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Fakten und Hintergründe zum Film "The Watch - Nachbarn der 3. Art"

Kino.de Redaktion |

The Watch - Nachbarn der 3. Art Poster

Mehr zum Film? Wir haben die wichtigsten Hintergründe und Fakten für Dich gesammelt: detaillierte Inhaltsangaben, Wissenswertes über die Entstehung des Films, ausführliche Produktionsnotizen. Klick rein!

Über die Produktion

„Als sich die Jungs zur ‚band of brothers’ zusammenschlossen, dachten sie, dass sie schon ein paar schräge Sachen erleben würden – in Person eines Einbrechers vielleicht oder eines Spanners –, aber mit etwas wirklich Außergewöhnlichem haben sie nicht gerechnet,” sagt Produzent Shawn Levy, Regisseur von Hits wie NIGHT AT THE MUSEUM („Nachts im Museum“, 2006) oder REAL STEEL („Real Steel“, 2011). „Und ‚The Watch’, so heißen die Jungs, sind nicht nur unvorbereitet und unqualifiziert, sie sind auch nicht ausgerüstet für das Problem, dem sie sich entgegenstellen. Dennoch liegt es an ihnen, den Eindringling aufzuhalten.”

Levy und Regisseur Akiva Schaffer (einer der kreativen Köpfe hinter zahlreichen „Saturday Night Live”-Einspielern) beschlossen die vier Hauptrollen mit drei Comedy-Ikonen und einem Shooting Star zu besetzen. „Wir wollten die Besten”, sagt Levy, „und so zogen wir los und holten uns die Besten – drei Titanen, alle zusammen im selben Film! Und dann zündeten wir noch eine ‚Granate’ – nach dem Motto, ‚was wollt ihr eigentlich mit Richard Ayoade?’.“

Ben Stiller spielt Evan, den Manager des Einkaufszentrums Costco – ein Posten, den zu erreichen er lange Jahre gebraucht hat (obwohl er schon als Assistent des Managers seine Karriere begann). Er ist ein überaus treuer Angestellter, aber sein Herz gehört eigentlich dem Glenview Nachbarschaftsschutz. Evan hat die Bürgerwehr ins Leben gerufen, er ist ihr Chef.

Die Gründung dieser Gruppe passt hervorragend zu der Vielzahl von Posten, die er als sozial bewusster Bürger bekleidet: Er organisiert die Laufmannschaft von Glenview, das Recyclingteam und auch den Spanisch-Konversationskurs im Gemeindezentrum. „Evan widmet sich intensiv allen möglichen Gemeindeangelegenheiten,” sagt Stiller, „weil er einfach wenig Freunde hat und so die Gelegenheit bekommt, neue Menschen kennenzulernen.” Akiva Schaffer fügt hinzu: „Evan ist ein guter Samariter, ein Perfektionist und ein Kontrollfreak – aber im positiven Sinn des Wortes.”

Evans konservative, wohlorganisierte Persönlichkeit prädestiniert ihn zwar, Clubs und Vereine zu leiten, aber gesellschaftlich macht sich dies für ihn nicht bezahlt. Stiller gesteht, dass er es als sehr schwierig empfand, sich in einen Menschen hineinzudenken, dessen Leben von Ordnung bestimmt ist. „Ich bin selbst kein sehr ordentlicher Mensch”, erklärt der Schauspieler, der zurzeit für THE SECRET LIFE OF WALTER MITTY (2012) vor der Kamera steht und dabei gleichzeitig Regie führt. „Es war alles andere als einfach, einen so akribischen, stoischen und organisierten Kerl zu verkörpern.”

Im Bezug auf die körperlichen Herausforderungen tat sich Stiller weit weniger schwer. Als Mitglied von „The Watch” muss er sich mit Möchtegern-Eroberern aus einer anderen Welt prügeln. Gewisse Schwierigkeiten bereitete ihm jedoch die finale Szene, in der er mit einem Gabelstapler in den Kampf zieht. „Die Kameras haben jede Menge spektakulärer, gefährlicher Action eingefangen”, erzählt der Schauspieler, „aber das war nichts in Vergleich zu dem wie sich meine Kollegen und das Team fühlten, wenn ich auf dem Set mit dem Gabelstapler herumkurvte.”

Evans glattes Gegenteil ist Bob, der von Vince Vaughn gespielt wird. Er ist das Yang zu seinem Yin, sagt Schaffer, „ein Familienmensch, der den Spaß liebt!” Für Bob ist „The Watch” eine Art Shangri-La-Bruderschaft, die ihm die Möglichkeit bietet, den Verpflichtungen des tagtäglichen Familienlebens zu entfliehen. „The Watch” gibt ihm die Möglichkeit, mit seinen neuen Freunden abzuhängen, sich Pornomagazine anzusehen, schmutzige Witze zu erzählen, ein paar Bierchen zu kippen und Sätze wie „Wir lassen jetzt mal ordentlich die Sau raus, Jungs!” von sich zu geben.

„Bob lechzt förmlich danach, mit den Jungs abzuhängen, ein paar Drinks zu sich zu nehmen, Männergespräche zu führen und Dampf abzulassen”, erläutert Vaughn. Sein Lieblingsspielplatz ist seine umgebaute Garage, eine Art Höhle mit Bar, Massagestühlen, riesigem Flachbildfernseher und Pooltisch.

„Bob ist ein richtiger Teddy-Bär”, sagt Levy, der zurzeit bei der Komödie THE INTERNSHIP (2012) Regie führt, in der Vaughn und Owen Wilson die Hauptrollen spielen. „Er ist ungestüm und gesellig und bei ‚The Watch’ geht es ihm mindestens zu gleichen Teilen um die Männerfreundschaft wie um die Sicherheit der Nachbarschaft.”

Trotzdem kümmert er sich bestens um seine Familie. Er liebt seine Frau und seine Teenager-Tochter, für die sich plötzlich die Nachbarjungs interessieren – ein Umstand, der ihn nicht gerade glücklich macht. „Sie wird schneller erwachsen, als es Bob gefällt und er versucht krampfhaft, sie unter seinen Fittichen zu halten”, sagt Vaughn.

Das jüngste Mitglied des Teams ist Franklin (Jonah Hill), ein Mittzwanziger, der sich tough gibt und militärisch kleidet. „Aber“, so Schaffer, „in ihm steckt auch ein weicher Kern“ – einmal ganz abgesehen davon, dass er noch zu Hause bei Mama wohnt. Zudem hat er einen riesigen Komplex, weil er es nicht geschafft hat, bei der Polizei bzw. einer anderen staatlichen Organisation unterzukommen. Sicherlich war es in diesem Zusammenhang nicht gerade hilfreich, dass er bei jeder Aufnahmeprüfung, an der er teilgenommen hat, durchgefallen ist. So bleibt für Franklin „The Watch” die einzige legale Möglichkeit, etwas Gewalt anwenden und Protokolle aufnehmen zu dürfen. „Franklin ist irgendwie von allen Dingen des Lebens entfremdet”, sagt Hill. „Er ist überaus merkwürdig und sehr komisch.”

Nach seinem Oscar-nominierten Auftritt im Drama MONEYBALL („Die Kunst zu gewinnen – Moneyball“, 2011) und seinem von der Kritik hoch gelobten Spiel in 21 JUMP STREET („21 Jump Street“, 2012) – hier fungierte er zudem als Ausführender Produzent – wollte Hill eigentlich nicht mehr in so durchgeknallten Komödien wie etwa SUPERBAD („Superbad“, 2007) oder KNOCKED UP („Beim ersten Mal“, 2007) mitzuspielen, die ihn zum Star gemacht hatten. „Aber“, so merkt der Schauspieler an, „ich konnte der Versuchung nicht widerstehen, an der Seite von Ben, Vince and Richard aufzutreten. Das musste ich einfach tun”. Mehr noch: „Wenn ich schon in einer weiteren deftigen Komödie mitspielen sollte, dann sollte es eine sein, die überhaupt nicht in der Realität fußt. Dann wollte ich schon eine Figur verkörpern, die alles sagen und tun darf. Dazu kommt, dass jedes Mal, wenn man etwas Gefährliches in die Hände total verantwortungsloser Menschen legt, sicherlich etwas völlig Wildes entsteht.”

Das Quartett wird durch Jamarcus komplettiert. Der frisch geschiedene Mann ist ewig hungrig nach Liebe und von der ungewöhnlichen Kameradschaft von „The Watch” sofort angetan. „Jamarcus hat das Gefühl, dass er als Mitglied von „The Watch” endlich ganz aus sich herausgehen kann,” sagt der renommierte Filmemacher Ayoade, der den britischen Film SUBMARINE („Submarine“, 2010) geschrieben und inszeniert hat. Schaffer fügt hinzu: „Er sucht nur nach einer Möglichkeit, aus dem Haus zu kommen und Frauen zu treffen – um Sex mit ihnen zu haben.”

Oberflächlich betrachtet ist Jamarcus ein schräger Vogel – und das heißt bei dieser Truppe viel –, aber vielleicht besitzt gerade er den Schlüssel im Kampf gegen die Eindringlinge, die die Nachbarschaft bedrohen. Levy behauptet, dass es Ayoades „ganz eigenartige Energie” ist, die ihn für diese Rolle prädestiniert. „Er ist höchst einfallsreich und im besten Sinn des Wortes auch total merkwürdig. Man weiß nie, was Richard im nächsten Augenblick anstellen wird.”

„Richard ist derjenige, der dem Publikum im völlig unerwarteten Moment einen Hieb versetzt… mittels liebenswerter Witze”, stellt Schaffer abschließend fest.

Angesichts der merkwürdigen Aktionen, die die Bruderschaft „The Watch” veranstaltet, ist es wenig verwunderlich, dass es in der Nachbarschaft zu gewissen Nachbeben kommt. Besonders davon betroffen ist Evans Frau Abby, die von Rosemarie DeWitt gespielt wird.

„Evan und Abby führen eine recht harmonische Ehe”, notiert Stiller, „aber es gibt da eine Sache, die die Ehe belastet: Sie haben keine Kinder.” Evan ist steril. Und während Evan das Leben in der Vorstadt liebt, will Abby etwas anderes. DeWitt dazu: „Sie will in die Welt hinaus, etwas erleben – und sie ist bereit für die große Herausforderung, die große Veränderung (Kinder haben).”

Auf die Frage, wie es denn sei, mit vier Comedy-Profis zu arbeiten, antwortet DeWitt, die bislang häufig in dramatischen Rollen zu sehen war: „Es ist ungefähr so, als hätte man sein ganzes Leben lang trainiert, um Langläufer zu werden, und landet dann im olympischen Schwimmteam!”

Die Schauspieler und Filmemacher waren fest entschlossen, THE WATCH („The Watch – Nachbarn der 3. Art”) zu einem wagemutigen, dreisten Unterfangen zu machen. „Unser Film hat keine gängige DNA”, weiß Levy, „also brauchten wir einen Regisseur mit einer frischen Herangehensweise, jemanden, der nicht einfach auf Nummer sicher geht.” So kam Akiva Schaffer ins Spiel. Er inszeniert, ist Ko-Autor und Cutter der berühmt-berüchtigten digitalen „Saturday Night Live”-Kurzfilme, unter anderem hat er „Dick in a Box”, „Lazy Sunday” und „Natalie Portman Rap” verantwortet. Ben Stiller: „Akiva besitzt in seinem Gehirn einen Comedy-Chip. Er ist in Sachen Schnitt ein Genie und ein wahres Kind des digitalen Zeitalters.” Und Levy fügt hinzu: „Akiva hat Meilensteine unserer digitalen Comedy-Kultur geschaffen, ihm geht es immer darum, Grenzen zu überschreiten.”

Genauso wagemutig und genauso frisch wie die Regie musste auch das Drehbuch ausfallen. „Wir hatten ein tolles Skript von (Ko-Autor) Jared Stern, wollten aber keinesfalls nur Durchschnitt abliefern. Wir waren fest entschlossen, etwas ganz Gewagtes und Unerwartetes zu machen”, sagt Levy. Und so stießen Seth Rogen und sein Schreibpartner Evan Goldberg, die beispielsweise bei den Drehbüchern zu SUPERBAD und PINEAPPLE EXPRESS („Ananas Express“, 2008) kooperiert hatten, zum Projekt. Ihr Skript verschärfte die schräge Dynamik, die innerhalb von „The Watch” ohnehin schon herrschte und sie peppten auch den Showdown mit unerwarteten Gästen ordentlich auf.

„Die Alchemie des Drehbuchs und der unvergleichliche Stil Schaffers ergänzten sich ideal”, sagt Levy. „Was wir hier sehen, ist echt, nicht nur in punkto Sprache, sondern auch bezüglich der Befindlichkeiten in Sachen guter Geschmack – wir haben hier wirklich alle Grenzen überschritten.”

Doch diese schrille Komödie ist weit mehr als ein nicht jugendfreier Spaß, es geht hier um vier Männer, die nicht ganz bei sich waren, ehe sie einander trafen.

Erst das Gruppengefühl hat das Beste in ihnen hervorgebracht. Vielleicht lässt sich dies an einem Satz festmachen, den Bob Evan gegenüber äußert: „Du hast aus einer bunt zusammen gewürfelten Truppe von Misfits ein echtes Team gemacht. Du hast uns gelehrt, für die Gemeinschaft da zu sein. Wir sind mehr als nur Jungs, die zusammen abhängen und zusammen ein paar Bier trinken.”

Im Kern ist THE WATCH eine Geschichte mit universellem Anspruch – auch wenn man in den USA wegen des R-Ratings über 17 Jahre alt sein muss, um den Film alleine sehen zu dürfen, oder die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten überzeugen muss, einen zu begleiten. „Es geht um vier durchschnittliche Kerle, die einen vielleicht an den Bruder, den Vater oder den Ehemann erinnern”, fasst Levy zusammen. „Sie tun sich unerwartet zusammen, um etwas zu bekämpfen, wobei sie nicht die geringste Ahnung haben, wie sie das tun sollen.”

Wenn es darum geht, die Freundschaft, die Ehe, die Karriere, die Familie – oder gar die Welt – zu retten, ist es immer gut aufeinander aufzupassen, oder wie man im englischen sagt: „To Watch out for one another.”

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