1. Kino.de
  2. Filme
  3. The Players Club

The Players Club

Filmhandlung und Hintergrund

Stripper-Seifenoper mit Blaxploitation-Elementen im Stil von "Showgirls".

Die kesse Diamond finanziert sich ihr Studium als Tänzerin in einem Stripclub. Die Probleme beginnen, als ihre 18jährige Cousine Ebony ebenfalls dort zu arbeiten beginnt. Zudem schuldet Dollar Bill, der Betreiber des Players Club, dem Gangster St. Louis eine hohe Summe Geld. Als Bill die Zahlung immer wieder hinauszögert, eskaliert die brenzlige Situation.

Als der Studentin und alleinerziehenden Mutter Diana die Belastungen und Finanzengpässe über den Kopf zu wachsen drohen, hört sie auf den Rat einer Freundin und versucht ihr Glück als Stripperin in der Kaschemme des ständig in Probleme verstrickten Dollar Bill. In ihren Kolleginnen Ronnie und Tricks findet Diana sowohl Lehrmeisterinnen als auch gute Freundinnen, dann jedoch fallen Schatten auf das nur vordergründige Glück: Ein Geldverleiher macht dem Club Ärger, und Dianas kleine Cousine möchte auch Stripperin werden.

Stripper-Seifenoper mit Blaxploitation-Elementen im Stil von „Showgirls“.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

0,0
0 Bewertung
5Sterne
 
(0)
4Sterne
 
(0)
3Sterne
 
(0)
2Sterne
 
(0)
1Stern
 
(0)

Wie bewertest du den Film?

Kritikerrezensionen

  • The Players Club: Stripper-Seifenoper mit Blaxploitation-Elementen im Stil von "Showgirls".

    Nachdem sich „Amerikkkas Most Wanted“-Rapper Ice Cube seit seiner ersten Rolle in dem Schwarzen-Ghettodrama „Boyz ‚N The Hood“ mehrfach als zumeist eine grimmige Disposition zur Schau tragender Schauspieler („Friday“, „Anaconda“) profilierte, liefert der geschäftige Hiphop-Homeboy mit seiner voyeurhaften Studie des Milieus eines afroamerikanischen Stripclubs nun sein Debüt als Regisseur und Drehbuchautor ab.

    Für sein B-Movie um Sex, Geld und Gewalt vor der billig glitzernden Fassade eines Stripschuppen begibt sich Ice Cube direkt in die Kultgefilde der Blaxploitation-Filme der siebziger Jahre. Ähnlich verwaschen wie bei den Vorbildern sind auch bei Ice Cubes Peepshow-artigen Einblick in die Welt properer Stripperinnen die Genregrenzen von Melodram, Krimi und Farce gelegen, wie sich der wortgewaltige Filmemacher auch bezüglich einer moralischen Botschaft nicht so hundertprozentig festlegen will. Einerseits wird der Job der exotischen Tänzerin als bequeme Einnahmequelle glorifiziert, andererseits läßt er seine Protagonistin letztlich die ehrliche Profession einer Schuhverkäuferin dem schnellen Geld vorziehen.

    Erzählt wird zum Teil im leicht gestelzten Voiceover aus der Perspektive des redlichen Showgirls Diamond (Newcomerin Lisa Raye), die sich mit dem leichtverdienten Geld ihr Studium finanziert. Im Rückblick erfährt man die Ereignisse, die zum Niederbrennen des Players Club führten. Das bunte Panoptikum an Figuren umfaßt den Besitzer Dollar Bill (Bernie Mac ist mit seinen runden Glubschaugen und runtergerasselten Dialogen für die Belustigung des Publikums zuständig), diverse viel nackte Haut darbietende Stripperinnen, unter denen die kaltschnäuzige Ronnie (Chrystale Wilson) hervorsticht, Diamonds 18jährige Cousine Ebony (Monica Calhoun aus „Higher Learning - Die Rebellen“), die im rasanten Tempo auf die Gosse zusteuert, der an den Rollstuhl gefesselte Gangsterboß St. Louis, dem Dollar Bill eine hohe Summe schuldet, und den Club-DJ und Diamonds Love Interest Blue (Komiker Jamie Foxx).

    Offensichtlich hat Ice Cube das Milieu eingehend recherchiert. So ist es ihm gelungen, etliche Aspekte, u.a. die Clubatmosphäre, die Freund- und Feindschaft unter den Tänzerinnen und die Verteufelung durch die Gesellschaft, überaus authentisch fast schon dokumentarisch auf den Kopf zu treffen. Inwiefern die dramatisch unausgewogene Seifenoper im „Showgirls“-Stil auf gesteigertes Interesse bei einem nichtschwarzen Publikum stoßen, läßt sich schwerlich vorhersagen. Ice Cubes „Friday“, der nicht in die Kinos kam, avancierte jedenfalls zum Hit auf Video. ara.

Kommentare