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The Loss of Sexual Innocence

Kinostart: 29.04.1999

Filmhandlung und Hintergrund

Symbollastige, impressionistische Episoden um die Erlebnisse eines Kameramannes in Afrika.

Kameramann Nic führt scheinbar ein glückliches Familienleben. Doch bei einem Wochenendtrip mit Frau und Sohn schweifen seine Gedanken ab und er erinnert sich an Stationen seines Lebens, die ihn zu dem gemacht haben, was er heute ist. Als Fünfjähriger sah er zum ersten Mal einen Toten, als 16-Jähriger erlebte er innnerhalb kürzester Zeit Wonnen wie Schmerzen der Liebe, und als Erwachsener machte er sich in Tunesien gleich in dreifacher Hinsicht für alle Zeiten schuldig…

Kameramann Nic führt scheinbar ein glückliches Familienleben. Doch bei einem Wochenendtrip mit Frau und Sohn schweifen seine Gedanken ab und er erinnert sich an Stationen seines Lebens, die ihn zu dem gemacht haben, was er heute ist. Nicht immer überzeugende, abenteuerliche Odyssee in die Tiefen der Seele von Autor-Regisseur Mike Figgis.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • The Loss of Sexual Innocence: Symbollastige, impressionistische Episoden um die Erlebnisse eines Kameramannes in Afrika.

    Der Brite Mike Figgis, weltberühmt durch die epochale und unsentimentale Liebes-, Tod- und Suff-Ballade „Leaving Las Vegas“, bleibt seinem Wunsch nach Experimenten treu. Auf der Basis von Jugenderinnerungen, die er bereits 1982 verfilmen wollte und die seine Afrika-Erfahrungen spiegeln, schafft er mit der Sammlung von Kurzgeschichten („Short Stories“ sollte der Film ursprünglich heißen), eine sehr persönliche Reise in die Erinnerungswelt eines Kameramannes, die zusätzlich durch Szenen aus dem Paradies zwischen einem Schwarzen Adam und einer weißen Eva leitmotivisch unterbrochen werden.

    Was in den grobkörnigen Aufnahmen des auf 16mm gedrehten und auf 35 mm aufgeblasenen Films wie das langsame Eintauchen in Urzeiten und vergangene, auch traumatische Erlebnisse wirkt, entspricht in gewisser Weise der Proustschen Erinnerungsarbeit. Auslöser sind hier die Landschaften des Paradieses an einem See, Früchte, die Schlange und menschliche Intimbedürfnisse. Die Episoden um Nic (Julian Sands als leicht entfremdeter Reisender), seine Familie, den ersten Toten seines Lebens, die erste Freundin, die Begegnung mit Zwillingen, der tragische Tod eines Nomadenjungen und der Freundin von Nics Tonmann, alle spiegeln und variieren den Sündenfall und den Verlust der Unschuld, den Fall ins Wissen und die Schuld.

    Das überzeugt am ehesten in der Tunesien- und Nomadenepisode, während die anderen Szenen merkwürdig beliebig wirken, einmal abgesehen von der Paradieserkundung, die als impressionistisches Gemälde auch losgelöst vom Film funktioniert. Ohne stringente Klammer wirkt Figgis symbollastige und gewollt parabelhafte Konstruktion ein wenig bleiern, auch wenn dank Beethoven, Schubert und anderen klassischen Komponisten ein Soundtrack von seltener Schönheit die Schwächen des Films überbrückt, der bei Freunden des Regisseurs und Afrikasüchtigen auf Gegenliebe stoßen sollte. ger.

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