The Roommate

  1. Ø 2
   2010
Trailer abspielen
The Roommate Poster
Trailer abspielen
Alle Bilder und Videos zu The Roommate

Filmhandlung und Hintergrund

The Roommate: Psychothriller um eine gemeingefährliche Zimmergenossin.

College-Studentin Rebecca ist von ihrer neuen Mitbewohnerin Sara besessen. Sie zerstört nicht nur deren aufkeimenden Beziehung zu Michael, sondern bringt aus Eifersucht gar deren Freundin Tracy um, um Sara ganz für sich alleine zu haben. Als Sara nach einem Besuch bei Rebeccas Eltern allmählich auch Verdacht schöpft, dass etwas mit ihrer Mitbewohnerin nicht stimmt, schwebt sie selbst in Lebensgefahr.

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

So werten die User Ø
(2)
5
 
Stimme
4
 
Stimme
3
 
Stimme
2
 
Stimme
1
 
Stimme
So werten die Kritiker (2 Stimmen)
5
 
Stimme
4
 
Stimme
3
 
Stimme
2
 
Stimme
1
 
Stimme

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

Kritikerrezensionen

  • Seit einigen Jahren produziert Sony weichgespülte Remakes für eine nachgewachsene Kinogänger-Generation, die moderne Schocker und Krimiklassiker der Siebziger und Achtziger höchstens aus gelegentlichen TV-Ausstrahlungen kennt. Im Hinblick auf das junge Publikum bleibt bei diesen auf ein PG-13-Rating abzielenden Nachziehern jeder echte Thrill und jede eigene Handschrift auf der Strecke, wie man bei den Neuauflagen von „The Fog“, „The Stepfather“, „When a Stranger Calls“ und Co. erkennen kann. „The Roommate“ des dänischen Regisseurs Christian E. Christiansen nach einem Drehbuch von Horrorproduzent Sonny Mallhi stellt hierbei keine Ausnahme dar. Obwohl kein Hinweis auf das Original erfolgt, handelt es sich doch bis in einzelne Wendungen hinein um eine deutliche Teenie-Variante des Barbet Schroeder-Hits „Weiblich, ledig, jung, sucht“ von 1992.

    Wo der Vorläufer vor seinem aus dem Ruder laufenden, unglaubwürdigen Schock-Finale überdurchschnittliche Darsteller-, Kamera- und Inszenierungsleistungen bot, wirkt der Neuaufguss wie ein routiniertes, vorhersehbares TV-Movie der Woche - sieht man einmal von der recht professionellen Fotografie im Scope-Format ab. Dazu passt es, dass die Akteursriege weitgehend aus populären Fernsehserien rekrutiert wurde wie Minka Kelly aus „Parenthood“, die in ihrer Psychopathenrolle überforderte Leighton Meester aus „Gossip Girl“, Danneel Ackles aus „One Tree Hill“ oder Nina Dobrev aus „The Vampire Diaries“. Gemeinsam wirken sie mehr wie schauspielernde Models, weshalb die Regie mit Oberflächenchic mangelnden Tiefgang zu überspielen versucht. Nicht umsonst studiert die Protagonistin Modedesign und liefert im Unterricht Weisheiten über den Umgang mit dem schönen Schein ab, was ihren eitlen Professor so sehr beeindruckt, dass er ihr gleich an die Wäsche will – Billy Zane sticht immerhin in seinen wenigen Szenen deutlich heraus.

    Die schreckhaften jungen Mädchen in unserer Vorführung hätten gar nicht bei jeder Gewalttat wegsehen müssen, denn in seiner Ausrichtung auf ein minderjähriges Publikum blendet „Roommate“ in den Schockmomenten stets rechtzeitig ab. Etwas Horror soll es zwar sein, aber bloß nicht zuviel. Ebenso bleiben mögliche homoerotische Motive zwischen der Stalkerin und ihrem Opfer unausgesprochen. Bei einem Discobesuch agiert Rebecca zwar als Lesbe, aber nur, um eine Freundin ihrer Angebeteten in die Falle zu locken. Dagegen wirkt ihr Hintergrund als reiches, verwöhntes Kind auf der Suche nach Liebe, das nur die notwendigen Tabletten nicht nahm, oberflächlich und wenig einleuchtend. Wenn Christiansen zu Beginn Richard Prince’ verstörendes Nachtschwester-Gemälde ins Spiel bringt, welches schon Sonic Youth für das Cover ihres herausragenden Albums „Sonic Nurse“ verwendeten, ist dies ein Versprechen, das der folgende langatmige Film nicht einzulöst. Da nutzt es wenig, noch den angesagten Hit „We Are the People“ von Empire of the Sun in den ansonsten austauschbaren Soundtrack zu integrieren, wenn nicht einmal ein fesselndes Finale die schwerfällige Angelegenheit abzuschließen vermag.

    Fazit: Fade Neuauflage des mehrfach variierten Motivs vom Psychopath im eigenen Heim, dem auch keine hippe TV-Besetzung auf die Sprünge helfen kann.
  • Mit Nachwuchstalenten besetzter Psychothriller um eine besitzergreifende Zimmergenossin, die ihrer Freundin gemeingefährlich nachstellt.

    Der harmlose College-Thriller geht – höchst inoffiziell freilich – als Teenie-Update von Barbet Schroeders auch schon 19 Jahre altem Hochspannungswerk „Weiblich, ledig, jung sucht …“ durch und ist mit einigen aufstrebenden, selbstverständlich hübschen Hollywood-Talenten besetzt, deren Karriern sich gerade erst anbahnen.

    Für die Studentin Sara (Minka Kelly aus „Friday Night Lights“) beginnt die College-Zeit mit der Trennung von ihrem Freund Jason, weshalb sie überglücklich ist, in ihrer Zimmergenossin Rebecca (Leighton Meester, die verzogene Erbin aus „Gossip Girl“) eine verständnisvolle und einfühlsame Freundin zu finden. So entdeckt sie als letzte den nervlichen Notstand Rebeccas, vor dem sie andere Kommilitonen vergeblich warnen. Denn die besitzergreifende Blondine reagiert nicht nur eifersüchtig auf Saras neuen Schwarm, den Drummer Stephen (Cam Gigandet aus „Burlesque“). Auch schüchtert sie Saras Freundin Tracy mit brutalen Methoden ein und erpresst Designprofessor Roberts (sehr schick: Billy Zane), der ihr unmoralische Avancen machte. Nach einem ungemütlichen Thanksgiving-Besuch in Rebeccas Elternhaus kommt Sara ihr langsam auf die Schliche und bringt sich damit in akute Lebensgefahr.

    Man wird das Gefühl nicht los, der US-Einstand des dänischen Regisseurs E. Christiansen sei für das Fernsehen entwickelt worden, so unspektakulär und – für das PG-13-Rating – entschärft entwickelt sich die blutarme Geschichte, die vielleicht schon ein kleines bisschen zu oft erzählt wurde. So sind auch der Schleuderwaschgang für ein süßes Kätzchen und Messerattacken im leidlich spannenden Finale eine glimpfliche Angelegenheit in einem Film, bei dem der Thrill nur in homöopathischen Dosen vorkommt. Man muss mit schematischen Ereignissen und oberflächlichen Figuren vorlieb nehmen, die sich vornehmlich für Fashion und Feiern interessieren .Psychologische Motive, die Herkunft von Rebeccas Geisteskrankheit, ihre Obsession und Saras Schuldgefühle ergründet Christiansen nur minimal. Dafür lässt das Drehbuch des Horrorproduzenten Sonny Mallhi („Shutter“) schöne Menschen schöne Dinge tun – vornehmlich Studenten-Partys feiern, was Gelegenheit gibt, viele gefällige Teen-Songs aus dem Pop- und Rockfundus einzuspielen. Das alles ergibt einen ansprechenden, hübsch anzusehenden Zeitvertreib mit US-Seriennachwuchsstars und milden Schauern.

    tk.

News und Stories

Kommentare