Für Links auf dieser Seite erhält kino.de ggf. eine Provision vom Händler, z.B. für mit oder blauer Unterstreichung gekennzeichnete. Mehr Infos.
  1. Kino.de
  2. Filme
  3. Themba
  4. Fakten und Hintergründe zum Film "Themba"

Fakten und Hintergründe zum Film "Themba"

Kino.de Redaktion |

Themba Poster

Mehr zum Film? Wir haben die wichtigsten Hintergründe und Fakten für Dich gesammelt: detaillierte Inhaltsangaben, Wissenswertes über die Entstehung des Films, ausführliche Produktionsnotizen. Klick rein!

Interview mit Jens Lehmann

Wie kam es zu Ihrer Mitwirkung in dem Kinospielfilm Themba?

Jens Lehmann: „Mein Agent Martin Krug (Agentur Krug Mediapool) hat mich gefragt, ob ich Interesse hätte, nachdem er mir das Buch „Themba“ gegeben hat. Die Geschichte fand ich spannend und habe zugesagt. “

Waren Sie vor dem Beginn der Dreharbeiten nervös?

Jens Lehmann: „Ja, ein wenig, da ich ja noch nie als Schauspieler gearbeitet habe.“

Was hat Sie an Ihrer Rolle als Trainer von Ajax Kapstadt, John Jacobs, fasziniert?

Jens Lehmann: „Ich kenne die Arbeit als Trainer aus meinem Beruf, da ich 30 Jahre lang Trainer beobachtet und somit kennen gelernt habe. Das zu spielen war dann gar nicht mehr so schwierig.“

Die Geschichte des jungen Fußballtalents Themba verbindet die glamouröse Fußballwelt und die gravierende Diagnose HIV-positiv würde ein Nachwuchsspieler in Deutschland sich so öffentlich äußern oder sollte er es überhaupt?

Jens Lehmann: „In Deutschland hätte ein Spieler, der seine Krankheit bekannt geben würde, sicherlich ebenfalls größte Schwierigkeiten, weiterhin Fußball zu spielen. Hier ist die Distanz zu der Krankheit auch wesentlich größer als in Südafrika, da einfach weniger Menschen davon betroffen sind. Insofern rate ich, erst einmal andere Wege zu gehen, als sich sofort in der Öffentlichkeit zu der Krankheit zu bekennen.“

Statement der Produzenten

Michael Souvignier von Zeitsprung: „Als Produzent habe ich mich schon immer in der Rolle gesehen, besonders ergreifende, wahre Geschichten zu erzählen und diese in bewegte Bilder umzusetzen. Da man als Produzent die Verantwortung für das „was man zeigt“ trägt, bin ich bei der Auswahl der Geschichten besonders auf deren Echtheit bedacht. Dieses Anliegen konnten wir bereits bei „Das Wunder von Lengende“ und „Contergan“, sowie bei dem aktuellen Film „Frau Böhm sagt Nein“ umsetzen, die ein breites Publikum begeisterten.

Hierbei ist mir nicht nur wichtig, die allgemeine Aufmerksamkeit auf brisante Themen zu lenken, sondern den Sinn der Menschen für die Welt und deren Missstände zu sensibilisieren. Südafrika ist ein wunderbares Land und hat doch mit Gewalt und der Krankheit HIV zu kämpfen. Dieser Film hat das Potential im Zuge der Weltmeisterschaft 2010 auf positive Weise die Menschen wach zu rütteln.

Als ich zum ersten Mal die Geschichte von Themba las, war ich zutiefst bewegt und ergriffen und wollte unbedingt einen Film über diesen tapferen und lebensbejahenden Jungen machen. Als Stefanie dann noch für uns dieses fantastische Drehbuch schrieb, war ich von dem Erfolg dieses Projektes restlos überzeugt. Die Möglichkeit, diese Geschichte auch sportlich mit der WM in Südafrika zu verbinden, ließ mein Fußballherz höher schlagen und mit der Zusage unseres Wunschkandidaten Jens Lehmann in der Rolle des sympathischen Coachs John Jacobs war unser Filmpaket perfekt.

Südafrika ist ein faszinierendes Land, doch dieses Land droht einer Krankheit zum Opfer zu fallen: Aids. Durch mangelnde Aufklärung und Aberglauben kann sich das Virus problemlos ausbreiten. Allein die Existenz des HI-Virus wird vielerorts verdrängt oder geleugnet, Infizierte verstoßen. Die abenteuerlichsten Geschichten kursieren als Möglichkeiten der Heilung: etwa Rote Beete, Knoblauch oder Zitronensaft (lt. der ehemaligen Gesundheitsministerin) oder Sex mit einer Jungfrau, wie in unserem Film aufgegriffen. Hier hilft nur eine Strategie: Offenheit und Akzeptanz gegenüber der Krankheit, bevor sie, bedingt durch die Scham und Unwissenheit der Menschen, einen ganzen Kontinent vernichten kann.

Ich hoffe, mit diesem Film eine Geschichte zu erzählen, die für das Schicksal vieler junger Menschen nicht nur in Südafrika, sondern weltweit steht und die Aufmerksamkeit der WM zu nutzen, um den Blick und die Einstellung der Menschen zu diesen Themen zu verändern!“

Josef Steinberger von Rheingold Films: „In den Jahren vor „Themba“ war ich mehrmals in Südafrika und freute mich sehr, endlich in diesem faszinierenden Land drehen zu können. Die monumentale Schönheit der Wild Coast im Eastern Cape und der herzliche Umgang mit unseren jungen südafrikanischen Schauspielern, die wir zu einem großen Teil im Street-Casting fanden, machten die Dreharbeiten zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Beim Dreh in Port St. Johns begegnete ich vielen Kindern und Erwachsenen, die in ähnlichen Umständen wie Themba leben. Ein Blick in die Augen und Herzen dieser Menschen offenbarte uns die wahre Schönheit dieses Landes.“

Statements der Regisseurin

Stefanie Sycholt: „:Ich wollte schon lange einen Film über Kinder machen, die an Aids erkrankt sind oder ihre Eltern durch die Krankheit verloren haben. Aber jede Geschichte, jedes Buch, das ich mir angesehen habe, war mir viel zu depressiv, und ich fand, das kann man nicht machen, ganz viel Geld ausgeben und dann nur Hoffnungslosigkeit und Tragik vermitteln. Das galt, bis mir angeboten wurde, den Roman „Themba“ zu verfilmen, da habe ich sofort bei den Produzenten Michael und Ica Souvignier angerufen und gesagt: Ja, das mache ich! Dieses Buch würde ich gerne verfilmen, das ist die Geschichte, auf die ich immer gewartet habe. Der Roman von Lutz van Dijk behandelt das Thema AIDS mit all seinen schwierigen Facetten, die auch noch auf unterschiedlichen Ebenen mit einander verknüpft sind. Es gibt das starke Element von Hoffnung und des sich nicht „Unterkriegen lassen“. Den starken Glaube daran, dass Jeder in der Lage ist, etwas Positives in seinem Leben zu schaffen. Das will ich auch mit dem Film vermitteln.“

Stefanie Sycholt über die Filmmusik: „Die Filmmusik von „Themba“ verleiht dem Film eine Dynamik, die trotz der ernsten Themen im wesentlich zur hoffnungsvollen Stimmung beiträgt. Der Film „Themba“ beschäftigt sich mit der Hoffnung zu hoffnungslosen Zeiten, dabei hat der Fußball die Kraft, die Menschen an ihre Träume glauben zu lassen. Auf diese Weise verschafft ihnen der Fußball als Lebensmittelpunkt Selbstbewußtsein. (…) Die kraftvolle Musik der deutschen Komponistin Annette Focks transportiert im großen Maße das emotionale Herz des Films. Mit Annette Focks habe ich schon bei einer Reihe von Filmen in Südafrika zusammengearbeitet, dabei entwickelte sie über die Jahre eine starke Affinität zu einer großen Brandbreite von afrikanischer Musik. Annette hat ein Gespür für einfühlsame Geschichten, für diese zaubert sie in kurzer Zeit ein musikalischen Ebenbild. Die Filmmusik von „Themba“ besticht durch die tolle Mischung von Musikrichtungen und verschiedenen Sounds, um daraus etwas völlig Neues und Modernes entstehen zu lassen. Das trägt dazu bei, dass der Film für Zuschauer weit über die Grenzen Südafrikas hinaus noch zugänglicher wird.“

News und Stories

  • Fakten und Hintergründe zum Film "Themba"

    Mehr zum Film? Wir haben die wichtigsten Hintergründe und Fakten für Dich gesammelt: detaillierte Inhaltsangaben, Wissenswertes über die Entstehung des Films, ausführliche Produktionsnotizen. Klick rein!

    Kino.de Redaktion  
  • Lighthouse: DVD-Vorschau auf das 1. Quartal 2011

    Lighthouse Home Entertainment hat einen ersten Überblick über diverse Kinoproduktionen bekanntgegeben,  die im 1. Quartal 2011 auf DVD erscheinen. Als Highlights mit dabei sind u.a. der Gewinner der Goldenen Palme von Cannes 2010 „Uncle Boonmee erinnert sich an seine früheren Leben“ und der spanische Arthousefilm „Me too - Wer will schon normal sein?“, der aktuell recht erfolgreich in den deutschen Programmkinos läuft...

    Ehemalige BEM-Accounts  
  • Fußball-Drama "Themba" mit Jens Lehmann

    In Südafrika laufen noch bis zum 20. Juni die Dreharbeiten zu „Themba“, einem Fußballdrama aus deutsch-südafrikanischer Produktion. Regisseurin Stefanie Sycholt („Malunde“) hat die gleichnamige Romanvorlage von Lutz van Dijk adaptiert. In der Geschichte geht es um den elfjährigen Südafrikaner Themba, der in einem kleinen Dorf mit Mutter und Schwester lebt. Seine große Leidenschaft ist Fußball und er gründet mit...

    Ehemalige BEM-Accounts