Tod einer Freundin

Filmhandlung und Hintergrund

TV-Thriller: Ein bayerisches Dorf im Erdinger Moos wird von einem Serienkiller heimgesucht.

In einer Kleinstadt sind mehrere junge Frauen ermordet worden. Als die Polizei den Postboten verhaftet, scheint der Fall gelöst. Doch während der Mann in U-Haft sitzt, geschieht der nächste Mord. Die Opfer stammen alle aus dem Umfeld von Studentin Tina, die gemeinsam mit ihrem Bruder Sebastian unter einem zynischen Vater leidet. Beide verlieben sich: Tina in den Kommissar, Sebastian in eine junge Altenpflegerin; sie ist das nächste Opfer.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Tod einer Freundin: TV-Thriller: Ein bayerisches Dorf im Erdinger Moos wird von einem Serienkiller heimgesucht.

    Dieser Film passt mit seiner trübsinnigen Stimmung, dem wabernden Nebel und den beschlagenen Autoscheiben perfekt in den November. Es ist ein stiller Thriller, den Diethard Klante (Buch und Regie) erzählt; und das, obwohl es um einen Serienmörder geht. Anders als in vergleichbaren Hollywood-Filmen aber fließt hier praktisch kein Blut, die Inszenierung ist eher distanziert als suggestiv, Kamera und Regie verzichten fast konsequent auf vordergründige Thriller-Elemente; nur die Musik (Dieter Schleip) setzt hin und wieder donnernde Ausrufezeichen.

    Der ruhige Stil passt zur Geschichte, denn die Morde in der Kleinstadt nahe München ereignen sich beinahe beiläufig. Selbst ziemlich unappetitliche Details - der Mörder pflegt die Gliedmaße seiner Opfer abzutrennen - vermittelt Klante fast schonend. Ebenso unspektakulär überführt der ungewöhnlich junge ermittelnde Kommissar Fabian Herzog (Janek Rieke) den Täter. Es ist Postbote Wittmann (Frank Giering), der die jungen Frauen natürlich alle kannte. Als erneut ein Mädchen stirbt, während Wittmann in Untersuchungshaft ist, muss Herzog aber wieder von vorn anfangen. Weitere Verdächtige gibt es genug, zum Beispiel Wittmanns Vater (André Hennicke), der sich seit dem Tod seiner eigenen Tochter vor einigen Jahren sehr merkwürdig benimmt.

    Genauso behutsam wie die kriminalistische Ebene behandelt Klante das zwischenmenschliche Element. Der Polizist verguckt sich ein bisschen in Tina (Katrin Bühring), die beste Freundin des letzten Opfers. Der Zynismus des Vaters (Manfred Zapatka) hat dafür gesorgt, dass Tina und ihr Bruder Sebastian (Devid Striesow) eng zusammen gerückt sind. Sebastian kümmert sich auffallend liebevoll um seine Schwester, hat aber auch ein Auge auf Altenpflegerin Babsi (Johanna Klante) geworfen; ausgerechnet sie wird das nächste Opfer des Mörders.

    Klantes zurückhaltend inszenierter Film lebt von den namhaften Darstellern, die sich selbst für kurze Auftritte nicht zu schade waren (neben den Genannten noch Robert Giggenbach und Franziska Walser), sowie von Achim Poulheims kunstvoller Bildgestaltung. Manche Einstellungen sehen aus wie eine Hommage an die Gemälde von Edward Hopper, in anderen hat Poulheim für fast schon jenseitig schöne Lichtverhältnisse gesorgt. Gerade die Nebelszenen sind ungemein stimmungsvoll. Sehenswert ist der Film jedoch nur, wenn man bereit ist, sich an diesen Bildern und den Schauspielern zu erfreuen. Für einen Krimi ist „Tod einer Freundin“ entschieden zu spannungsarm, weshalb das plakative Ende im Stil eines Horrorfilms à la „Freitag der 13.“ erst recht unangemessen wirkt. tpg.

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