Terry Gilliam träumt wieder vom "Man Who Killed Don Quixote"

Alexander Jodl |

The Man Who Killed Don Quixote Poster

Es ist sein größter Traum - und wurde zum größten Albtraum. Doch der Kultregisseur will sich erneut an das legendäre Filmprojekt machen.

Terry Gilliam - Schöpfer solch wundervollen Filme wie „Brazil“ oder „König der Fischer“ hat es ja immer wieder gesagt: Er wird ihn drehen, den „Man Who Killed Don Quixote„. Und wenn es das Letzte ist, was er in seinem Leben macht. Immerhin werkelt der Ex-Monty-Python ja schon seit mehr als 15 Jahren an dem Projekt herum. Das ganze filmische Debakel dient mittlerweile als Lehrstück für Filmstudenten, die alles Wissenswerte übers Scheitern beim Dreh lernen wollen. Übrigens ganz zauberhaft eingefangen in der Dokumentation „Lost in La Mancha„, die das Zerbrechen der cineastischen Herzensangelegenheit von Terry Gilliam in ganzer schicksalhafter Pracht zeigt.

Aber aufgeben? keine Option für den genialen Filmemacher mit dem Händchen für Rückschläge. Und jetzt ist auch durchgesickert, woher das Geld für den nächsten Versuch stammen könnte. Aus der Kasse von Amazon. Gilliam gehört nämlich zu den Filmschaffenden, die gemeinsam mit dem mächtigen Online-Kaufhaus Filme drehen werden, um das keimende Streaming-Geschäft des E-Tailers weiter nach vorne zu bringen. Und auch „Man Who Killed Don Quixote“ scheint bei dem Plan eine Rolle zu spielen. Ob jedoch die zuletzt geplanten Hauptdarsteller Jack O’Connell und John Hurt noch aktuell sind, ist nicht bekannt. Für Amazon hat er aber durchaus lobende Worte übrig: „Das ist keine jahrealte Bürokratie wie beim Studiosystem - die sind voll mit Leuten die offen sind für neue und frische Ideen.“

Schön, das zu hören. Dass ein chaotisches Genie wie Terry Gilliam sich mit bürokratischen Systemen eher schwer tut, ist leicht zu begreifen. Dass er „The Man Who Killed Don Quixote“ unter „neue und frische Idee“ einordnet, eher weniger. Aber wie auch immer: Hauptsache das Ganze kommt wieder ins Laufen. Schließlich ist die ganze Filmwelt schon sehr gespannt, wodurch der Dreh diesmal zum genialistischen Rohrkrepierer wird. Alles im Dienste der Nachwuchsbildung, natürlich.

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