Filmhandlung und Hintergrund

Das zweite Kino-Feature nach „Institut Benjamenta“ der Brüder Quay steht in der Tradition des phantastischen Films. Terry Gilliam produzierte den weltabgewandten, traumgleichen Kunstfilm, der von einem Baron und der von ihm gefangenen Sängerin handelt. Die Opernsängerin Malvina van Stille (Amira Casar) wurde von dem sinistren Dr. Droz (Gottfried John) umgebracht, nur um auf seinem abgelegenen Schloss in den Karpaten...

Auf offener Bühne und kurz, bevor sie ihren geliebten Adolfo (Cesar Sarachu) freien kann, wird die Opernsängerin Malvina (Amira Casar) von dem an umfassenden Racheplänen werkelnden Kunstwelt-Verstoßenen Dr. Emmanuel Droz (Gottfried John) ermordet und dann verschleppt. Droz baut in seiner Villa auf dem Berg einer Insel an der ultimativen Opernmaschine und braucht die reanimierte Malvina für seinen bizarren Gesangsautomaten. Klaviersaitenstimmer Felisberto (ebenfalls Sarachu) soll die Angelegenheit warten und verliebt sich prompt in die schöne Diva.

In ihrem zweiten abendfüllenden Spielfilm nach „Benjamenta“ ziehen die Quay-Brüder mal wieder alle Register des visuell und akustisch überbordenden Arthouse-Effektfeuerwerks. Terry Gilliam produzierte.

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Kritikerrezensionen

  • Das zweite Kino-Feature nach „Institut Benjamenta“ der Brüder Quay steht in der Tradition des phantastischen Films. Terry Gilliam produzierte den weltabgewandten, traumgleichen Kunstfilm, der von einem Baron und der von ihm gefangenen Sängerin handelt.

    Die Opernsängerin Malvina van Stille (Amira Casar) wurde von dem sinistren Dr. Droz (Gottfried John) umgebracht, nur um auf seinem abgelegenen Schloss in den Karpaten wiedererweckt und für seine Pläne missbraucht zu werden. Mit ihr beabsichtigt der Baron seine eigene teuflische Oper. Dafür benötigt er die Dienste des Klavierstimmers Felisberto (Cesar Sarachu), der seine bizarren Musikautomaten neu stimmen soll, ihm aber rasch auf die Schliche kommt.

    Inspiriert von Adolfo Casares Novelle „Morels Erfindung“, Jules Vernes Geschichte „Das Schloss in den Karpaten“ und Raymond Roussels Roman „Locus Solus“, sowie mit Einflüssen von „Herzog Blaubarts Burg“ und der Orpheus-Sage gesegnet, laden Stephen und Timothy Quay wieder in eine verwunschene Traumwelt. Die Grenzgänger zwischen Illustration, Animation und Film veranstalten eine stille, aber ideenreiche L’Art-pour-L’Art-Show, die voller optischer Reize steckt und sich in bezaubernd surrealistischen Dekors verliert, anstatt eine Geschichte voranzutreiben. Diese ist so zwielichtig und vieldeutig wie die weichgezeichneten Sets (aus Leipzig) und den Jan Svankmajer entlehnten Animationssequenzen, deren vergilbte Farbpalette an die viragierte Kinofrühzeit gemahnt.

    Wie bei Greenaway finden sich zahlreiche Referenzen an Kunst und Architektur, Arnold Böcklins „Insel der Toten“ etwa, Magrittes Gemälde „Das Reich der Lichter“ und den portugiesischen Barock. Zugänglichkeit ist nicht das Primat der „poetischen Science-Fiction“ (Eigenzitat), die sich als von der Narrativik losgelöster, anspruchsvoller Kunstgenuss für den Arthaus-User empfiehlt. tk.

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