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The Rookie

   Kinostart: 14.08.2003

Filmhandlung und Hintergrund

Auf Tatsachen beruhendes Sportsdrama über einen Schullehrer mittleren Alters, der entgegen aller Erwartungen in die Major Baseball League aufgenommen wird.

Als Junge hatte Jim Morris große Träume, ein Pitcher in der Major Baseball League zu werden, doch eine Armverletzung vermasselt ihm alle Chancen. 15 Jahre später ist er als Lehrer und Baseballcoach tätig und schließt mit seinen Schülern ein Abkommen. Wenn das Verliererteam die Meisterschaft gewinnt, will er noch einmal versuchen, in der Major League zu reüssieren. Völlig unerwartet wird der Oldie tatsächlich von den Tampa Devil Rays rekrutiert.

Nachdem trotz hohen Talents erst sein Vater und dann eine Schulterverletzung eine professionelle Baseball-Karriere verhinderten, wechselte Jim Morris in den Trainerstand, was ihm ein solides Auskommen als High-School-Lehrer bescherte. Um so beunruhigter ist Morris‘ Frau, als ihr Gatte nun in fortgeschrittenem Alter erneut das Interesse von Major-League-Scouts weckt - haben doch dessen Schüler festgestellt, dass Morris den Ball schneller als jeder andere wirft. Nun muss er sich entscheiden zwischen gutem Job und Kindheitstraum.

Als im fortgeschrittenen Alter noch Erstliga-Scouts an seine Tür klopfen, steht Baseball-Coach Morris (Dennis Quaid) vor seiner schwersten Entscheidung. Sportdrama im Kinoformat für die ganze Familie.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • The Rookie: Auf Tatsachen beruhendes Sportsdrama über einen Schullehrer mittleren Alters, der entgegen aller Erwartungen in die Major Baseball League aufgenommen wird.

    Vor eineinhalb Jahren konnte Disney mit dem bewegenden Sportdrama „Gegen jede Regel“ zumindest in den USA groß punkten. In der ebenfalls auf Tatsachen basierenden Aufsteigersaga „The Rookie“ dreht sich das gefühlsreiche Geschehen statt um Football um Amerikas zweitwichtigsten Nationalsport Baseball. Der auf sympathische Jedermänner mit Heldenpotential abonnierte Dennis Quaid („Frequency“) mimt den Chemielehrer und Baseballcoach Jim Morris, der im für Athleten reifen Alter die unwahrscheinliche Chance erhält, in die Major League aufgenommen zu werden.

    Regisseur John Lee Hancock („Mein Hund Skip“) beginnt die familiengerechte Feelgood-Story mit einem Prolog, in dem er Jim Morris‘ Kindheitstage skizziert und ihn als baseballbegeisterten Sohn eines strengen und scheinbar gefühlskalten Navy-Offiziers (Brian Cox) zeigt. Nach zahllosen Versetzungen landet die Familie schließlich in dem kleinen texanischen Nest Big Lake. 20 Jahre später lebt Morris immer noch in Big Lake, ist verheiratet mit Lorri (Rachel Griffiths stets pflichtbewusst und verständnisvoll), hat drei Kinder und ist als Lehrer tätig. Er coacht außerdem das miserable Baseballteam der Schule. Der Zuschauer erfährt zudem, dass eine schwere Armverletzung Morris 15 Jahre zuvor seine Aufnahme als Pitcher (sprich: Werfer) in die erste Liga vermasselt hat. Als Morris mit einer inspirierenden Rede zu motivieren versucht, schließen seine Schüler (einzig Jay Hernandez aus „Verrückt/Schön“ sticht hervor) eine Wette mit ihm ab. Falls sie das Distrikt-Meisterschaftsspiel gewinnen, muss er bei den Tryouts mitmachen, bei denen die Scouts der Major Leagues nach Nachwuchstalenten suchen. So wird zunächst mit den üblichen Spiel- und Zeitungsausschnittmontagen der Aufstieg des Verliererteams dokumentiert, um sich dann dem erstaunlichen Werdegang von Morris, der 1999 in einem Alter, in dem andere Spieler in den Ruhestand gehen, von den Tampa Bay Devil Rays als Ersatzpitcher verpflichtet wurde, zu widmen. Morris‘ erstes Spiel in der Major League im Stadion von Arlington stellt den emotionsreichen Höhepunkt des Films dar.

    Mit seiner von ihm voller Elan gespielten Rolle führt Quaid die geheiligte Baseball-Tradition der allamerikanischen goldenen Jungs Robert Redford („Der Unbeugsame“) und Kevin Costner („Annies Männer“, „Feld der Träume“ und „Aus Liebe zum Spiel“) fort. Die Ausübung des Sports wird auch hier zu einer Metapher für die Verwirklichung eines „unmöglichen Traums“ und den unerschütterlichen Glauben an sich selbst. Dem stellt das Drehbuch von Mike Rich („Forrester - Gefunden!“) als Stolpersteine mehrere Konfliktsituationen gegenüber, die von Vater-Sohn-Zerwürfnis über drückende Verantwortung als Ehe- und Familienvater sowie als Vorbild für seine Schüler bis zu einer zermürbenden Generationslücke mit den Teamkollegen reicht. Diese Realisierung eines Kindeitstraums für einen Mann mittleren Alters nimmt trotz der Verankerung in Tatsachen einen quasi mystischen und leicht märchenhaften Anstrich an, der an „Feld der Träume“ erinnert, was von einem kurzen Erzählstrang über ein legendäres Baseballfeld auf einem örtlichen Ölfeld während der zwanziger Jahre deutlich unterstrichen wird. Eine willkommene Dosis Humor wird in Form uriger amerikanischer Dorfbewohner und Morris‘ anhänglichem Sohn (Angus T. Jones aus „Spot“) geboten. Etwas anstrengend ist hingegen der omnipräsente Score, der jede gewünschte Gefühlsregung in der harmonietrunkenen Mär aus Apfelkuchenland mit lautanschwellender Orchestermusik zu dirigieren trachtet. Das wohlwollende Familienpublikum wird sich trotz weniger dramatischer Überraschungen allemal von dem Sportdrama mit Nostalgietouch unterhalten fühlen. ara.
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