The Naked Man

Kinostart: 12.07.2001

Filmhandlung und Hintergrund

Wilder Film zwischen abgedrehter schwarzer Komödie und sentimentalem Melodram um einen catchenden Chiropraktiker.

Ein junger Chiropraktiker verdient sich allabendlich ein Zubrot als Catcher. Seine Frau erwartet ein Baby - doch die Familienharmonie wird durch ein Massaker brutal beendet. Da dreht der catchende Knochenbrecher durch und startet einen höchst gewalttätigen Rachefeldzug. Ob das noch gut enden kann?

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • The Naked Man: Wilder Film zwischen abgedrehter schwarzer Komödie und sentimentalem Melodram um einen catchenden Chiropraktiker.

    Ein schräge Komödie, an dessen Drehbuch immerhin Ethan Coen mitgeschrieben hat, wie auch an einigen Bizarrerien der Typen und inhaltlichen Details erkennbar wird. Michael Rapaport darf endlich eine schillernde Hauptrolle spielen und gibt dem Crazy-Comedy -Affen kräftig Zucker mit persönlichem Niveau. Liebhaber verrückter Filme kommen amüsant auf ihre Kosten.

    Der Beruf des Chiropraktikers erfordert sicher außer der medizinischen Ausbildung auch eine gute Portion Charisma und besondere physischer Fähigkeiten, weshalb man ja auch gern vom Knochenbrecher spricht, wenn man seine schmerzenden Gebeine wieder einrenken lassen muss. Regisseur J. Todd Anderson und Ethan Coen haben gemeinsam eine Story geschrieben, die nach dem Prinzip kontrapunktischer Effekt funktioniert. Der freundliche Dr. Blis (Rapaport) ist bei seinen Patientinnen und Patienten äußerst beliebt, und seine Heilerfolge sind unumstritten. In der Nacht allerdings wird er zum Wilden und steigt in den Catcher-Ring, bekleidet mit einem Trikot mit aufgedruckten Abbildungen von Körperteilen. Eigentlich aber ist der nette Chiropraktiker ein ganz normaler Mensch, der seinen Lebensunterhalt verdienen muss und sich deshalb allabendlich als Catcher betätigt. Seine hübsche junge Frau wird ihn auch sehr bald zum Vater machen. Was sich wie ein harmonisches Bürgerleben ankündigt, erfährt plötzlich einen besonders brutalen Schicksalsschlag. Dr. Blis flippt völlig aus und mutiert zum tödlich um sich schlagenden Rächer. Das passiert auf eine so übertriebene und hysterische Weise, dass momentweise sogar surreale Stimmungen aufleuchten, die aller Wahrscheinlichkeit nach Ethan Coen zuzuschreiben sind. Ansonsten entbehrt Andersons Inszenierung nicht einer allzu vordergründig eklektischen Routine in Sachen Merkwürdigkeiten unheimlicher Art, die sich aber im Dekorativen erschöpfen, wenn man bei skurril aussehenden und kostümierten Typen an David Lynch denken soll. Als Entertainment ohne besonderen Tiefgang eine leicht verdauliche Kost. fh.

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