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Über die Produktion

Gibt es tatsächlich so etwas wie Vorsehung? Bestimmt das Schicksal unseren Lebensweg, mischt es die Karten, oder ist unser Leben reiner Zufall? Im Zentrum von Nicholas Sparks‟ „The Lucky One“ (The Lucky One – Für immer der Deine) steht die ewige Frage, ob unser Lebenvorherbestimmt ist. Regisseur Scott Hicks meint: „Dieses Konzept hat mich sofort fasziniert: die Vorstellung, dass ein zufälliges Ereignis – jemand findet mitten im Nirgendwo ein Foto – nicht nur ein Leben, sondern alle Leben verändert, mit denen dieser Mensch in Berührung kommt. Das Schicksal bildet den Mittelpunkt der Story, und mir gefiel, dass es in ein sehr realistisches Umfeld eingebettet wird.“

Sparks verrät, dass der Ausgangspunkt seiner Geschichte ein durchaus realistisches Ereignis war: „Erstmals ließ ich mich zu einem Buch von einem einzelnen Motiv inspirieren: Ein Soldat findet ein Foto, das fast von Sand bedeckt ist, und zieht es heraus. Wie besessen überlegte ich, was wohl passiert, wenn er dieses Foto als seinen Talisman begreift.“ In „The Lucky One – Für immer der Deine“ ist das Foto mehr als ein Glücksbringer – es wird zum Katalysator eines Entdeckungs- und Heilungsprozesses. „The Lucky One – Für immer der Deine“ ist bereits der vierte Sparks-Roman, den Produzentin Denise Di Novi auf die Leinwand bringt. Sie berichtet: „Ich liebe Nicholas‟ Romane, seit ich ‚The Notebook„ (Wie ein einziger Tag) gelesen habe. Jede seiner Geschichten bestärkt unseren Glauben an die Liebe und an das, was sie vermag – auch dieser Roman ist keine Ausnahme. Wahrscheinlich wollen wir alle daran glauben, dass die Liebe alle Hindernisse überwindet – egal wie schlecht die Chancen auch stehen.“

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Zac Efron übernimmt die Hauptrolle des Marines Logan, der scheinbar gegen jede Wahrscheinlichkeit drei Einsätze im Irak unbeschadet überstanden hat. Der Schauspieler fühlte sich von den miteinander verwobenen Themen Glück, Liebe und Schicksal angesprochen: „Wir alle hoffen, dass die Liebe unser Schicksal ist. Wir wünschen uns, dass sie uns vorherbestimmt ist. Oft wirkt sie ja so. Warum auch nicht? Das fasziniert mich an dieser Story ganz besonders.“ Produzent Kevin McCormick stimmt ihm zu: „Nick Sparks verbindet auf wunderbare Art die beiden Motive Liebe und Schicksal, und Scott Hicks hat das auf eine Weise umgesetzt, die gleichzeitig überrascht und unausweichlich erscheint.“

Will Fetters, der die Filmfassung von Sparks‟ Roman geschrieben hat, stellt fest: „Ich kann gar nicht genug betonen, wie sehr Scott mich mit seinen Beiträgen unterstützt hat.“ Und er fügt hinzu, dass der Romanautor ihm das denkbar beste Fundament geliefert hat: „Noch bevor ich das Buch überhaupt gelesen hatte, begeisterte mich die Idee, dass ein Soldat zu begreifen versucht, warum er immer noch lebt – was die Frage aufwirft, ob das, was wir erleben, aus einem bestimmten Grund geschieht. Diese Frage lässt sich nicht beantworten, aber sie bildet den Subtext des Skripts.“

Taylor Schilling spielt die Frau auf dem Foto, das zum Glücksbringer eines Mannes wird, von dessen Existenz sie keine Ahnung hat: „Schon beim Lesen konnte ich mich sehr gut in die Rolle einfühlen. Beide müssen sich mit einem ungeheuren Verlust und auch mit der Möglichkeit großer Freude auseinandersetzen. Ob das nun Schicksal ist oder nicht – jedenfalls ist es sehr romantisch.“ „Wahrscheinlich haben die meisten Menschen zumindest zeitweise einen Talisman, und egal ob wir nun wirklich daran glauben oder nicht – jedenfalls drückt sich damit eine Hoffnung aus“, sagt Di Novi.

Produktion: Die Besetzung

„The Lucky One – Für immer der Deine“ beginnt im Irak, wo U.S. Marine Sergeant Logan Thibault (Efron) seinen dritten Einsatz ableistet. Fast sofort gerät er in ein Feuergefecht, das sein Leben nachhaltig beeinflusst. Die Rolle hat auch Efron verändert, der sich körperlich und emotional buchstäblich verwandeln musste, um auszusehen, zu handeln und zu reagieren wie ein Marine. Denn Logan hat bei seinen Einsätzen im Kriegsgebiet mehr Gewalt und Verluste erlebt, als seine Familie und seine Freunde daheim sich überhaupt vorstellen können. Hicks erklärt: „Als wir Logan kennen lernen, müssen wir verstehen, was er durchgemacht hat, wir müssen das Trauma begreifen, das ihn seit diesem Konflikt beschäftigt. Von Zacs Engagement bin ich schwer beeindruckt: Er hat sich nicht nur körperlich verändert, sondern sich auch mental in die Verfassung eines Soldaten eingelebt. Als der etwas geheimnisvolle Logan wirkt er eher verschlossen – anfangs erfahren wir nicht sehr viel über diese Figur.“

„Zunächst war ich durchaus nicht davon überzeugt, dass ich diese Rolle bewältigen könnte“, erinnert sich Efron. „Doch je mehr ich darüber nachdachte und je mehr ich mit Scott darüber sprach, desto klarer wurde mir, dass ich wohl kaum jemals wieder die Chance bekommen würde, eine Rolle zu spielen, die sich so deutlich von meinen bisherigen unterscheidet. Natürlich wusste ich, dass ich hart daran arbeiten musste, Logan glaubwürdig zu spielen, und ich fühlte mich unter Scotts Anleitung sehr gut aufgehoben.“ Di Novi sagt: „Einer der schönsten Aspekte meiner Arbeit als Produzentin ist, die Verwandlung von Schauspielern mitzuerleben – genau das hat Zac hier geleistet. Er wirkt in diesem Film völlig anders. Wie er geht, wie er steht, seine Haltung … es war spannend mitzuerleben, wie er Logan wurde.“ Das bestätigt auch McCormick: „Obwohl er eine derartige Rolle noch nie gespielt hat, gelang es Zac, Logan eine ganz spezifische, unverwechselbare Persönlichkeit zu geben. Wir erlebten buchstäblich mit, wie jemand, der bisher in allen seinen Filmen betont jugendlich aufgetreten ist, vor unseren Augen erwachsen wurde. Das hat deutlich geholfen, Nick Sparks‟ Romanfigur zum Leben zu erwecken. Zac sieht nicht nur wie ein Marine aus, er zeigt auch sein Leid ebenso wie seine Stärke.“

Zu Efrons Vorbereitung auf die Rolle des erfahrenen Marines gehörten anstrengende Monate körperlichen Trainings mit dem Militärberater James Dever, einem Sergeant Major im Ruhestand, der 25 Jahre im U.S. Marine Corps verbracht hat. Und nach Beginn der Dreharbeiten musste Efron jeden Morgen um 3.30 Uhr aufstehen, um das Training fortzusetzen. Dadurch und durch strikte Diät nahm der Schauspieler zehn Kilogramm zu. Um die äußerliche Verwandlung komplett zu machen, rasierte sich Efron seine berühmten Locken ab. Ebenso schwierig – wenn nicht noch schwieriger – war die innere Verwandlung. Um sich in die Psyche seiner Figur versetzen zu können, reiste Efron mit Hicks zum Camp Pendleton. Dort sprach er mit Marines und erlebte Kampfsituationen mit eigenen Augen.

Efron erinnert sich: „Als ich dort ankam, tauchte ich in eine ganz andere Welt ein. Diese Männer haben ein Ziel vor Augen, blicken einem direkt ins Auge, wenden die Augen nie ab. Sie sind meine Generation, kämpfen aber an der Front. Sie haben ziemlich grausige Dinge erlebt. Wir haben uns etliche Stunden unterhalten – es waren die erstaunlichsten Gespräche, die ich je geführt habe. Nichts hätte mich besser auf die Rolle vorbereiten können. Dafür bin ich ihnen unendlich dankbar. Was sie mir an Geschichten und persönlichen Eindrücken schilderten, habe ich in die Darstellung des Logan eingearbeitet.“ „Wir nehmen sehr ernst, was diese jungen Männer in Übersee durchmachen“, betont Di Novi. „Zac geht respektvoll damit um, hat es in sich aufgenommen, tatsächlich verinnerlicht, und das sieht man auf der Leinwand. Es gelingt ihm hervorragend, die Erfahrungen dieser Jungs zu würdigen.“

Interessanterweise trugen etliche Marines, die Efron und Hicks kennen lernten, bei jedem Kampfeinsatz die unterschiedlichsten Talismane. Dazu Hicks: „Ein Sergeant zog die kaum noch erkennbaren Überreste einer Spielkarte hervor, die er während mehrerer Einsätze bei sich hatte. Einmal hatte er sie verloren, was ihn völlig verstörte, doch unter den ungewöhnlichsten Umständen fand er sie ganz zufällig wieder. Seine Gefühle haben uns tief bewegt.“

Ein zentrales Motiv des Films ist Logans Verbindung zu dem, was er als seinen persönlichen Glücksbringer empfindet – das Foto einer Fremden, das er mitten im Kriegsgebiet findet. Dazu Efron: „Eben weil er dieses Bild findet, überlebt er. Er war zur richtigen Zeit am richtigen Ort, und danach scheint er Situationen zu meistern, die er eigentlich gar nicht überleben kann, während seine Kameraden nicht so viel Glück haben – er nimmt das also sehr persönlich.“ Als Logan in die USA zurückkehrt, kann er sich nicht mehr an das Leben mit seiner Familie gewöhnen. Will Fetters sagt, dass viele seiner Freunde, die ihren Militärdienst abgeleistet haben, ebenso reagierten: „Wenn diese Veteranen nach Hause kommen, fühlen sie sich völlig entwurzelt. Es dauert eine gewisse Zeit, den Lebensrhythmus wiederzufinden. Die einstmals vertraute Umgebung wirkt fremd. Niemand kommt unverändert zurück.“

Logan kann auch seine Neugier nicht unterdrücken und will herausfinden, was es mit der Frau auf dem Foto auf sich hat, die ihm unbeabsichtigt das Leben gerettet hat. Er will wissen, wo sie lebt, und sucht im Internet den Leuchtturm, der im Hintergrund des Fotos zu erkennen ist. Als er fündig wird, reist er in Begleitung seines Hundes Zeus von Colorado nach Louisiana. Auch die Filmemacher suchten nach dem Objekt von Logans Mission – und fanden es schnell in der Schauspielerin Taylor Schilling, die sie als Beth Green besetzten. „Taylor gelingt es auf wirklich außergewöhnliche Weise, komplexe Emotionen auszudrücken“, sagt Hicks. „Ihre Augen sprechen Bände.“

Als die Filmemacher Schilling und Efron gemeinsam testeten, wirkte ihr Zusammenspiel auf der Leinwand derart überzeugend, dass es darüber keine zwei Meinungen gab. Dazu Hicks: „Darin besteht immer das große Unbekannte: Funktioniert es, wenn die Stars zusammen agieren? Stimmt die Chemie? Dass Zac und Taylor zusammenpassen, war vom ersten Moment an unübersehbar.“ Als Beth und Logan sich kennen lernen, misstraut sie ihm dagegen sofort. „Beide sind in gewisser Weise innerlich zerbrochen“, berichtet Efron. „Sie kapselt sich ab und versteht nicht, warum er sie aufgesucht hat.“ Auf dem Foto lächelt Beth. Doch die Frau, die Logan antrifft, „hat offenbar einen großen Verlust erlitten“, sagt Schilling. „Sie kann diese schwere Last nicht abschütteln: ihre Trauer, ihre Abwehrhaltung, ihr Leid, ihre Verletzlichkeit. Ob sie nun darauf vorbereitet ist oder nicht – jedenfalls taucht Logan auf und bietet ihr die Chance, die Trauerarbeit in Angriff zu nehmen. Ich bewundere Beth dafür, dass sie den Mut und die Kraft dazu aufbringt, obwohl sie große Angst davor hat.“ Di Novi fügt hinzu: „Beth ist geschieden und erzieht ihr Kind allein. An die Verwirklichung ihrer Träume denkt sie schon lange nicht mehr – bis Logan auftaucht. Langsam begreift sie, dass sie vielleicht doch noch ein Anrecht auf Lebensglück und Liebe hat.“ Beth lebt im Haus ihrer Familie, sie leitet die Hundezucht mit ihrer Großmutter.

Die erfahrene Schauspielerin Blythe Danner spielt Ellie, die beobachtet, wie Logan mit Zeus umgeht – daraufhin engagiert sie Logan als Mitarbeiter, obwohl Beth ihre Einwände geltend macht. Hicks kommentiert, dass Ellie vielleicht auch noch andere Gründe hat: „Ellie merkt, dass es zwischen Logan und Beth gefunkt hat – sie kann sich vorstellen, dass die beiden ein Paar werden. Blythe bringt all ihr unübertreffliches Talent und ihren Witz in die Rolle dieser atypischen Großmutter ein.“ „Mir hat es viel Freude gemacht, in ‚The Lucky One – Für immer der Deine„ mitzuwirken“, berichtet Danner. „Der Film geht sehr zu Herzen. Die zurückhaltende Ellie beobachtet ganz genau, was abläuft. Sie ist die Schutzpatronin, liebt ihre Enkelin und ihren Urenkel abgöttisch, freut sich, die beiden bei sich zu haben – sie und ihr Unternehmen geben ihrem Leben einen Sinn. Ich glaube zwar nicht an das Schicksal, aber es war sehr schön, eine Frau zu spielen, die davon überzeugt ist. Denn Ellie zweifelt nicht daran, dass es Logan vorherbestimmt ist, in diese Familie aufgenommen zu werden.“ McCormick stellt fest: „Ellie hat ein sehr großes Herz und nimmt das Leben, wie es ist. Blythe spielt sie sehr humorvoll – sie bringt ihre Szenen zum Leuchten.“

Auch Beths siebenjähriger Sohn Ben nimmt Logan mit offenen Armen auf – diese Rolle übernimmt Riley Thomas Stewart. Die Filmemacher testeten Hunderte von Kindern, um den richtigen Ben zu finden. Dazu Di Novi: „Mit Riley haben wir ins Schwarze getroffen.“ Logan freundet sich mit Ben an, der ihn begeistert im Schach schlägt und Zauberkunststücke vorführt. Logan ermutigt Ben, Geige zu spielen, was sein eigener Vater abgelehnt hat. Stewart nahm Violinunterricht, um sein Solo selbst zu spielen. „Das war sehr schwierig, denn ich musste gleich mit den schweren Lektionen anfangen“, erinnert sich Stewart. „Aber mir gefiel der magische Aspekt dabei – ich habe ein ganzes Stück einstudiert.“ Schilling berichtet: „Zwischen den Einstellungen wollte Riley Fangen oder mit seinen Rennautos spielen, aber er konnte den Schalter sofort umlegen, wenn die Kamera lief. Er liefert eine bemerkenswerte Leistung.“ Hicks fügt hinzu: „Es war ein Geschenk, dass wir Riley gefunden haben. Sein Charme, sein überschwängliches Wesen entsprechen seiner Natur. Er steckt voller Energie, die wir sehr gut für seine Rolle nutzen können.“

Bens Vater und Beths Ex-Mann Keith Clayton ist Deputy Sheriff des Ortes. Er benutzt seinen Sohn Ben, um Beth einzuschüchtern und unter Kontrolle zu halten. Noch schlimmer wird es, als er Logan eifersüchtig beobachtet – er betrachtet ihn in seiner Familie als Eindringling. Diese Rolle übernimmt Jay R. Ferguson – er sagt: „Keith nutzt seine Position als Sheriff zu seinem Vorteil aus. Mit dieserAutorität versucht er Beth total abzuschotten. Als Logan auftaucht, erlebt Keith erstmals, dass sich jemand gegen ihn wehrt und nicht einschüchtern lässt.“ „Keith ist der Bösewicht des Films, doch für alle großen Bösewichte müssen wir auch eine gewisse Sympathie entwickeln“, stellt Hicks fest. „Jay hat auf der Leinwand einetolle, sehr differenzierte Ausstrahlung, sodass wir den durchaus realen Konflikt in ihm deutlich spüren.“ „Diese miteinander verzahnten Beziehungen zwischen sehr unterschiedlichen Menschen finde ich wirklich hinreißend“, fährt der Regisseur fort. „Denn es geht nicht nur um die mögliche Liebesgeschichte zwischen Logan und Beth, sondern um fünf Personen, deren Leben sich nachhaltig ändert, als Logan das Foto im Sand findet.“

Auch die vierbeinigen Mitwirkenden spielen eine entscheidende Rolle, besonders Logans Hund und ständiger Begleiter Zeus. Er wird von dem sechsjährigen Schäferhund Rowdy dargestellt und ist das einzige Lebewesen, mit dem Logan nach seiner Rückkehr vom Kriegseinsatz gut zurechtkommt. Wie ihre Filmfiguren waren auch Efron und Rowdy am Set unzertrennlich. „Es ist interessant, einen Sidekick wie Rowdy zu haben“, sagt Efron. „Weil er ständig an meiner Seite war, konnte ich mich besser mit meiner Rolle identifizieren. Das Band zwischen uns ist unglaublich stark.“

Sparks gestaltete Zeus in Anlehnung an seinen eigenen Schäferhund Rex, einen von fünf Hunden, die der Autor als „seine Mitarbeiter“ bezeichnet und die immer bei ihm sind, wenn er schreibt. Seit er ein Jahr alt war, lebt Rowdy in der Obhut von Boone Narr, dem Tiertrainer des Films. In Rowdys Filmografie findet sich eine Hauptrolle in dem aktuellen „Cats & Dogs: The Revenge of Kitty Galore“ (Cats & Dogs – Die Rache der Kitty Kahlohr). Narrs Firma Boone Narr‟s Animals for Hollywood stellte auch die übrigen Hunde zur Verfügung, die in Beths und Ellies Hundezucht in Pension leben und ausgebildet werden. Hicks legte Wert darauf, die Beziehung der Darsteller und Tiere so organisch wie möglich zu zeigen. Deshalb arbeiteten Efron, Schilling und Danner vor Beginn der Dreharbeiten in Louisiana einen Monat lang mit den Hunden auf Narrs vier Hektar großer Ranch in Castaic/California. Da Schilling und Danner erfahrene Hundetrainerinnen spielen, mussten sie den Umgang mit Hunden auf dem Geschicklichkeitsparcours lernen. Schilling musste außerdem üben, während des Joggens gleichzeitig mehrere Hunde an der Leine zu führen. Die Trainer ließen sie zunächst mit einem Hund laufen, dann mit zweien und schließlich mit fünf. „Das sieht zwar einfach aus, aber sie sind sehr groß und können einen Menschen leicht umwerfen“, lacht Schilling. „Ich hätte nie gedacht, dass das derart viel Spaß bringen würde. Eines Tages landeten wir alle aus Versehen im Teich – ich glaube, in dem Moment haben sie mich ins Rudel aufgenommen.“

Narr und zwei Tiertrainer fuhren von Los Angeles nach New Orleans – in ihrem Anhänger hatten sie 15 unterschiedliche Hunde dabei. Der größte war ein anatolischer Schäferhund und wog über 70 kg, der kleinste war eine drei Kilo leichte Chihuahua Mischung. Hinzu kamen eine Bulldogge, ein Rottweiler, ein Westgotenspitz, ein Westie und ein Golden Retriever. Mit Ausnahme der Terrier-Dame Jesse waren alle Hunde Männchen. Ein schwarzer Labrador namens Dexter wurde wenige Wochen vor Drehbeginn aus dem Tierheim in Los Angeles adoptiert und machte eine intensive Ausbildung durch, um in der Kriegssequenz im Irak als Militärhund aufzutreten.

Produktion: Die Dreharbeiten

„The Lucky One – Für immer der Deine“ entstand komplett in Louisiana. Die Filmemacher entschlossen sich, Sparks‟ Geschichte von dessen üblichem Schauplatz in North Carolina nach New Orleans zu verlegen und dort zu drehen. „Für uns war es eine wichtige Entscheidung, in New Orleans zu filmen, und ich bin sehr froh, dass wir das getan haben“, sagt Di Novi. „Die Stadt hat ein magisches Ambiente, die Einwohner umgibt eine mystische Aura. Der Bayou und der Einfluss der Cajuns sind einfach unverwechselbar. Dadurch bekommt der Film eine andere Struktur und Atmosphäre. Scott versteht es, diesen üppigen, sinnlichen Schauplatz zu unserem Vorteil zu nutzen.“

Zunächst drehte das Team fünf Wochen lang etwa 20 km von der Innenstadt entfernt in der Gemeinde St. Bernard, die den fiktiven Ort Hamden/Louisiana doubelt. Das zwölf Hektar große Privatgelände war im 19. Jahrhundert eine Zuckerplantage und diente nun als Anwesen der Green-Familie. Dazu Hicks: „Der Schauplatz für das Haus und die Hundezucht der Greens war der wichtigste. Mir gefielen vor allem die außergewöhnlichen Sichtachsen durch das Haus. Wenn wir durch Fenster und Türen beobachten können, was drinnen vorgeht, fühlen wir uns den Menschen verbunden – doch manchmal entsteht dadurch auch Distanz.“

Produktionsdesignerin Barbara Ling arbeitet schon seit zehn Jahren mit Hicks zusammen. Sie berichtet: „Wir suchten ein ländliches Farmhaus, das edel, aber ein wenig heruntergekommen wirkt – es sollte von einem großen Architekten entworfen sein, doch der Zahn der Zeit lässt die ehemalige Grandezza nur noch ahnen.“ Das eigentliche Haus hat den Hurrikan Katrina überstanden, aber die Veranda ging dabei zu Bruch. Ling und ihr Team setzten sie wieder instand und stellten auch eine Verbindung zwischen dem separaten Küchengebäude und dem Haupthaus her. „Scott und ich sprachen darüber, wie die Atmosphäre des Anwesens wirken sollte – wir wollen vermitteln, dass viele Generationen dort gelebt und jeweils etwas von sich zurückgelassen haben. Das ist uns, glaube ich, gelungen“, sagt Ling. „Die Besitzer hatten große Mengen des Originalmobiliars vor Katrina gerettet, gewaltige Frisiertoiletten, wunderschöne alte Schreibtische, und wir haben schließlich einiges davon verwendet, weil es speziell für dieses Haus angefertigt worden war.“ Sie verrät: „Es gab eine unglaubliche Frau, die dort gelebt hat, bis sie mit 98 Jahren starb. Wir erfuhren, dass sie Künstlerin war, denn wir fanden immer mehr Gemälde, die überall im Haus verstaut waren. Wir baten die Familie um Erlaubnis, diese Bilder an die Wände hängen zu dürfen – sie ist also überall spürbar. Endlich hat sie es zu einer Ausstellung gebracht!“

Als Hundezwinger wurde eine ganze Scheune neu gebaut, und zwar unter Verwendung von recyceltem, mit Druckluft behandeltem Holz. Obendrauf kam ein Blechdach. Die Scheune war komplett elektrisch verkabelt, hatte echte Fenster und eine Betonplatte mit Wasserabfluss. Obwohl Ling noch nie einen Hundezwinger gebaut hatte, lobten die Hundetrainer ihren gelungenen Entwurf und wollten ihn für eigene Zwecke in Kalifornien benutzen. Auch die Hunde fühlten sich darin wohl. Ein echter Rosengarten wurde gepflanzt und die sechs Wochen bis zum Drehstart gepflegt. Ein heruntergekommener Hühnerstall wurde ins Büro des Zwingers umfunktioniert – am Schwarzen Brett brachte man eine Collage von Hundefotos an, zu der etliche Mitarbeiter private Fotos beisteuerten.

Das Team drehte auch an Schauplätzen in den Gemeinden nördlich des Lake Pontchartrain. Dort entstanden zum Beispiel die irakischen Kriegssequenzen am Anfang des Films. Hicks orientierte sich dabei an den ungeschnittenen Aufnahmen von Soldaten, die er auf YouTube entdeckte. „Schon wenn man diese Bilder nur anschaut, gerät man in Panik“, berichtet Hicks. „Dieses Gefühl wollte ich ebenfalls vermitteln, indem ich den ungelenken Filmstil übernehme, damit die Zuschauer unmittelbar emotional in das Geschehen hineingezogen werden und begreifen, was Logan dort erlebt hat und was er nicht vergessen kann, als er nach Hause zurückkehrt.“ Ling verwandelte die vorhandenen Ruinen des St. Bernard Port in Chalmette/Louisiana in den zerbombten Stadtteil eines irakischen Ortes. Der Nachtangriff wurde mit Handkameras und authentischen Nachtsichtgeräten gefilmt. Keinerlei extra Filmscheinwerfer wurden verwendet, sodass es in dem leer stehenden Gebäude pechschwarz war. „Das Chaos war absolut real“, erinnert sich Kameramann Alar Kivilo. „Man konnte nur die Kameraleute mit ihren Nachtsichtobjektiven sehen, die sich bemühten, die Action möglichst rasant einzufangen.“ Hicks bestätigt: „Das pure Adrenalin, das uns am Set antrieb, ist auf der Leinwand zu spüren.“ Ling fügte zwei zerbombte Wände in einen Schutthaufen an einem Hafen vor den Toren von New Orleans ein, um die Auswirkungen des Nachtangriffs zu zeigen – dort findet Logan das Foto von Beth, das ihm das Leben rettet.

Logan hat dieses Foto bei sich, als er die plötzliche Explosion eines Humvee-Jeeps überlebt. Bei diesen in Zeitlupe gedrehten Bildern orientierte Hicks sich an einem Gespräch, das er mit einem Marine geführt hatte. Die extreme Nahaufnahme zeigt Logan, dessen Gesicht völlig verzerrt wird. Zu diesem Zweck wurde eine Druckluftkanone auf Efron gerichtet, der mit einer Weisscam-Zeitlupenkamera mit 1000 Bildern pro Sekunde gefilmt wurde. „Diese Zerdehnung der Zeit, während alles drum herum im Chaos versinkt, fand ich interessanter als eine Serie von Feuerball-Explosionen“, sagt der Regisseur. „Indem die Zuschauer auf Tuchfühlung mit Zac gehen, erleben sie die Situation direkt mit seinen Augen und bleiben nicht die üblichen objektiven Beobachter.“ „Gerade solche Ideen schätze ich an Scott Hicks“, bestätigt Kivilo. „Er denkt, fühlt und reagiert intuitiv wie ein Geschichtenerzähler. Ob bei einem Nachtangriff oder bei einem Gespräch in der Küche – immer setzt er die Kamera wunderbar ein, um der Story zu dienen.“

Hicks entschloss sich, in den Iraksequenzen echte Marines in Uniform einzusetzen, und Efron musste sich an diesem hohen Anspruch messen. Dazu der Schauspieler: „Die Ausrüstung inklusive Helm wiegt über 50 Kilo. Wenn man dann noch ein Maschinengewehr handhaben soll, dann sieht das einfacher aus, als es ist. Wir haben Wochen mit militärischem Drill und Waffenübungen verbracht. An einem Tag drehte ich mit Taylor eine romantische Szene im Ruderboot auf dem See, am nächsten trug ich Tarnanzug und Maschinengewehr.“

Die Kostümdesignerin sagt: „Alles Militärische wird natürlich genau recherchiert, aber Fakt ist: Es ist völlig egal, ob ich dachte: ‚Oh, die Kappe würde viel besser aussehen, wenn wir sie ein bisschen schräger setzen würden.„ So funktioniert das nicht. Alles läuft auf ganz bestimmte Weise ab. Die Soldaten sind in allem, was sie tun, äußerst präzise, weil sie die Uniform als Teil ihres Körpers und ihrer Disziplin begreifen.“

Auch Logans Zivilkleidung ist sehr zweckmäßig. Dazu Pink: „Er ist viel unterwegs – was nicht in seinen Rucksack passt, kann er auch nicht tragen. Er bevorzugt Jeans, T-Shirts und Stiefel – und die trägt er täglich. Wir haben bewusst dunkle Farbtöne ausgewählt, um seinen düsteren Charakter zu unterstreichen.“ Dagegen tragen Taylor Schilling und Blythe Danner hellere Kleidung, die aber auch leger und funktional ist. Pink berichtet: „Als Beth mehr Zeit mit Logan verbringt, verändert sie sich – in ihrer Kleidung ist dann ein eher romantischer Aspekt zu spüren.“ Zu den Schauplätzen im Großraum New Orleans gehören der Camp Salmen Nature Park, wo die französisch-kreolische Handelsstation aus dem 19. Jahrhundert als Logans renovierungsbedürftige Unterkunft verwendet wurde; die Trinity Evangelical Lutheran Church in Abita Springs, wo der dortige Pastor Dustin Bergene und der Chor in der Szene auftreten; und die Houmas House Plantation and Gardens, eine einst florierende Zuckerplantage am Mississippi-Ufer, wurde in das Anwesen der Clayton-Familie umfunktioniert, wo ein aufwändiges Gartenfest stattfindet.

Der stürmische Höhepunkt des Films wurde in der Gemeinde St. Tammany Parish am Nordufer des Lake Pontchartrain gedreht. Die Abtei und das Seminarkolleg St. Joseph bildet den Schauplatz für das Baumhaus des jungen Ben und die nahe Hängebrücke über einem wirbelnden Bach. Um das Wasser tiefer zu machen, baute man einen Staudamm. Um die wilden Stromschnellen zu simulieren, fixierte man Jet-Skis mit Tauen im Wasser und ließ die Motoren mit voller Kraft laufen. Beim Dreh Anfang Dezember mussten die Kameraleute Taucheranzüge tragen, um in dem bewegten, eiskalten Wasser filmen zu können.

Zwischen den Einstellungen spülten sich die Darsteller und Teammitglieder mit warmem Wasser aus Schläuchen ab, die unter der Wasseroberfläche verborgen waren. Eine der bedeutendsten Kulissen des Films bildet der Leuchtturm auf dem Foto, durch den Logan zu Beth findet. Es handelt sich um das River Lighthouse in Port Eads/Louisiana an der Mündung des Mississippi. Der eiserne weiße Turm zählt zu den wenigen Gebäuden in dieser Gegend, die den Hurrikan Katrina heil überstanden haben. Das Foto, das Logan halb um den Globus in einer zerstörten Welt gefunden hat, ebnet ihm vielleicht den Weg in ein neues Leben. Doch vielleicht war alles auch nur Zufall. Die Filmemacher und Darsteller überlassen es jedenfalls den Zuschauern, dies selbst zu beurteilen. „Ob es nun Schicksal ist oder nicht – die Geschichte ist sehr zärtlich und sehr authentisch – ich finde, es ist eine wunderschöne Lovestory“, meint Efron. Dazu Schilling: „Ich hoffe, dass sich irgendwo einige Zuschauer durch den Film inspirieren lassen, etwas mehr Vertrauen zu haben oder den Mut aufzubringen, Risiken einzugehen und ihrem Herzen zu folgen – wohin auch immer der Weg dann führt.“

Kevin McCormick sagt: „Den Zuschauern wird diese Reise mit Logan und Beth gefallen, weil sie sehr gefühlsbetont erzählt wird. Letztlich fügt das Konzept des Schicksals, wie Nicholas Sparks es im Buch andeutet, der Romanze eine weitere Facette hinzu.“ Di Novi sieht das ähnlich: „Nick stellt sich dem Thema Liebe und findet immer wieder neue Wege, darüber zu erzählen und den Menschen Hoffnung zu geben – selbst wenn wir einen Verlust verkraften müssen, Leid erfahren und trauern, bietet die Liebe eine Konstante im Leben, die plötzlich auftauchen und uns auf geheimnisvolle Weise überraschen kann.“ Hicks sagt: „Manche meinen, dass wir uns zufällig begegnen. Andere glauben, dass das Schicksal die Menschen zusammenbringt. Egal wie – großes Glück haben all jene, die die Liebe finden.“

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