The Village - Das Dorf Poster

M. Night Shyamalan unter Verdacht

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Multitalent M. Night Shyamalan war bei „The Village“ nicht nur Regisseur und Produzent, sondern auch Drehbuchautor. Genau das könnte ihm jetzt zum Verhängnis werden.

Hat dieser Mann es nötig, anderen die Ideen zu klaun? Bild: Buena Vista

Wie im Thriller „The Village – Das Dorf“ verlassen die Menschen im Roman „Running Out of time“ ihr Heimatdorf nicht. Seit Generationen halten sie sich an dieses ungeschriebene Gesetz und werden im Gegenzug von den unheimlichen Kreaturen des Waldes in Frieden gelassen. Doch eines Tages verstößt ein junger Mann gegen die Abmachung, um sich auf die Suche nach wichtigen Medikamenten zu machen.

Die Schriftstellerin Margaret Peterson Haddix wurde von Fans auf die Parallelen zwischen ihrem Kinderbuch und Shyamalans neuestem Film aufmerksam gemacht. In zahlreichen e-mails erkundigten sich ihre Leser, ob sie die Rechte von „Running Out of time“ an den Regisseur verkauft hätte. Doch die amerikanische Autorin hatte noch nicht das Vergnügen Herrn Shyamalan kennen zu lernen und von der Produktionsfirma Disney hat sich auch niemand bei ihr gemeldet. „Das ist in der Tat eine interessante Situation“, sagt Margaret Peterson Haddix. „Ich bin gerade dabei herauszufinden, welche Möglichkeiten ich habe.“

Alles nur ein Zufall?

In den USA hat „The Village“ am ersten Wochenende 50,8 Mio. Dollar eingespielt und ist damit für Disney der beste Filmstart des Jahres. Kein Wunder, dass Haddix und ihr Verleger auf einen entsprechenden Anteil scharf sind. Anwälte sind bereits dabei herauszufinden, welche Chancen vor Gericht bestehen. Laut den Sprechern von Disney und Shyamalan sind derartige Ansprüche vollkommen haltlos. „‚Running Out of time‘ ist ein Kinderbuch, das mehr als eine halbe Millionen mal verkauft wurde und Preise gewonnen hat. Es ist keine obskure Geschichte.“

Es wäre nicht das erste Mal, dass M. Night Shyamalan sich mit diesem Vorwurf vor Gericht verantworten muss. Sein Drehbuch zu „Signs – Zeichen“ wies auffällige Ähnlichkeiten mit dem Script „Lord of the Barrens“ auf, doch der Angeklagte wurde freigesprochen.

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