The Warlords Poster

Fakten und Hintergründe zum Film "The Warlords"

Kino.de Redaktion  

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Die geschichtlichen Hintergründe

Der Film spielt in der Zeit, der Qing- oder auch Mandschu-Dynastie. Nach den Mongolen war dies bereits die zweite Fremdherrschaft, die China über sich ergehen lassen musste. Während die Mongolen China jedoch im 14. und 15. Jahrhundert nur ca. 90 Jahre beherrschten, unterjochten die Mandschuren das Volk der Chinesen jedoch von 1644 bis zur Gründung der Volksrepublik China am 01.01.1912.

Die Qing-Dynastie löste die bis dahin regierende Ming-Dynastie ab. Der Name Qing wurde gewählt, da das chinesische Zeichen „清“ für Qing dem Zeichen für Ming „明“ überlegen ist.

Unter dem Kaiser Nuharci und dessen Sohn Huang Taiji erlangten die Dschurdschen, die sich später in Mandschuren umbenannten, große Macht, indem sie unter anderem die „Grüne Standarte“, eine Armee von Han-Chinesen, auf ihre Seite zogen.

1641 fielen die Mandschuren schließlich in das China der Ming-Dynastie ein. Sie eroberten 88 Städte, übernahmen sechs weitere und drangen bis zur Halbinsel Liaodong vor. 1644 endete die Ming-Dynastie mit dieser Niederlage und der Rebellenführer Li Zicheng wurde durch das Land gehetzt, bis er in Hunan von Bauern erschlagen wurde.

Auf die von den Mandschuren geschaffenen Grenzverläufe beruft sich China teilweise auch heute noch.

Aufstände unter den Bauern fanden in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts kein Ende, auch die Minderheiten erhoben sich ununterbrochen. In den Jahren 1826–1838 stieg der Opiumschmuggel schlagartig an, der Opiumkonsum breitete sich in dieser Krisenzeit trotz staatlichen Verbots immer weiter aus. Das hatte auch schwerwiegende Auswirkungen auf die öffentliche Moral und die Wirtschaft. Durch den Opiumhandel entstand ein Außenhandelsdefizit, wodurch Silber aus China abfloss. Die Regierung konnte das nicht verhindern, da sie die Opiumkriege gegen die Europäer verlor.

Ab 1900 lag die Qing-Dynastie in Trümmern. Die gerade mühsam aufgebaute Kriegsflotte wurde im Krieg von 1894/95 von den Japanern zerstört, wobei Formosa, Korea und andere Gebiete verloren gingen. China wurde in Einflusssphären aufgeteilt. Die Europäer und Japaner unterhielten nun dort Kriegsflotten und Truppen. Auch das Deutsche Reich besetzte 1897 die Kiautschou-Bucht, welche es durch Zwangsmaßnahmen ab 1898 als Pacht erhielt.

Das Kaiserhaus wurde von Kaiserinwitwe Cixi († 1908) dominiert, die ab 1861 die meiste Zeit für die minderjährigen Kaiser Tongzhi und Guangxu regierte. Sie widersetzte sich Reformen, wenn diese ihrer Macht gefährlich werden konnten und stand inoffiziell hinter dem Boxeraufstand (11. Januar 1900). 1911 kam es durch die Xinhai-Revolution zum Sturz des letzten Kaisers Pu Yi durch Yuan Shikai und Sun Yatsen. Dieser rief am 1. Januar 1912 die Republik China aus.

Yuan Shikai proklamierte sich 1915 selbst zum Kaiser, wurde aber 1916 zum Rücktritt gezwungen. General Zhang Xun restaurierte 1917 für nur zwei Wochen noch einmal formal die Herrschaft Pu Yis, bevor dieser dann endgültig abdanken und 1924 die Verbotene Stadt verlassen musste.

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