To Wong Foo, Thanks for Everything! Julie Newmar

  1. Ø 0
   1995
To Wong Foo, Thanks for Everything! Julie Newmar Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Für die Transvestiten Noxeema und Vida geht ein Traum in Erfüllung, als sie bei einem Drag-Contest als Sieger hervorgehen. Der Preis: zwei Tickets nach Hollywood. Die beiden Herren Damen tauschen die Tickets gegen einen Cadillac, um auch Drag-Frischling Chi-Chi mitnehmen zu können. In einer Kleinstadt bricht der Wagen zusammen.

Vida Boheme und Noxeema Jackson nehmen an einem Drag-Queen-Wettbewerb teil, der sie direkt nach Hollywood zur Endausscheidung des Landes führen soll. Der erste Preis ist eine Flugreise in die Stadt der Träume. Die beiden gewinnen, aber noch bevor sie den Flughafen erreichen, lernen sie die verzweifelte Chi Chi Rodriguez kennen. Um sie mitnehmen zu können, tauschen sie das Flugticket gegen ein Auto ein. Auf ihrer Reise quer durch die USA müssen sie in einem Provinznest rasten, was die Rednecks in helle Aufregung versetzt.

Beim Drag-Contest gewinnen Noxeema und Vida zwei Tickets nach Hollywood. Mit Frischling Chi-Chi machen sie sich auf die Piste und landen erst einmal in einem Provinznest. Hollywoods Antwort auf „Priscilla – Königin der Wüste“.

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • Das hinreißende australische Transvestiten-Roadmovie „Priscilla – Königin der Wüste“ erwies sich als einer der Überraschungshit des letzten Jahres und wurde für seine extravaganten, phantasievollen Kostüme mit einem Oscar ausgezeichnet. Die von Beeban Kidron („Die Herbstzeitlosen“) mit einem Budget von 30 Mio. Dollar routiniert inszenierte Drag-Queen- Komödie „To Wong Foo, Thanks For Everything! Julie Newmar“ weist bezeichnende Parallelen auf, gibt sich in punkto der Outfits und des Disco-Soundtracks jedoch nicht ganz so exaltiert wie das Vorbild von Down Under. Dafür wurden als besonderer (und haar(teil)scharf funktionierender) Gag Actionstar Wesley Snipes („Drop Zone“), „Dirty Dancer“ Patrick Swayze und der hispanischen Stand-Up-Komiker John Leguizamo („Super Mario Bros.“) als glamouröse Transvestiten 180 Grad gegen ihre üblichen Images besetzt. Ausstaffiert mit wilden Perücken, schichtenweise schrillem Make-Up, formvollendender Unterwäsche, hochhackigen Pumps und heißen Fummeln kauft man ihnen provozierendes Hüftwackeln und unschuldigen Augenaufschlag ohne weiteres ab. Nicht ganz so frech fiel die Handlung der Cross-Dressing-Komödie aus. Um als familienfreundliches Amblin-Entertainment durchzugehen, kämmte man das einstige Tabuthema in bester Hollywood-Manier asexuell sauber und botschaftsbeladen. Die klassisch-kokette Vida Boheme (Swayze gibt eine bravouröse Performance) und die auf hautengen 70s-Look abonnierte Noxeema Jackson (Snipes ist unerwartet souverän) teilen sich den ersten Preis des jährlichen Transvestiten-Schönheitswettbewerbs in New York. Ihre gewonnenen Flugtickets nach Hollywood tauschen sie gegen ein 1967er Cadillac-Cabriolet ein, damit sie Chi Chi Rodriguez (Leguizamo imitiert die nervtötende Quasseltante Rosie Perez) mitnehmen können. Sie bedarf dringend modisches und moralisches Geleit, ist sie zunächst doch nur „ein Junge in einem Kleid“, ohne Stil und Ehrenkodex. Nach kurzer „Thelma & Louise“-artiger Roadmovie- Sequenz gibt das Mobil der Herren Damen den Geist auf und sie versetzen das gottverlassenes Nest Snydersville im Mittleren Westen mit ihrer Präsenz in helle Aufregung. Drehbuchnovize Douglas Carter Beane legt seinem Trinen-Trio clever-coole Dialoge in die tiefrot geschminkten Münder und läßt sie in kleinen Episoden ihr gutes Herz unter Beweis stellen: Sie erteilen einem gewalttätigen Ehemann und anderen Rüpeln handfeste Lektionen und bringen farbenfrohen Esprit und Elan in das triste Leben der Dorffrauen. Kurz: Sie erweitern den Horizont der Provinzler um liberale Lichtjahre. Chris Penn hat einen Auftritt als reaktionärer Brutalo-Cop, des weiteren sind in prägnanten Cameos Robin Williams, Drag-Superstar RuPaul, Naomi Campbell und Schwulen-Ikone Julie Newmar (der komplizierte Originaltitel rührt von ihrem Autogramm, das die drei als Glücksbringer mitnehmen) zu sehen. Gerade die verschämte Zurückhaltung macht aus „To Wong Foo…“ eine amüsante Mainstream-Familienkomödie mit leisen melodramatischen Untertönen, die sich auch in deutschen Kinos zur Klamaukkönigin mausern könnte. ara.

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