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Berlinale: Goldener Bär für "Tropa de elite"

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There Will Be Blood Poster

Die 58. Internationalen Filmfestspiele Berlin erreichten mit der Preisverleihung am Samstag, 16. Februar, ihren Abschluß. Mit 1.600 geladenen Gästen wurden feierlich von Jurypräsident Costa-Gavras und Festivaldirektor Dieter Kosslick die Hauptpreise des Festivals überreicht. Den Goldenen Bären gewinnt in diesem Jahr José Padilha (Regie) und Marcos Prado (Produzent) für den brasilianischen Film „Tropa de elite“. In seinem Spielfilmdebüt erzählt Regisseur José Padilha vom brutalen Kampf einer Spezial-Einheit der Polizei gegen die Drogenmafia in Rio. Den Silbernen Bären erhielt die Dokumentation „Standard Operating Procedure“ von Errol Morris. Für die Beste Regie erhielt Paul Thomas Anderson für „There Will Be Blood“ den Silbernen Bären.

Weitere Silberne Bären werden für die beste Darstellerin die Britin Sally Hawkins für ihre Rolle in Mike Leighs Komödie „Happy-Go-Lucky“ und Reza Najie als bester Darsteller in dem iranischen Film „Avaze Gonjeshk-ha“ vergeben. Für eine herausragende künstlerische Leistung (Musik) wurde Jonny Greenwood für „There Will Be Blood“ mit einem silbernen Bären ausgezeichnet. Für das beste Drehbuch erhielt Wang Xiaoshuai für „Zuo You“ die Auszeichnung. Der deutsche Favorit „Kirschblüten - Hanami“ von Doris Dörre ging leider leer aus.

Den 10. PanoramaPublikumsPreis, den Bronzenen Bären 2008, gewinnt „Lemon Tree“ von Regisseur Eran Riklis. Die offizielle Preisverleihung findet am Publikumstag, Sonntag, den 17. Februar um 17 Uhr im Kino 7 des CinemaxX am Potsdamer Platz statt. Die Sektion „Panorama“ präsentierte in diesem Jahr 52 Produktionen, davon 19 Dokumentationen.

Die Kinderjury vergab für die Sektion „Generation Kplus“ den Gläsernen Bären für den besten Spielfilm an „Buddha zerfiel vor Scham“ von Hana Makhmalbaf, als bester Kurzfilm wurde „Nana“ von Warwick Thornton ausgezeichnet. In der Sektion „Generation 14plus“ erhielt den Gläsernen Bären für den besten Spielfilm „The Black Balloon“ von Elissa Down, für den besten Kurzfilm wurde „Café com Leite“ von Daniel Ribeiro mit einen Gläsernen Bären ausgezeichnet. Eine Lobende Erwähnung erhielt der Animationsfilm „Sita Sings the Blues“ von Nina Paley, „Die zehn Leben der Titanic“ von Grethe Bøe, sowie die Kurzfilme „Take 3“ von Roseanne Liang und „Der Neue“ von Steph Green.

In der Kategorie „Perspektive Deutsches Kino“ gewinnt der Film „Drifter“ von Sebastian Heidinger die Auszeichnung „Dialogue en perspective“, mit einer lobenden Erwähnung wird der Kurzfilm „Lostage“ geehrt. Den Alfred-Bauer-Preis 2008 erhielt „Lake Tahoe“ von Fernando Eimbcke.Den Preis für den Besten Erstlingsfilm erhielt „Asyl - Park and Love Hotel“ von Kumasaka Izuru. Den Preis der Ökumenischen Jury ging an „Il y a longtemps que je t’aime“ von Philippe Claudel. Im Bereich „Berlinale Shorts“ wurde mit dem Goldenen Bären der Kurzfilm „O zi buna de plaja“ von Bogdan Mustata ausgezeichnet. Den Silbernen Bären erhielt „Udedh bun“ von Siddharth Sinha, den Prix UIP ging an „Frankie“ von Darren Thornton und der DAAD Kurzfilmpreis erhielt „B teme“ von Olga Popova.

Den goldenen Ehrenbär 2008 erhielt in diesem Jahr der renommierte italienische Regisseur Francesco Rosi für sein Lebenswerk.

Der Abschlussfilm in diesem Jahr ist Michel Gondrys US-Komödie „Be Kind Rewind“ mit Jack Black, Danny Glover, Sigourney Weaver und Mos Def, der am 3. April 2008 in den deutschen Kinos anläuft.

Bilanz
Nach dem fulminanten Auftakt mit den Rolling Stones und Meister-Regisseur Martin Scorsese am 7. Februar 2008 wurden in den vergangenen elf Tagen weitere 383 Filme in insgesamt 1.256 Vorführungen gezeigt. Zu den begehrtesten Progamm-Highlights beim Publikum gehörten Martin Scorseses „Shine a Light“, Madonnas Regie-Debüt „Filth and Wisdom“, „Om Shanti Om“ mit Bollywood-Megastar Shah Rukh Khan sowie „Die Schwester der Königin“ mit Natalie Portman, Scarlett Johansson und Eric Bana in den Hauptrollen. Das Interesse an der Berlinale 2008 war insgesamt seitens der Fachbesucher als auch des Publikums größer denn je: Mehr als 20.000 Akkreditierte aus 125 Ländern, darunter 4.200 Journalisten, kamen zum Festival. Rund 430.000 Kinobesuche fanden bei den 58. Internationalen Filmfestspielen Berlin statt, davon gingen rund 230.000 Tickets ans Publikum. Für das Publikum gibt es am Sonntag, 17. Februar, erneut eine Zugabe: Zahlreiche Festivalfilme aus den verschiedenen Sektionen werden am Berlinale Kinotag nochmals gezeigt.

„Dies war eine Berlinale der Musik, der großen Emotionen und großartiger Künstler. Der Groove war gut und Berlin war dieses Jahr nicht kalt sondern cool“, kommentiert Festivaldirektor Dieter Kosslick.

Die 59. Internationalen Filmfestspiele Berlin finden vom 5. bis zum 15. Februar 2009 statt.

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