Tom Sawyer Poster

Fakten und Hintergründe zum Film "Tom Sawyer"

Kino.de Redaktion  

Mehr zum Film? Wir haben die wichtigsten Hintergründe und Fakten für Dich gesammelt: detaillierte Inhaltsangaben, Wissenswertes über die Entstehung des Films, ausführliche Produktionsnotizen. Klick rein!

Hermine Huntgeburth über den Film

Es geht um Spaß, Liebe, Freundschaft, Abenteuer, Freiheit, Mut, aber auch Ängste; darum, dass man manchmal einfach abhauen will, um was Eigenes zu erleben; oder darum, wie man sich als Außenseiter fühlt. Mit der Geschichte von Tom Sawyer verbindet man das Lebensgefühl von Kindern ebenso wie ganz allgemein ein großes Freiheitsgefühl, weg von gesellschaftlichen Zwängen. Es ist eine Geschichte, die nicht zu einer bestimmten Zeit in den USA angesiedelt ist, sondern zeitlos gültig und weltweit übergreifend ist, die jungen wie erwachsenen Menschen gut tut. Es kommt im Verlauf der Handlung zu schwerwiegenden moralischen Konflikten, die die Kinder, wie auch die erwachsenen Figuren in TOM SAWYER betreffen. Dabei findet die Geschichte – das ist das Großartige an Mark Twain – immer wieder zu einer humorvollen, augenzwinkernden Betrachtung des Lebens zurück.

Ein Filmstoff, der all das bietet, ist natürlich eine sehr spannende Aufgabe für eine Regisseurin. In der Visualisierung muss er als Kinderfilm einen eigenen Zauber entfalten, eine gewisse Sinnlichkeit übertragen. Man muss Anknüpfungspunkte bieten.

Aspekte, wie z.B. die Außenseiter-Problematik – in den Figuren von Huck Finn und Indianer Joe – oder auch der Umstand, dass Tante Polly allein erziehend ist, sind sehr modern, ohne so zu wirken. Darüber hinaus steht TOM SAWYER durch die zeitlose Allgemeingültigkeit der Geschichte für Wünsche und Ideale, die nicht nur Kindern, sondern auch Erwachsenen wichtig sind. Beide Wunschwelten, die von jung und alt, im Film gleichermaßen zu ihrem Recht kommen zu lassen, stellt den wohl größten Reiz dar.

Der Schlüssel dafür ist die Besetzung, nicht nur der beiden Jungs. Der erste Schritt, nachdem ich zugesagt hatte, TOM SAWYER zu verfilmen, war also, mich mit der Casterin Jacqueline Rietz auf die Suche nach Tom & Huck zu machen. Es war ein sehr aufwändiges Casting, aber wir haben die beiden gefunden: Louis Hofmann, der unser Tom wird, ist mir schon bei „Verlorener Vater“ durch seine intuitive Intelligenz und Natürlichkeit aufgefallen und Leon Seidel verkörpert in meinen Augen Huckleberry Finn mit enormer Lebendigkeit und Authentizität. Wenn sie in ihre Rollen schlüpfen, sehe ich tatsächlich Tom & Huck vor mir. Dass sie privat Nachbarn und eng befreundet sind, hat natürlich im Nachhinein erklärt, warum die Chemie zwischen den beiden auf den ersten Blick so stimmig wirkt.

Der zweite wichtige Schlüssel werden die einzelnen Sets sein. Es gibt wirklich beeindruckende urwaldartige Regionen in Brandenburg und es ist ein großes Glück, dass in Rumänien der „Cold Mountain“-Set stehen geblieben ist. Auf die Dreharbeiten dort freue ich mich besonders.

Zu den Kommentaren

News und Stories

Kommentare