Tödliche Verbindungen

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   2006
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Filmhandlung und Hintergrund

Tödliche Verbindungen: Bayerische Krimikomödie mit skurrilen Typen und viel Liebe zum (ländlichen) Detail.

Bad Tölz im Frühjahr 1978. Eine alleinstehende Verkäuferin (Karin Steiner) wird tot aufgefunden – sie starb an Blausäurevergiftung. Niemand weiß, wie das Toxin in ihren Körper gelangte. Es gibt weder Hinweise auf ein Verbrechen, noch auf Selbstmord. Der Tölzer Kommissar Walter Degenhardt (Adnan Erten) ermittelt. Ihm wird der Miesbacher Kollege Rio Hartmann (Luky Zappatta) zugeteilt, der eine Affäre mit Zeugin Conny Sageder (Liane Sellerer) beginnt. Einziger Verdacht: Der heimliche Liebhaber des Opfers ist Chemiker.

Mit wenig Geld, aber viel Herzblut haben Edgar Kraus und Markus Kleinhans eine „Mordsgschicht“ aus den 70ern adaptiert. Authentisches Lokalkolorit und der Look dieser Zeit prägen den Krimi, der auf die gleichen Tatortberichte wie „Der Bulle von Tölz“ zurückgreift.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Urkomische drollige bayerische Kriminalkomödie um einen Tamponmord. Mit Laiendarstellern enthusiastisch mit „Monaco Franze“-Flair inszeniert.

    Ins Jahr 1978, als Schlager wie „Er ist wieder da“ oder „Einmal verliebt, immer verliebt“ gegen John Travoltas Discoherrschaft antraten, führt die drollige bayerische Kriminalkomödie, die einen authentischen Fall aufgreift und ähnlich wie die Komödien von Markus H. Rosenmüller („Wer früher stirbt…“) die Provinz liebevoll und putzig zeichnet. In Bad Tölz stirbt Verkäuferin Angelika in der Notaufnahme, eine Obduktion ergibt Blausäure (im Volksmund: Zyankali-)Spuren in ihrem Tampon. Die Spur führt zu ihrem verheirateten Geliebten, der in einer Chemiefabrik in Dachau arbeitet und von dem sie sich trennen wollte. Motiv und Lösung liegen woanders, führen in die erste Szene des Films zurück.

    Edgar Kraus und Markus Kleinhans erzählen den Krimi aus der Sicht eines ungleichen Duos, das dem Polizeirevier aus Helmut Dietls „Monaco Franze“ entsprungen sein könnte. Der Tölzer Kommissar Walter Degenhardt (Adnan Erten), der mit der Redakteurin des „Tölzer Kurier“ ein Verhältnis pflegt, und sein aus Miesbach stammender junger Kollege Rio Hartmann (Lucky Zappatta), der sich mit Angelikas Freundin Conny (Liane Sellerer) einlässt, liefern sich spaßige Dialogduelle. Sie dringen, weil Walter seinem Vornamen Rio (= Rüde in Ohnmacht) alle Ehre macht, tiefer in den Fall ein, als ihnen lieb sein kann. Hoch droben auf dem Berg gibt es schließlich die irre Auflösung.

    Der offensichtliche Enthusiasmus der Laiendarsteller, die spielen wie Profis, und die spürbare Liebe der Macher zum No-Budget-Projekt spiegeln sich auf allen Ebenen des Films wieder. Die 70-er Jahre als Zeit der Terroristenjagd mit dem berühmten Fahndungsplakat als Running Gag, Details wie der silberglänzende Käfer des Kommissars, die Disco „Foxy’s Bunker“, Gerichtsräume, Gefängnis, der Münchner Garten im Herbst, Liebesbriefe mit Schamhaaren und „lauter Schweinereien“, eine Befragung auf dem Dachboden, die Bergwanderung, der Soundtrack mit Bands aus dem Oberland und Dialoge mit viel Alltagswitz, teils zum Totlachen, lassen keine Unterhaltungswünsche offen. ger.

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