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The Laundromat - Die Geldwäscherei

   Kinostart: 03.10.2019

The Laundromat: Netflix-Komödie über die Enthüllungen der Panama Papers

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Filmhandlung und Hintergrund

Netflix-Komödie über die Enthüllungen der Panama Papers

Ellen Martin (Meryl Streep) will nach Jahren der harten Arbeit ihren Traumurlaub in sonnigen Gefilden verbringen. Doch als ihr Urlaub im denkbar ungünstigsten Moment platzt, versucht sie ihre gefälschte Versicherungspolice nachzuverfolgen. Ihre Spur führt sie schon bald in ein schier bodenloses Loch und direkt in die Arme einer Anwaltsfirma in Panama City.

Die ansässigen Gründungspartner Jürgen Mossack (Gary Oldman) und Ramón Fonseca (Antonio Banderas) tragen nicht nur selbst die teuersten Anzüge, sondern verhelfen den oberen 10.000 ihre Reichtümer noch weiter anzuhäufen. Ihre Divise: Irgendjemand muss verlieren, warum nicht die Unschuldigen? Ihre Mittel zum Zweck: Steueroasen, Briefkastenfirmen und geheime Bankkonten für die Superreichen, um mehrere Millionen US-Dollar nicht zu versteuern.

So absurd und doch so wahr: Die Entdeckung wird bald an die Presse gespielt und im Jahr 2016 öffentlich gemacht. Die als „Panama Papers“ bekannten Dokumente schildern Strategien zur Steuervermeidung und belegen Straftaten von Politikern, Prominenten und nicht zuletzt den agierenden Anwälten um Mossack und Fonseca.

„Die Geldwäscherei“ – Wahre Hintergründe

Im April 2016 machten die Panama Papers weltweit Schlagzeilen, nur drei Monate später sicherte sich Regisseur Steven Soderbergh („Ocean’s 11“) die Verfilmungsrechte am Sachbuch von . Das Buch erschien zwar erst im Herbst 2018, doch die Brisanz des Themas ließ nicht nach.

Durch die Finanzierung durch Netflix und exklusive Verwertungsrechte probiert Steven Soderbergh erneut eine andere Verwertungsform aus. Der Filmemacher ist bekannt dafür, seine Filme etwa gleich selbst zu finanzieren und auszuwerten („Logan Lucky“) oder Filme auf unkonventionelle Weise zu produzieren („Unsane“ wurde nur auf iPhones gedreht). Mit „Die Geldwäscherei“ vereinte er nicht nur zwei Oscar-Gewinner im Hauptcast vor der Kamera (Streep und Oldman), sondern konnte trotz der Netflix-Auswertung bei den Filmfestspielen in Venedig seine Premiere feiern. Die Kritiker nahmen den Film mit gemischten Gefühlen auf.

„Die Geldwäscherei“ – Kinostart trotz Netflix-Film

Trotz der Veröffentlichung auf Netflix am 18. Oktober 2019 ist der Film ab dem 3. Oktober 2019 in ausgewählten Kinos in Deutschland zu sehen. Die Altersempfehlung ist ab 16 Jahren angegeben.

Auf der Besetzungsliste tummeln sich neben den drei Stars Meryl Streep, Gary Oldman und Antonio Banderas noch weitere prestigeträchtige Namen: Jeffrey Wright, Melissa Rauch, David Schwimmer und Sharon Stone vervollständigen das Schaulaufen in Soderberghs neuester Komödie.

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Kritiken und Bewertungen

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15 Bewertungen
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Kritikerrezensionen

  • The Laundromat - Die Geldwäscherei: Netflix-Komödie über die Enthüllungen der Panama Papers

    Beschwingte Farce um eine Rentnerin, die einen Versicherungsbetrug aufklären will und einem globalen Finanzskandal auf die Spur kommt.

    Lange plante Steven Soderbergh einen Film über die Aufdeckung der Panama-Papers-Affäre. Dass er die spektakuläre Geschichte aber nicht in Form eines Verschwörungsthrillers im Stil von „Die Unbestechlichen“ oder „Spotlight“ umsetzen, sondern die Form einer Farce wählen, einen knalligen Film aus einem trockenen Sujet machen würde, das ist eine schöne Überraschunge. Natürlich fällt einem gleich „The Big Short“ ein, der ebenfalls komplizierte Finanzdrahtseilakte mit wilden filmischen Kapriolen aufpeppt, aber mehr noch scheint sich Soderbergh von den frechen und respektlosen Filmen seines erklärten Idols Richard Lester inspiriert haben lassen. „The Laundromat“ hat den Swing der „Ocean’s“-Filme, den hintergründigen Humor von „Der Informant!“ - der ebenfalls im Wettbewerb in Venedig gelaufen war - und den genauen Blick von „Erin Brockovich„. Aber vor allem ist der Film wild und entfesselt. Und er ist so ungeheuerlich, dass er ausgerechnet Jürgen Mossack und Ramón Fonseca, die beiden Architekten eines der größten Finanzskandale der Geschichte, als Helden des Films in den Mittelpunkt rückt. Immer perfekt gekleidet und mit viel Verve übernehmen Gary Oldman und Antonio Banderas gewissermaßen die Führung durch den Film, erläutern wie in einem Sketch von Monty Python nonchalant, was genau die Angelegenheit so ungeheuerlich macht und erklären immer auch, dass sie sich nichts zu Schulden haben kommen lassen. Wir? Wir waschen unsere Hände in Unschuld! Sie sind griechischer Chor, Lounge Lizards, Gebrauchtwagenhändler und Conferenciers in einem. Allein die Einführung des Films, in der sie beschreiben, warum die Menschheit irgendwann begann, den Geldhandel einzuführen, ist Kino für die Ewigkeit (mal abgesehen davon, dass „The Laundromat“ wie schon Soderberghs auf dem iPhone gedrehter Basketballfilm „High Flying Bird“ für Netflix entstand).

    Aber die Geschichte hat Haken und Ösen. In einer zweiten Rahmenhandlung folgen wir Meryl Streep als einfache amerikanische Rentnerin Ellen Martin, die Gerechtigkeit will, nachdem ihr Mann mit 20 weiteren Menschen bei einem Sightseeing-Bootausflug ertrunken ist, nachdem das Schiff von einer Flutwelle erfasst wird und kentert. Ein Fall für die Versicherung. Doch die will nicht zahlen, weil sie ihre Verantwortung auf eine andere Versicherung übergeben haben, die es aber ebensowenig wirklich zu geben scheint. Als Ellen auch noch um ihre neu gekaufte Wohnung in Las Vegas betrogen wird, macht sie sich auf die Suche nach den Verantwortlichen. Auf dem Weg lernen wir fadenscheinige Geschäftsleute in Panama kennen, es gibt Umwege über eine reiche schwarze Familie, deren Oberhaupt sich Absolution von einem Seitensprung mit der besten Freundin seiner Tochter mit vermeintlich wertvollen Firmenanteilen erkaufen will, und einen fadenscheinigen Deal zwischen einem europäischen Banker und einflussreichen chinesische Politikern, die nebenher einen florierenden Organhandel betreiben. Viel schmutziger und verkommener als hier kann die Welt gar nicht sein. Und doch setzt „The Laundromat“ ein Lächeln auf, folgt dem irren Treiben mit Freude. Bis am Schluss es Meryl Streep als Lady Liberty selbst auf sich nimmt, den ganzen Film als großen Schwindel zu entlarven und das Publikum direkt anzusprechen. ts.

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