The Return - Die Rückkehr

  1. Ø 4
   2003

The Return - Die Rückkehr: Coming-of-Age-Drama über die schwierige und tragisch endende Beziehung zwischen zwei Brüdern und ihrem jahrelang verschollenen Vater.

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Filmhandlung und Hintergrund

The Return - Die Rückkehr: Coming-of-Age-Drama über die schwierige und tragisch endende Beziehung zwischen zwei Brüdern und ihrem jahrelang verschollenen Vater.

Die russischen Brüder Andrej (Wladimir Garin) und Iwan (Iwan Dobronrawow) reagieren alles andere als begeistert, als nach Jahren unerklärter Abwesenheit der nunmehr völlig fremd gewordene Vater (Konstantin Lauronenko) wieder auf der Matte steht und mit ungerührter Selbstverständlichkeit seine alte Patriarchenrolle zu spielen gedenkt. Auf einem gemeinsamen Angelausflug in die Wildnis brechen aufgestaute Konflikte aus. Doch es kommt auch zu einer spröden Annäherung zwischen Teenagern und altem Herren.

Den Golden Löwen von Venedig und jede Menge Lob vom internationalen Feuilleton gab’s für Andrei Tswjagintsews bildgewaltiges, von natürlichen Laiendarstellern allzeit überzeugend vorgetragenes Vater-Sohn-Drama.

Zwei Brüder, 13 und 15 Jahre, werden damit konfrontiert, dass ihr Vater, an den sie sich nur durch ein zehn Jahre altes Photo erinnern, wieder in ihr Leben zurückgekehrt ist. Das Auftauchen des Mannes, der den Teenagern vollkommen fremd ist, verändert ihr Leben vollständig, als er sie aus ihrer gewohnten friedlichen Umgebung auf eine einsame Insel entführt.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Andrei Tswjagintsew erhielt den Goldenen Löwen und den Zukunfts-Löwen (Luigi-de-Laurentiis-Preis für einen Debütfilm) für sein ernstes Vater-Söhne-Drama „Vozvraschenie“ („The Return“). Ihm gelingt es, das Publikum schon in den ersten Minuten vor dem Vorspann, in die schwermütige, von grauen Gewitterwolken verdüsterte Geschichte hinein zu ziehen. Mit faszinierenden, ausdrucksstarken Kinobildern und exzellenter Kameraführung (Mikhail Kritchman) zeigt er einen Jungen allein auf einem Turm im Meer. Sein älterer Bruder und Freunde sind längst gesprungen. Doch er traut sich nicht hinunter.

    Danach jagen die Brüder einander im Streit von der atemlosen Handkamera verfolgt nach Hause zur Mutter, die die Streithähne mit den Worten zum Schweigen bringt, dass der Vater schläft. Die unerwartete Rückkehr wird mit Unglauben quittiert. Erst nach einem vergleichenden Blick auf ein altes Foto und ins Schlafzimmer beginnen sie zu glauben. Beeindruckend wie schon in den Eingangsszenen charakterisiert Tswjagintsew mit Ökonomie und kaum Dialogen präzise und lebendig die etwa 13 und 15 Jahre alten Brüder, ihre Beziehung untereinander und die zum Vater. Der entpuppt sich als ziemlich grober Klotz, der die beiden dennoch auf einen Angelausflug mit nimmt. Doch vor allem der kleine, smartere Bruder bleibt skeptisch und lehnt sich auf.

    In aller Ruhe entwickelt sich die aus der Perspektive der Kinder erzählte Geschichte in einer Woche – der Film ist in mit Wochentagen überschriebenen Kapitel eingeteilt – auf ihr vorprogrammiertes, und doch überraschendes, tragisches Ende zu. Je brutaler der Vater, desto heftiger wird der Widerstand der Kinder. Seinen Höhepunkt erreicht er auf einer Insel, auf einem Aussichtsturm, wohin sich der kleine Bruder nach einer Verfolgungsjagd mit dem Vater flüchtet. Formal ausgereift- sehr schön das Wiederaufgreifen von Motiven – hält das subtile, symbolhafte Coming-of-Age-Drama auch seine Atmosphäre und Stimmung vom Anfang bis zum Ende harmonisch, unterstützt vom melancholischen Score von Andrei Dergatschew. Manchem mögen vereinzelte Bilder zu bedeutungsschwanger, die Geschichte zu verrätselt sein, doch dank dem natürlichen Spiel der Jungs (Iwan Dobronrawow und Wladimir Garin) und der überzeugenden Performance von Konstantin Lauronenko (bedrohlich) zieht „The Return“ den Betrachter in seinen Bann. Ein engagierter Arthausverleih ist ihm zu wünschen und man darf gespannt sein, mit welchem Film der als Schauspieler aktive Regisseur zurückkehren wird. hai.

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