Filmhandlung und Hintergrund

TV-Komödie: Für den ruhebedürftigen Familienvater Mahlström alias Uwe Ochsenknecht droht der alljährliche Ostsse-Urlaub im Chaos zu versinken...

Familie Mahlström will ihren Sommerurlaub wie immer an der Ostsee verbringen. Vater Kurt steht allerdings kurz vor der Entlassung. Er behält die schlechte Nachricht für sich, um den anderen nicht den Urlaub zu verderben. Doch es kommt noch dicker: Die Stammpension ist fest in der Hand einer Gruppe Behinderter, der schleimige Dorfpastor wickelt Kurts Frau Marga um den Finger und Tochter Kati wird flügge. Kurt rastet aus riskiert das Leben eines der Behinderten.

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Kritikerrezensionen

  • Tollpension: TV-Komödie: Für den ruhebedürftigen Familienvater Mahlström alias Uwe Ochsenknecht droht der alljährliche Ostsse-Urlaub im Chaos zu versinken...

    Ein ganz schön diffiziles Thema für eine Komödie: Wie reagiert ein Spießbürger, wenn er sich im Urlaub durch Behinderte belästigt fühlt?

    Familie Mahlström will ihren Sommerurlaub wie immer in den letzten 14 Jahren an der Ostsee verbringen. Doch kurz vor der Abreise hat Vater Kurt (Uwe Ochsenknecht) noch einen Termin mit seinem Banker: Sein Arbeitgeber hat ihm eine Änderungskündigung geschickt, die Druckerei wird womöglich geschlossen, und die Bank hat daraufhin den Dispo gesenkt. Kurt behält die schlechte Nachricht für sich: Er will der Familie nicht den Urlaub verderben. Das besorgen ohnehin andere: Das angestammte Lieblingszimmer mit Meerblick ist irrtümlich schon vergeben; eine Reisegruppe Behinderter hat die Pension fest in ihrer Hand. Das Frühstück will Kurt angesichts des Anblicks dieser „Mitbürger mit beeinträchtigten körperlichen und geistigen Fähigkeiten“, wie er zynisch formuliert, gar nicht mehr schmecken. Er würde ja auf der Stelle ausziehen, doch alle Alternativen sind belegt.

    Und damit nicht genug: Der schleimige Pastor (Hans-Jochen Wagner) wickelt Kurts Frau Marga (Petra Zieser) mit seinem Afrikaprojekt um den Finger und sülzt sie nach allen Regeln der Kunst voll. Und dann wird auch noch Tochter Kati (Nina Szeterlak) flügge: Sie fühlt sich heftig zu Dominik (Jacob Matschenz), dem Betreuer des behinderten Rolf, hingezogen. Da hat Kurt buchstäblich eine Schnapsidee: Mit einer Wette verleitet er Rolf (Bobby Brederlow) dazu, nachts zu einer Boje zu schwimmen. Rechtzeitig wird ihm klar, in welche Gefahr der behinderte Mann dabei geraten kann; er hechtet hinterher und holt ihn aus dem Meer. Doch Dominik, der derweil mit Kai poussiert, bekommt den erhofften Ärger, und während Kurt noch als Held gefeiert wird, reist die Gruppe ab. Die Freude währt allerdings nur kurz, denn natürlich kommt Kurts Gemeinheit raus; und jetzt sind endgültig alle gegen ihn.

    Autorin Anne Müller würzt ihr erstes verfilmtes Drehbuch mit vielen wundervollen Einfällen und Randfiguren. Die Charaktere sind ausnahmslos liebevoll gezeichnet; auch Kurt ist in seiner komischen Verzweiflung ja eher ein Getriebener. Am schönsten aber sind die vielen Details, die immer wieder für Heiterkeit sorgen, ohne die Figuren je bloßzustellen. Bloß die Behinderten kommen in dem von Tim Trageser mit präzisem Timing inszenierten Film etwas zu kurz: Sie sind tatsächlich bloß Mittel zum Zweck, um die Konflikte innerhalb der Familie zum Vorschein zu bringen. Dafür ist Ochsenknecht schlicht grandios. tpg.

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