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„Völlig irre“: Mega-Version von „Thor 4“ ist laut Marvel-Star „eine Ansammlung des Wahnsinns“

„Völlig irre“: Mega-Version von „Thor 4“ ist laut Marvel-Star „eine Ansammlung des Wahnsinns“
© Disney

„Thor: Love and Thunder“ fällt für aktuelle MCU-Verhältnisse überraschend kurz aus. Doch offenbar hätte es einige weitere Szenen gegeben, um den Film auf eine epische Länge zu bringen.

Poster

Thor 4: Love and Thunder

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Gerade einmal 119 Minuten lang unterhält uns „Thor: Love and Thunder“ in den Kinosälen. Das ist zwar eine ordentliche Blockbuster-Länge, für Fans des Marvel Cinematic Universe (MCU) aber quasi ein kurzes Vergnügen. Nach Titeln wie „Avengers: Endgame“, „The Eternals“ und „Spider-Man: No Way Home“ hatte man sich schon fast an Laufzeiten von 150 bis 180 Minuten gewöhnt. Wenn ihr von „No Way Home“ nicht genug bekommt, solltet ihr die 80 Minuten Bonus-Material übrigens nicht verpassen:

„Spider-Man: No Way Home“ mit etlichen Extras gibt es bei Amazon auf Blu-ray und DVD

Theoretisch hätte „Thor: Love and Thunder“ jedoch selbst diese Marvel-Epen übertreffen können, wenn es die Verantwortlichen darauf angelegt hätten. Denn im Gespräch mit Collider verrieten Regisseur Taika Waititi und Thor-Darsteller Chris Hemsworth, dass es ursprünglich mal eine vierstündige Version des Marvel-Films gab. Anstelle des kürzesten MCU-Films der letzten vier Jahre hätte „Thor: Love and Thunder“ theoretisch also der längste Film im gesamten Franchise werden können.

Eine wirklich realistische Option war das aber sicherlich nie. Hemsworth und Waititi erklärten schließlich auch, warum die gigantische Version des Films nicht funktionierte, denn offenbar steckte sie voller einzelner Witze, durch die allerdings keine zusammenhängende Geschichte erzählt werden konnte. Ohne diese emotionale Basis hätte das Werk kaum ins MCU gepasst, denn wie sie anmerkten, wirkte die Vier-Stunden-Variante eher wie eine Sketch-Sammlung von Monty Python. Lustige Momente am Fließband erwarten euch auch im folgenden Video:

Lange „Thor 4“-Version war „eine Ansammlung des Wahnsinns“

Laut Waititi drehten sie viele Szenen, bei denen sie dachten: „Das ist das Beste, was jemals jemand gefilmt hat in der Geschichte der gefilmten Sachen“, doch nach über sechs Monaten in der Überarbeitung dachten sie sich oftmals, dass der Moment während des Drehs Spaß gemacht habe, aber keine Berechtigung hat, im Film zu sein. Hemsworth, der die überlange Fassung sah, merkte auch an, dass er das nicht einmal als Film bezeichnen würde. Auf Waititis Vorschlag, dass man es eine Ansammlung nennen könne, meinte Hemsworth vielsagend: „Eine Ansammlung des Wahnsinns.“ Laut dem Regisseur lässt diese Version mehrfach die Geschichte links liegen und erzählt einfach für zehn bis 15 Minuten einen Witz nach dem anderen.

Entsprechend dürfen wir uns trotzdem auf einige der gelöschten Szenen freuen, wenn „Thor: Love and Thunder“ auf DVD und Blu-ray beziehungsweise bei Disney+ im Stream startet. Hemsworth bezeichnete die vierstündige Version nicht ohne Grund als „völlig irre“ und wer „Thor: Tag der Entscheidung“ gesehen hat und den Humor von Taika Waititi kennt, weiß, was uns hier erwarten dürfte. Immerhin bewies der neuseeländische Filmmacher unter anderem mit seiner fantastischen Fake-Vampir-Doku „5 Zimmer Küche Sarg“, dass er weiß, wie man die Lachmuskeln strapaziert. Falls ihr die Komödie noch nicht gesehen habt, könnt ihr dieses Versäumnis bei Amazon Prime Video nachholen.

Wer hingegen auf den vierstündigen Extended Cut hofft, kann wohl lange warten. Waititi merkte an, dass es ermüdend sei, solch eine lange Version wirklich so zu erstellen, dass man sie veröffentlichen könne. Er strebe nicht danach, die geschnittenen Momente in diesem Ausmaß erneut sehen zu müssen. Der Film habe seiner Ansicht nach jetzt eine gute Struktur, die er nicht durch überlange Szenen zerstören wolle. Das wäre seiner Meinung nach als würde „eine Gruppe Soldaten mit irgendwelchen französischen Leuten auf einem Schiff zu Abend essen“, was ein netter Seitenhieb gegen die längeren Versionen des Vietnamkriegsepos „Apocalypse Now“ ist. Denn auch wenn die längeren Fassungen des Films von den meisten bevorzugt werden, ist gerade die erwähnte Bootsszene für viele zu viel des Guten.

Entsprechend dürft ihr euch seit dem 6. Juli 2022 in den deutschen Kinos über die entschlackte Version von „Thor: Love and Thunder“ freuen. Und ein paar Monate später schaffen es dann sicherlich einige der gelöschten Szenen an die Öffentlichkeit; auch wenn es vermutlich nicht an das vierstündige Monthy-Python-Thor-Sketch-Feuerwerk heranreichen wird…

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