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This Prison Where I Live

Kinostart: 21.10.2010

This Prison Where I Live im Stream

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Filmhandlung und Hintergrund

Doku über den birmanischen Künstler Zarganar, der zu 59 Jahren Haft - die Strafe wurde zwischenzeitlich auf 35 Jahre reduziert - verurteilt wurde, weil er Witze über das Regime seines Landes erzählte.

Zarganar ist der bekannteste Komiker Burmas. Doch in einem Land, dessen Bürger seit Jahrzehnten von einer brutalen Militärjunta unterdrückt und mundtot gemacht werden, kann das Reißen von Witzen lebensgefährlich sein. Das musste Zarganar am eigenen Leib erfahren, als er 2007, ohnehin mit einem Berufsverbot belegt, dem britischen Dokumentarfilmer Rex Bloomstein ein Interview gab, in dem er die Situation anprangerte. Daraufhin wurde er zu 35 Jahre Gefängnis verurteilt.

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Kritikerrezensionen

  • This Prison Where I Live: Doku über den birmanischen Künstler Zarganar, der zu 59 Jahren Haft - die Strafe wurde zwischenzeitlich auf 35 Jahre reduziert - verurteilt wurde, weil er Witze über das Regime seines Landes erzählte.

    Doku über das Schicksal des birmanischen Comedians Zarganar, der vom Regime zu einer absurden Haftstrafe verurteilt wurde. Michael Mittermeier engagiert sich für ihn.

    Witze können gefährlich sein - besonders, wenn Diktatoren keinen Spaß verstehen. So geschah es im südostasiatischen Burma, wo seit Jahrzehnten eine Militärjunta das Volk unterdrückt. 2007 schossen die Soldaten die Saffron-Revolution der Mönche kaltblütig nieder und als ein Jahr darauf Zyklon Nargis Hunderttausende tötete, halfen die Machthaber nicht. Der bekannteste Künstler des Königreiches, Zarganar, ohnedies schon mit Berufsverbot belegt, gab darüber ein Interview. Daraufhin verurteilten ihn die Herrscher zu absurden 59 Jahren Gefängnis. Die wurden zwar auf 35 Jahre verkürzt - angesichts unmenschlicher Haftbedingungen kommt es dennoch einem Todesurteil gleich.

    Das betreffende Interview führte damals der britische Dokumentarist Rex Bloomstein, ein renommierter Verfechter von Menschenrechten, der bei uns leider - außer der Mauthausen-Doku „KZ“ - noch ein Unbekannter ist. Das Gespräch fand im Rahmen einer Recherche-Reise zu einem Projekt über den Zustand der Meinungsfreiheit weltweit statt. Im Voice Over gibt Bloomstein reportagehaft eine kurze Rekapitulation der jüngsten birmanischen Geschichte. Es sind traurige Kapitel, denen mit den bislang letzten Filmaufnahmen des Filmemachers, Publizisten und Satirikers Zarganar nun ein weiteres anhängt.

    Und damit kommt Michael Mittermeier, einer der erfolgreichsten deutschen Komiker ins Spiel. Der Stand-Up-Comedian engagierte sich bereits geraume Zeit für das Land und erfuhr durch Bloomstein von dem Schicksal Zarganars. Aus Bewunderung für dessen furchtlose Auftritte und eingedenk der deutschen Vergangenheit, entschloss sich Mittermeier nach Sichtung des Materials, für den Kollegen einzutreten und gemeinsam mit Bloomstein undercover nach Burma zu reisen, um Kontakt aufzunehmen.

    Ist der erste Teil des Films noch ein Porträt Zarganars, den man als bescheidenen, friedliebenden Künstler, der bereits Folter und fünf Jahre Isolationshaft überstanden hat, anhand von Archivaufnahmen kennen lernt, wird der zweite zu einer hautnahen Begegnung mit einer totalitären Überwachungsdiktatur. Denn der Versuch der sich als Touristen ausgebenden Männer, Freunde zu interviewen und Zarganar zu treffen, sind in einem System der Angst, wo ein dichtes Spitzel-Netz die Bürger einschüchtert, unmöglich. So wird die für Mittermeier frustrierende Erfahrung der Hilflosigkeit auch zu einem Porträt über ihn selbst auf der Suche nach einem Vorbild, das er nie persönlich kennen lernen wird. Wenn er in Zarganars verlassener Wohnung steht und verkündet, das Sprachrohr des verstummten Künstlers zu werden, wirkt der Appell an die Freiheit am intensivsten. tk.
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