisse Stunden“ Hollywoods Luxus-Damen glücklich.

    Als bessere und vor allem wesentlich jüngere Hälfte von Demi Moore hat es Ashton Kutcher schon zu einigem Ruhm gebracht. Nur mit der Karriere als Schauspieler wollte es noch nicht so richtig funktionieren. Bis er letztes Jahr mit „Love Vegas“ an der Seite von Cameron Diaz einen Überraschungshit landete. Nach der vergleichsweise leichten Komödie um eine im Vollrausch vollzogene Hochzeit stand Kutcher der Sinn nach etwas Deftigerem, nach etwas, bei dem vor allem seine körperlichen Vorzüge zur Geltung kommen würden. Das Ergebnis heißt „Toy Boy“, im US-Original „Spread“, was sowohl „(die Beine) spreizen“ als auch „sich breit machen“ bedeuten kann. In diesem Fall trifft wohl beides zu.

    Denn Nikki (Kutcher) ist so etwas wie das Spielzeug der Reichen und Schönen von Beverly Hills. Reihenweise schleppt er sie aus den angesagten Discos der Stadt ab, um anschließend als Gegenleistung für sexuelle Dienste an deren Luxus teilzuhaben. Wie die deutlich ältere Karrierefrau Samantha (Anne Heche verbrachte schon mit Harrison Ford „Sechs Tage, sieben Nächste“), die voll auf Nikkis Body abfährt. Dafür nistet er sich in ihrer Villa mit Pool ein, nutzt Kühlschrank, Kreditkarte und Mercedes. Bis er eines Tages in einem Coffee Shop Heather (Margarita Levieva hatte zuletzt eine Nebenrolle in „Adventureland“) erblickt. Die zuckersüße Kellnerin sieht nicht nur blendend aus, sie weckt in dem bis dato so eiskalten und berechnenden Lover Boy ungeahnte Gefühle. Plötzlich träumt der von bourgeoiser Monogamie, einer eigenen Familie, einem geregelten Job. Doch dann stellt sich heraus, dass Heather „beruflich“ das Gleiche macht wie Nikki. Als sie von einem stinkreichen New Yorker einen Heiratsantrag bekommt, ist sie geneigt, dieses einmalige, lukrative Angebot anzunehmen.

    Selbst für eine US-Independent-Produktion geht es in diesem Sex-Drama sowohl in verbaler wie visueller Hinsicht erstaunlich freizügig zur Sache. Nicht zuletzt deshalb hat sich Kutcher in seiner zusätzlichen Funktion als Produzent die Dienste eines europäischen, sprich, wenig prüden Filmemachers gesichert. Der Schotte David Mackenzie, der schon 2003 in „Young Adam“ viel nackte Haut zeigte, lässt denn auch keine Gelegenheit aus, um den blanken Hintern seines Hauptdarstellers ohne Unterlass ins rechte Licht zu rücken. Die Frauen stehen ihm in punkto Hüllenlosigkeit und gewagten Stellungen in nichts nach, OPs an der Vagina werden aber nur erwähnt und auch bei der Intimrasur geht die Kamera auf Distanz. Diese mit reichlich Werbefilmästhetik daherkommenden Schauwerte lassen letztendlich kaum Raum für die Entwicklung der Figuren. Alles bleibt an der Oberfläche, wie die Welt, in der die Protagonisten agieren. Filme wie „Die Reifeprüfung“ werden zwar zitiert - wie etwa das Posing auf der Luftmatratze in gleißendem Sonnenlicht -, bleiben aber ebenso unerreicht wie der Versuch, Richard Geres Erbe als „American Gigolo“, als „Mann für gewisse Stunden“ anzutreten. Zum Abspann eines Films ohne Happy ending wird’s dann noch symbolträchtig - da verschlingt eine hässliche Kröte ganz gemächlich eine weiße Maus. Nun liegt es am Publikum, zu entscheiden, wer nun die Amphibie ist und wer der kleine Nager. lasso.

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