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"Monopoly": Entstehungsgeschichte des Brettspiels kommt ins Kino

"Monopoly": Entstehungsgeschichte des Brettspiels kommt ins Kino
© Hasbro

Das Brettspiel Monopoly, das schon viele Familien im Streit entzweit und/oder in Langeweile vereint hat, wird in den nächsten Jahren gleich zweimal für die große Leinwand adaptiert. Während Lionsgate ein Familienabenteuer umsetzen will, das mit dem eigentlich Spiel wahrscheinlich weniger zu tun hat, wird woanders an einer Herkunftsgeschichte gebastelt, die tatsächlich ein spannendes Drama bereithalten könnte.

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Big Beach heißt die Produktionsfirma, die nach einer Meldung von Deadline daran bastelt, die Geschichte des beliebten und gleichzeitig verhassten Brettspiels Monopoly in die Kinos zu bringen. Das Projekt befindet sich in einer frühen Phase der Entwicklung, weswegen Details wie Regisseur oder Darsteller bislang nicht bekannt sind. Dagegen wissen wir aber, worauf die Handlung des Monopoly-Films basieren wird.

Die Grundlage bildet der Bestseller „The Monopolists: Obsession, Fury, and the Scandal Behind the World’s Favorite Board Game“, der sich neben seinem umständlichen Namen dadurch auszeichnet, die wenig bekannte Entstehungsgeschichte des Brettspiels, das in keinem Haushalt fehlen darf, zu beleuchten. Denn Monopoly war nicht immer das Spiel, das wir heute kennen.

Monopoly bietet durchaus Drama an

Das Original wurde 1903 unter dem Namen „The Landlord’s Game“ von Elizabeth Magie entwickelt und verfügte noch über zwei verschiedene Regelsysteme. Demnach konnte ein Einzelner gewinnen, wenn er ein Monopol aufbaut - also die Art, wie man heute Monopoly spielt; aber es war auch ein Gemeinschaftssieg möglich, wenn es der Gruppe von Spielern gelang, die Lage der Wirtschaft zu verbessern.

Charles Darrow griff die Idee in den 1930er Jahren auf und verkaufte sie als seine eigene an Parker Bros. Darrow machte damit Millionen, während Magie für ihr Patent lausige 500 US-Dollar erhielt. Bekannt wurde die ganze Geschichte erst in den 1970er Jahren, als ein Wirtschaftsprofessor ein Anti-Monopoly entwarf, um auf die Gefahr von Monopolen hinzuweisen. Bei dem anschließenden Rechtestreit mit Parker Bros., der sich über eine Dekade hinzog, wurde die zweifelhafte Erfolgsgeschichte schließlich publik.

Genug Drama wäre demnach geboten und mit dem Oscar-Gewinner „The Social Network“ existiert bereits ein Vorbild, das aufzeigt, wie man trockene Firmengeschichte anschaulich und spannend inszeniert. Ob dies dem Monopoly-Film ebenfalls gelingt, bleibt abzuwarten.