Filmhandlung und Hintergrund

Kindgerechte Aufarbeitung der Sage mit 3D-Animation, in der der tölpelhafte Thor dem Bösen mit seinem sprechenden Hammer Einhalt gebietet.

Der tölpelhafte Bauernjunge Thor leidet darunter, dass sich sein Vater Odin, Gott aller Götter, vorzugsweise mit Freya, Göttin der Liebe, in Walhalla vergnügt, anstatt sich um seinen Sohn zu kümmern. Als Thor durch Zufall in den Besitz eines Hammers kommt, der nicht nur sprechen kann, sondern auch magische Kräfte besitzt, avanciert der liebenswerte Verlierer nach und nach zum strahlenden Helden, der es versteht, der Macht des Bösen in Gestalt der hässlichen Unterwelthexe Hel Einhalt zu gebieten.

Mit Hilfe eines Hammers mit Zauberkräften avanciert ein Bauerntölpel zum Superhelden. Kindgerechte Aufarbeitung des nordischen Sagenstoffes, der humorvoll und actionreich erzählt wird.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Der isländische Animationsfilm "Thor - Ein hammermäßiges Abenteuer" präsentiert Figuren und Themen der nordischen Mythologie in kindgerechter Form. Der jugendliche Held ist ein ziemlicher Tollpatsch, wie auch der gesamte Streifzug durch die Sagenwelt eher lustig als respektvoll ausfällt. Viele Figuren sind in der Inszenierung von Óskar Jónasson ("Reykjavik - Rotterdam"), Gunnar Karlsson und Toby Genkel ("Werner - Gekotzt wird später!", "Das doppelte Lottchen") optisch zu Karikaturen überzeichnet. Aber, von Hel und den Riesen abgesehen, sind sie alle trotzdem recht liebenswert.

      Dem Donnergott fehlt alles Furchterregende. Thor ist ein guter Junge, der sich nicht von den anderen Dorfbewohnern unterscheidet. Anders als seine kleine Freundin Edda hat er jedoch mehr Mut als Verstand. Die anderen männlichen Charaktere sind noch viel weniger schmeichelhaft geraten: Der alte Odin zum Beispiel wäre ohne den Rat seiner Göttin Freya ziemlich aufgeschmissen. Im aufziehenden Kampf der Mächte um die Weltherrschaft erweist sich eine Eigenschaft Thors von Vorteil, die Odin für eine typisch menschliche Schwäche hält: sein großes Herz.

      Um diese Kernaussage baut der 3D-Film eine turbulente Action, die sich in drei verschiedenen Welten abspielt: in der Walhalla hoch oben in den Wolken, der schaurig kalten Unterwelt und Thors Heimatdorf auf der Erde. Jede Landschaft hebt sich markant von den anderen ab und bietet interessante Details. Zum Beispiel dass der Pförtner der Walhalla eine Brücke durch die Lüfte auslegt, wenn verstorbene Krieger einziehen wollen. Die visuelle Atmosphäre wird jedoch am stärksten von den skurrilen Figuren geprägt. Sie stehen dem Comicstil viel näher als der niedlichen Animation vieler Kinderfilme. Der sprechende Hammer, der sogar ein Gesicht hat, wirkt jedoch ziemlich albern. Auch sonst erzeugt die Komik gelegentlich einen bemühten Eindruck.

      Fazit: Der Animationsfilm "Thor - Ein hammermäßiges Abenteuer" verwandelt die nordische Sagenwelt in kindgerechte Action mit skurril gezeichneten Figuren.
    2. Thor - Ein hammermäßiges Abenteuer: Kindgerechte Aufarbeitung der Sage mit 3D-Animation, in der der tölpelhafte Thor dem Bösen mit seinem sprechenden Hammer Einhalt gebietet.

      Die animierte Action-Komödie in zeitgemäßem, wenn auch unspektakulärem 3D hilft dem Nachwuchs mit hohem Fun-Faktor in Sachen nordische Sagenwelten auf die Sprünge.

      Jetzt haben auch die ganz kleinen Kinozuschauer die Chance, in die aufregende Welt der nordischen Sagen einzutauchen. Wie der Untertitel „ein hammermäßiges Abenteuer“ schon erahnen lässt, handelt es sich bei dieser neuen Ausgabe von „Thor“ allerdings um eine mit kindgerechter Action angereicherte, komödiantische Variante, die obendrein mit dreidimensionaler Animationstechnik daherkommt. Die Macher dieser deutsch-irisch-isländischen Produktion, zu denen auch Toby Genkel („Werner – Gekotzt wird später“) zählt, etablieren Thor als sympathisch-tölpelhaften Bauernjungen, der darunter leidet, dass sich sein Vater, niemand geringerer als Odin, Gott der Götter, vorzugsweise mit Liebesgöttin Freya in Walhalla vergnügt, anstatt sich um seinen Sohn zu kümmern. Als Thor dann per Zufall in den Besitz eines magischen Hammers gerät, mausert sich dieser nach und nach vom bemitleidenswerten Loser zum strahlenden Helden, der es versteht, der Macht des Bösen in Gestalt der hässlichen Unterwelthexe Hel Einhalt zu gebieten. Für Jungen und Mädchen im Grundschulalter macht sicherlich der sprechende Hammer, der aussieht wie ein dicker Wurm mit Goldüberzug, ein Großteil des Filmvergnügens aus. Allerdings hat das Werkzeug eindeutig seine Stärken, wenn es fliegt und weniger in der Kommunikation. Weil dieser „Thor“ grundsätzlich sehr dialoglastig ist, kommen die 3D-Effekte zu kurz, überzeugen aber in den entsprechenden Sequenzen, wenn etwa Thor mit Freundin Edda auf der Ziegenkutsche durch die Wolken düst. Das erinnert an den Rentierschlitten aus „Niko“, was nicht verwundert, zeichnet doch Emely Christians mit ihrer Firma Ulysses als (ausführende) Produzentin verantwortlich, die auch schon die beiden Rentier-Animationsabenteuer realisierte. Optisch setzen die Macher weniger auf Fotorealismus als auf einfache, plakative Strukturen. Die Eislandschaft wirkt wie Pappmaschee und das Wasser wie schwarze Watte, während die Figuren ganz bewusst als Karikaturen ihrer berühmten Vorbilder angelegt sind. Für Lacher sorgen tumbe Riesen mit seltsamen Furzfeuerspielen, anzüglich wird es mit Hel, die ihre Hängebrüste in der Rüstung kaum verbergen kann, und Mitleid entwickelt man mit dem bösen Wolf, der wie eine ausgewachsene Variante von Scrat aus „Ice Age“ aussieht und nicht pinkeln kann, wenn ihm jemand dabei zuschaut. In Sachen Komik kann „Thor“ also immer wieder punkten und so auf spielerische Weise in kompakten 85 Minuten dem Nachwuchs ein bisschen nordische Mythologie näher bringen. lasso.
    3. „Wertvoll”

        In einem kleinen Dorf lebt der junge Thor als Schmied, zusammen mit seiner Mutter. Seinen Vater Odin hat Thor nie kennengelernt, doch ist dieser ja schließlich auch ein Gott und hat in Walhalla genug zu tun. Und dabei würde Thor so gerne wie sein Vater kämpfen und nicht als Schmied seine Zeit verschwenden. Als eines Tages die Riesen das Dorf angreifen und ein sprechender Hammer in Thors Hände fällt, macht sich dieser, zusammen mit seiner besten Freundin Edda, auf, um in ein aufregendes Abenteuer zu starten. Das Thema von THOR ist, wie der Titel schon verrät, die nordische Sagenwelt, mit all ihren Göttern, Mythen und abenteuerlichen Geschichten. Dass hier keine amerikanische Produktionsfirma beteiligt ist, sondern der Zuschauer eine isländisch-irisch-deutsche Koproduktion vor sich sieht, passt zur angemessenen Umsetzung des Themas. Gerade jüngere Zuschauer bekommen kindgerecht aufbereitetes Wissen vermittelt, mit einiger rasanter Action, ohne Langeweile und erhobenen Zeigefinger. Keine Figur ist anderen überlegen und gerade Thor ist ein sympathischer Antiheld, der erst noch lernen muss, in seine Rolle als Halbgott hineinzuwachsen. Die nordische Sagenwelt als unterhaltsame und lehrreiche Animation. Gerade für jüngere Zuschauer ein wirklich hammermäßiger Spaß.

        Jurybegründung:

        In dieser Adaption einer aus den nordischen Mythen entstammenden Geschichte aus dem 13. Jahrhundert ist das Personal radikal modernisiert worden. Der Held Thor ist ein ungestümer Teenager, der statt als Schmied zu arbeiten, lieber ein kämpferischer Held sein will. Er hat eine tapfere alleinerziehende Mutter, da er vom Gott Odin gezeugt wurde und dieser sich auf Valhalla nicht weiter um seinen irdischen Sohn kümmert. Odins Gefährtin Freya entspricht dem heutigen Typ einer attraktiven Powerfrau (also keine Walküre sondern eher einer von Charlies Engeln). Der magische Hammer ist ein sprechender komischer Kumpel und das Gespenst des Alterns humpelt gestützt auf ein Krückgestell aus unseren Tagen umher. Diese Rundumerneuerung gefällt nicht jedem, und in der Jury gab es eine Minderheit, die dem Film jeden positive Bewertung absprach, doch wenn man sich auf diese genau auf das junge Zielpublikum zugeschnittene Animation einlassen kann, überzeugt sie durch eine flotte, bunte und zu Teil sehr komische Animation und durch eine Reihe von amüsanten Drehbuchideen. So etwa jene, dass die Nahrungsmittel, die die Menschen Odin und den anderen Göttern opfern, direkt in den Öfen von dessen Küche landen, und dass die Götter hungern müssen, wenn die Menschen nichts mehr opfern können, weil sie von den Riesen der Königin Hel in die Unterwelt verschleppt wurden. Deren Höllenhund knurrt zwar Thor bedrohlich an, holt dann aber brav das von ihm geworfene Stöckchen. Auch hierbei wird geschickt mit der Fallhöhe zwischen den mythischen Figuren und ihrem allzu menschlichen (oder in diesem Fall tierischen) Verhalten gespielt. Die Geschichte von Thor, der mit Hilfe des magischen Hammers die zu Eisblöcken erstarrten Menschen wieder auftaut und schließlich seinen Vater und ganz Valhalla vor dem Angriff der eisigen Gegner rettet, ist im Stil einer Coming of Age Geschichte erzählt, und da darf natürlich auch eine erste Freundin für ihn namens Edda nicht fehlen. Diese ist übrigens, wie alle anderen weiblichen Figuren mit Ausnahme der geifernden Hexe, durchweg positiv gezeichnet, während die männlichen Figuren durchweg eher liebenswert trottelig wirken. Der Film ist auch für ein jüngeres Publikum geeignet, weil er nie zu aufregend wird und für ein Heldenepos erstaunlich gewaltfrei ist. Da verliert zwar mal ein Krieger seinen Kopf, aber der plappert lustig weiter, während er auf der Himmelsbrücke ins Valhalla wandert.

        Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

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