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Tosca

Kinostart: 01.11.2007

Tosca: Aufwändig-opulente Opernverfilmung mit Topinterpreten.

Filmhandlung und Hintergrund

Aufwändig-opulente Opernverfilmung mit Topinterpreten.

Italien um 1800. Maler Mario Cavaradossi wird vom eiskalten Polizeichef Scarpia in Gewahrsam genommen. Um ihren Geliebten aus dem Gefängnis frei zu bekommen, willigt Sängerin Tosca ein, sich Scarpia hinzugeben. Als der Polizeichef sich ihr nähert, ersticht sie ihn. Mario wird währenddessen standrechtlich erschossen - nicht nur zum Schein, wie der Primadonna von Scarpia versprochen.

Italien um 1800. Um ihren Geliebten Mario aus dem Gefängnis frei zu bekommen, willigt Sängerin Tosca ein, sich dem Polizeichef Scarpia hinzugeben. Werkgetreue Leinwand-Adaption von Giacomo Puccinis Oper, in deren Handlung Regisseur Benoît Jacquot Schwarz-Weiß-Dokuaufnahmen von den Gesangsproben und Orchesteraufzeichnungen eingefügt hat.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Tosca: Aufwändig-opulente Opernverfilmung mit Topinterpreten.

    Nach Carl Koch 1942 und Carmine Gallone 1956 hat sich nun Benoît Jacquot an die Verfilmung der weltberühmten Oper Giacomo Puccinis gewagt. Formal brillant und stilsicher adaptiert und in den Titelpartien mit Angela Gheorghiu, Roberto Alagna und Ruggero Raimondi ebenso besetzt, zielt „Tosca“ weniger aufs breite Publikum, sondern bedient vor allem verwöhnte Liebhaber klassischer Musik.

    Wie bereits der Italiener Gallone („Madame Butterfly“, „Rigoletto“), einem Spezialisten auf dem Gebiet des (leichten) Musikfilms, hat sich Regisseur Jacquot („Sade“) bei seiner Leinwand-„Tosca“ nicht weit von der Vorlage entfernt und eigentlich mit einer „Abfilmung“ der populären Oper begnügt. Was zunächst recht abwertend klingt, erweist sich in Wirklichkeit als geradezu spektakulär. Zum einen liegt das an den famosen Stimmen der drei Gesangsstars: Angela Gheorghiu als Tosca, Roberto Alagna als Mario und Ruggero Raimondi - eingefleischte Cineasten kennen ihn bereits als Titelhelden von Joseph Loseys „Don Giovanni“ - als Scarpia, zum anderen an der wunderbaren, digital aufgenommenen Einspielung von Orchester und Chor des Londoner Covent Garden Opera House.

    Zum Inhalt: Italien um 1800. Der Maler Mario Cavaradossi wird vom eiskalten Polizeichef Scarpia in Gewahrsam genommen, weil er einem politischen Flüchtling Unterschlupf gewährt hat. Um ihren Geliebten aus dem Gefängnis frei zu bekommen, willigt die Sängerin Tosca ein, sich Scarpia hinzugeben. Als der Polizeichef sich ihr jedoch nähert, ersticht sie ihn. Mario wird währenddessen standrechtlich erschossen - nicht nur zum Schein, wie der Primadonna von Scarpia versprochen. Verzweifelt stürzt sich Tosca, noch ehe sie von Scarpias Helfer Spoletta verhaftet werden kann, zu Tode.

    Um seine Kinoinszenierung, eine Koproduktion zwischen Frankreich, Italien, Deutschland und Großbritannien, von herkömmlichen Bühnenaufführungen zu unterscheiden, hat sich der renommierte französische Filmemacher verschiedener kleinerer Kunstgriffe bedient. So unterschneidet Jacquot etwa die Handlung immer wieder durch Schwarzweiß-Dokumentaraufnahmen der diversen Musikeinspielungen. Da sieht man zum Beispiel das Orchester bei der Arbeit, den Dirigenten Antonio Pappano, wie er voller Inbrunst seinen Taktstock schwingt, oder die Sänger in Alltagskleidern ihre Arien schmettern. Der Set ist, wie die gesamte Adaption, auf ein Minimum reduziert und das Führungslicht jeweils auf die Sänger gerichtet, was den Zuseher geradezu zwingt, sich der Musik hinzugeben. Das Ergebnis: Eine überaus werkgetreue, sorgfältige Arbeit, die Opernliebhaber sicherlich verzücken wird. Allen anderen, die diesem unbedingt sehenswerten Werk misstrauen, sei mit Benoît Jacquots Worten verraten, worum es eigentlich geht: „‚Tosca‘ ist Oper, ist Italien. Es geht um Sehnsucht, Leidenschaft und Mord. Um eine heißblütige Frau, gleichzeitig Engel und Teufel, die von zwei Männern begehrt wird. Außerdem noch: drei Stimmen, drei Körper. Es wird gesungen - und ich hab’s gefilmt.“ geh.

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