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Fakten und Hintergründe zum Film "The Ides of March - Tage des Verrats"

Kino.de Redaktion |

The Ides of March - Tage des Verrats Poster

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Über die Produktion

„Offensichtlich bewegen sich die Protagonisten von THE IDES OF MARCH -Tage des Verrats wie Figuren eines faszinierenden Schachspiels auf der ganz großen politischen Bühne, ohne dass man immer genau weiß, ob sie selbst bestimmt sind oder von außen manipuliert werden“,

erläutert George Clooney die Wahl seiner vierten Regiearbeit. „Trotzdem sehe ich den Stoff nicht als Politfilm, sondern würde allenfalls von einem politischen Thriller sprechen. Anhänger der demokratischen Partei dürften den Beginn der Geschichte mögen, während die Republikaner vermutlich eher vom Finale angetan sein werden. Doch für uns war besonders wichtig, keine Positionen einer parteipolitischen Agenda ins Zentrum zu rücken oder gar zu übernehmen. Vielmehr nutzen wir die Schlangengrube Politik als Hintergrund einer extrem spannenden Story. Es geht um einen Idealisten, der es mit mächtigen Gegnern aufnehmen muss, die Worte wie tödliche Waffen nutzen können oder mit Indiskretionen über Macht und Niedergang entscheiden. So fällt in THE IDES OF MARCH - TAGE DES VERRATS zwar kein einziger Schuss - doch man hat permanent das Gefühl, als stünde die idealistische Hauptfigur im Visier unsichtbarer Scharfschützen, die jeden Moment seine Integrität zerstören könnten.“

THE IDES OF MARCH - TAGE DES VERRATS basiert auf einem Theaterstück des jungen Dramaturgen Beau Willimon, der die Idee im Sommer 2004 entwickelte, nachdem er im Kampagnenstab des demokratischen Präsidentschaftsbewerbers Howard Dean während der Vorwahlen in Iowa gearbeitet hatte. „Farragut North“ nennt Willimon sein Stück und bemerkt hinsichtlich seiner Inspirationen, dass es sich bei den Figuren um eine „fiktive Vermischungen hunderter Charaktere aus der Welt der Politik handelt, die bei verschiedenen Kampagnen meinen Weg kreuzten.“ Willimon weiter: „Aber was immer im Stück erwähnt und nun auch im Film reflektiert wird, ist absolut realistisch: die Bereitschaft, Gesetze zu brechen, in Hinterzimmern schmutzige Deals auszuhandeln und den demokratischen Prozess zu manipulieren. Es ist erschreckend, wie weit Menschen zu gehen bereit sind, um am Ende das wichtigste Amt des Landes zu bekleiden. Du wirst nicht Präsident in diesem Land, wenn du sauber nach den offiziellen Regeln spielst.“

„Farragut North“ debütierte 2008 auf der Bühne der Atlantic Theater Company in New York, bevor es 2009 auch im Geffen Playhouse in Los Angeles aufgeführt wurde. Dort geriet es bald auch in das Blickfeld der Produktionsfirma Smokehouse Pictures, die Clooney gemeinsam mit Grant Heslov gegründet hatte - einem langjährigen Freund und Projektpartner, mit dem er bereits bei Stoffen wie GOOD NIGHT, AND GOOD LUCK oder Männer, die auf Ziegen starren kollaboriert hatte.

Die Adaption des Stückes für die Leinwand forderte einige Veränderungen - nicht zuletzt die Entwicklung des charismatischen Gouverneurs Morris, der in der Bühnenfassung nur erwähnt wurde, aber nie in Erscheinung trat. „Im Theater funktionierte das wunderbar“, so Clooney, „doch für das Kino brauchten wir eine sichtbare Lichtgestalt, auf die zunächst alle Hoffnungen projiziert werden können, bevor sich seine Ehrenhaftigkeit als erschütternde Scharade erweist. Außerdem änderten wir den Titel, der allzu spezifisch für einen Kinofilm erschien.“

Ursprünglich hatten Clooney und Heslov vor das Projekt 2008 zu realisieren, bevor ihnen die tagesaktuelle Politik einen Strich durch die Rechnung machte. „Wir hatten etwa anderthalb Jahre an dem Drehbuch gearbeitet“, erklärt Clooney, „als Obama zum Präsidenten gewählt wurde. Mit ihm verbanden sich so viele Hoffnungen und freudige Aufbruchsstimmung, dass es uns schlicht der falsche Zeitpunkt schien, THE IDES OF MARCH - TAGE DES VERRATS zu drehen. Die Menschen waren zu optimistisch für solch zynisches Material. Aber als die Euphorie abklang und wir bald alle wieder von der Realität eingeholt wurden, hatte die Geschichte nichts an Brisanz verloren und wir konnten loslegen.“

„THE IDES OF MARCH - TAGE DES VERRATS ist eine großartige, zeitgemäße Geschichte voll scharfzüngiger Dialoge und fesselnder Thriller-Elemente“, fasst Produzent Brian Oliver den Reiz des Projektes zusammen, „und vor allem reflektiert es schonungslos ehrlich, wie die Moral auf der Strecke bleibt, wenn Politiker und ihre Mitarbeiter im Rennen um das Weiße Haus alle Skrupel aufgeben.“

Produktion: Die Besetzung

Das Casting des THE IDES OF MARCH-Ensembles erwies sich nicht zuletzt dank Clooneys Reputation und seiner Hollywood-Vernetzung als vergleichsweise einfach. „Für einen Produzenten“, weiß Brian Oliver, „ist es ein Traumjob, wenn George Clooney hinter der Kamera steht. Grant Heslov und er entschieden gemeinsam, welche Kollegen sie in den jeweiligen Rollen für die beste Besetzung hielten und boten ihnen dann die Parts an. Und es gab niemanden, der nicht umgehend zugesagt hätte.“ Clooney ergänzt: „Das hat aber weniger mit meiner Person als vielmehr mit der Klasse des Drehbuches zu tun. Jeder Einzelne glaubte an unser Baby, was wiederum die Verantwortung für Grant und mich erhörte, mit Hilfe all dieser grandiosen Schauspieler auch einen außergewöhnlichen Film zu schaffen.“

Für die Hauptrolle des Beraters Stephen Meyers wählte Clooney den bereits zweifach für den Oscar nominierten Jungstar Ryan Gosling, über dessen Part er sagt: „Der Film steht und fällt mit Ryans Figur, die in nahezu jeder Szene von THE IDES OF MARCH zu sehen ist. Wir lernen Meyers als smarten Aufsteiger kennen, der einen Spitzenjob macht und selbst von seinen schärfsten Rivalen respektiert wird. Doch dann wird ihm der Boden unter den Füßen weggezogen und um nicht einzubrechen, muss er raffinierter und zielstrebiger werden – auch wenn es ihn seine Seele kostet.“

„Zunächst einmal“, schwärmt Gosling, „wollte ich unbedingt mit George arbeiten, an dessen Integrität und Talent kein Zweifel in der Branche besteht. Im Grunde bin ich wie alle anderen Schauspieler mit an Bord, weil uns seine Kampagne als Regisseur ebenso überzeugte, wie es Gouverneur Morris in THE IDES OF MARCH auf politischer

Ebene tut. Am Drehbuch gefällt mir besonders, dass es zwar eingebettet ist in einen politischen Kontext, aber dem Publikum keine Botschaften ins Hirn hämmern will. Ganz im Gegenteil zeigt George, dass man auch Charismatikern und vermeintlichen Idealisten keine Carte Blanche ausstellen darf, sondern allzeit wachsam bleiben muss. Macht ist verführerisch und George führt uns hinter die Kulissen dieses Apparates

Hinsichtlich seiner zunehmend undurchschaubaren Figur des smarten Polit-Beraters Stephen Meyers bemerkt Ryan Gosling: „Er himmelt Gouverneur Morris geradezu an, den er für einen unbefleckten Helden im schmutzigen Mikrokosmos der Politik hält. Er glaubt fest an Morris als einen unbeugsamen Mann, der es nicht nötig hat, Konkurrenten durch den Dreck zu ziehen und auf seine politischen Richtlinien vertraut, um das Land und die Welt ein Stück verändern zu können. Doch auch der größte Hoffnungsträger muss erst eine Wahl gewinnen, um effektiv zu sein. Und als der Weg zum Weißen Haus durch genauso überraschende wie gefährliche Stolpersteine behindert wird, beginnt Meyers Kompromisse zu machen, die seinen eigenen Idealismus vergiften. Er merkt vielleicht gar nicht, wie sehr seine Arbeit als Spin-Doktor bei schlechten Nachrichten seine Seele erstickt - und ist am Ende des Filmes kaum wiederzuerkennen. Auch für sich selbst nicht.“

In der Rolle von Morris‘ Kampagnenmanager Paul Zara ist Oscar-Preisträger Philip Seymour Hoffman (CAPOTE) zu sehen, der das THE IDES OF MARCH-Drehbuch nicht nur für eine präzise Studie menschlichen Verhaltens unter dem Druck der Politik hält, sondern es auch als symbolisch für das Leben im kontemporären Amerika sieht. „Paul ist kein übler Knabe“, so Hoffman mit unnachahmlicher Lakonie, „und sicher kein Bösewicht. Aber weil Loyalität in seinem Job die wichtigste aller Währungen ist, kann er sehr unangenehm werden, wenn er sich von Leuten aus seinem Lager verraten fühlt. Anders als mit bedingungsloser Loyalität weiß ein alter Hase wie er nicht zu überleben im Politgeschäft - und genau diese Charakterstärke wird ihm ironischerweise zum Verhängnis.“

Hoffmans Gegenspieler als Kampagnenleiter der Konkurrenz ist Paul Giamatti, der zu seiner Figur des Tom Duffy zu Protokoll gibt: „Himmel, ich liebte diesen Part! Auf durchaus amüsante Weise geht Duffy völlig offen damit um, dass er ein machiavellistischer, doppelzüngiger Bastard ist, der ehrliche Leute für Weicheier hält. So jemand könnte rasch zur Karikatur geraten, doch das Drehbuch war unglaublich gut geschrieben und ausbalanciert. Die Sprachrhythmen sind sehr spezifisch und als Schauspieler musst du dich solch einem eleganten Drehbuchgefüge unterordnen und einfach nur deinen kleinen Part beitragen. Duffy hat nur wenige Szenen - doch sein psychologisches Schachspiel mit den Vertretern der Gegenseite, bei denen jeder die Gedanken des anderen zu entschlüsseln sucht, haben für meine Begriffe mehr Energie und Feuer als ein großer Actionfilm.“

In einer weiteren Schlüsselrolle ist Marisa Tomei (THE WRESTLER) zu sehen, die der taffen „New York Times“-Reporterin Ida Horowicz Kontur verleiht. „Sie ist mit vielen der Jungs befreundet“, erklärt Tomei, „die sie auf den endlosen Stationen eines landesweiten Wahlkampfes trifft und oft genug landen sie nach langen Tagen alle gemeinsam beim Abendessen oder an der Bar. Dabei werden Informationen zwischen Beratern und Journalisten ausgetauscht und Ida ist sehr gut darin, ihren Lesern exklusive Informationen schneller zu liefern als die Konkurrenz. Doch bei aller persönlichen Sympathie muss sie hart bleiben, wenn sie sich mit Beratern und Managern von Politikern austauscht, über die sie unabhängig berichten soll. Jeder hat hier sein eigenes, misstrauisch abgeschirmtes Territorium. Auch Ida spielt Schach, wenn sie Absprachen aushandelt. Für einen Scoop spielt sie Züge, die durchaus Bauernopfer unter ihren Kampagnen-Kumpels zur Folge haben können.“

Abgerundet wird das beeindruckende THE IDES OF MARCH-Ensemble durch Jeffrey Wright (James Bond - CASINO ROYALE) in der Rolle des korrupten Senators Thompson zu sehen ist. „Ich bin in Washington aufgewachsen“, erinnert sich der Mime, „und habe genug Politiker beobachten können, um zu wissen, dass sich bei vielen von ihnen hinter der Fassade auch weniger öffentlichkeitswirksame Charakteristika verbergen - um es mal vorsichtig zu formulieren.“ Das andere Ende des politischen Alters- und Erfahrungsspektrums wird schließlich durch Evan Rachel Wood (Die Lincoln Verschwörung) repräsentiert, die in der Rolle einer Praktikantin die dramatischen Entwicklungen des Plots in Gang setzt. „Ich fand es sehr angenehm“, bemerkt die hoch talentierte Jungschauspielerin, „dass Molly niemals mit einem dummen, naiven Polit-Groupie verwechselt werden könnte. Ganz im Gegenteil ist sie so smart und selbstbewusst geschrieben, dass vielmehr Männer in ihrer Umgebung sprachlos und eingeschüchtert reagieren – nicht umgekehrt wie üblich.“

Produktion: Die Dreharbeiten

THE IDES OF MARCH - TAGE DES VERRATS markiert die erste Regiearbeit Clooneys vor einem zeitgenössischen Hintergrund, wie Szenenbildnerin Sharon Seymour hervorhebt. Doch um den Mikrokosmos politischer Kampagnen detailgenau zu reproduzieren, ging das Team nicht minder sorgfältig vor als bei historischen Stoffen wie etwa GOOD NIGHT, AND GOOD LUCK. „George wünschte sich“, erinnert sich Seymour, „einen unstrukturierten, dokumentarischen Stil für den Film, der bei aller Realitätsnähe auch die Eleganz eines Kinofilmes brauchte. Für mich war besonders erfrischend einen Film mal dort zu drehen, wo er tatsächlich spielt - im wichtigen Vorwahlen-Staat Ohio. In Cincinnati und auch in Detroit arbeiteten wir vor allem in bestehenden Strukturen - Gebäude, Büros oder Kongresshallen. Nichts Besonderes eigentlich, doch unsere Aufgabe als Filmemacher bestand darin, diese Sets interessant zu machen und das Schöne im Gewöhnlichen zu finden.“

Von professionellen Polit-Beratern aus Ohio und Washington ließ sich die kreative Crew in wichtigen Detailfragen beraten. „Jeder will, dass sein Kandidat gut aussieht“, sagt Seymour, „und es wird enorm viel Wert auf die Positionierung bei Auftritten, im Fernsehen oder auf Plakaten gelegt. Unser Mann im Film, Gouverneur Morris, ist der Underdog und Freidenker, was uns ein hipperes Kampagnenposter in dem Popart-Stil entwerfen ließ, der durch Obamas Kandidatur populär wurde. Dennoch muss man immer um Understatement bemüht sein. Als Designer liefern wir den Schauspielern hier einen Rahmen, doch nichts soll von ihren Rollen ablenken, so dass etwa die Kleidung der funktionalen Uniform des Washington-Betriebes entspricht. Alles ist sehr minimalistisch. Wenn Politiker und ihre Berater reisen, muss es schnell gehen: Anzug, Kostüm, Hemd - und fertig. Der Zuschauer wird ihre Kostüme gar nicht bemerken, wenn wir unseren Job gemacht haben.“

Leichte Abweichungen bei dieser purististischen Linie gab es bei Marisa Tomei, die laut Kostümbildnerin Frogley wollte, dass ihre Figur äußerlich ein wenig an Patti Smith und deren Bohème-Stil erinnere. Auch Ryan Gosling nahm subtilen Einfluss auf seine Garderobe - parallel zu seinem Aufstieg vom Tausendsassa zum Kampagnenleiter trägt er zunächst Anzüge von der Stange, während er in der letzten Szene besonders gute Figur in Gucci macht.

Die Dreharbeiten begannen im Winter 2010 in Cincinnati und in Nord-Kentucky - nicht weit entfernt von Clooneys Geburtsstadt Lexington. In Cincinnati drehte das THE IDES OF MARCH-Team unter anderem an bekannten Plätzen wie dem Fountain Square, der Roebling Bridge, dem Cintas Center der Xavier University und in der Miami University of Ohio. „Es macht einen enormen Unterschied“, weiß Produzent Grant Heslov, „wenn man an Originalschauplätzen drehen kann und das Gefühl für die Orte in den Film fließen lassen kann, was dann auch die Schauspieler konstant spüren. Hinzu kam, dass George hier sozusagen ein Heimspiel hat. Nicht viele Filmstars stammen aus dem nahen Kentucky und als wir einmal einen Komparsenaufruf starteten, meldeten sich unglaubliche 23.000 Personen.“

Für Familienzusammenführung war am konzentrierten Set jedoch kaum Zeit und auch im Vorfeld hatte Clooney seinen Darstellern einiges an Hausaufgaben nahegelegt. Elementar waren diverse, preisgekrönte Dokumentationen über vergangene Präsidentschaftskandidaturen. Darunter „The War Room“ über Bill Clinton 1992, „Journeys With George“ über George W. Bush 2000 sowie „By the People: The Election of Barack Obama“ von 2008 (produziert von Edward Norton).

Am Set wurde das Team zudem von dem Experten Stuart Stevens unterstützt, einem Strategen für einige Kampagnen republikanischer Bewerber der Vergangenheit. „Seine Stimme war ungemein wertvoll“, erinnert sich Clooney, „weil er uns sofort korrigierte, wenn sich eine Situation falsch anfühlte. Er war zudem das perfekte Beispiel für einen Mann, der an den Wert seiner Arbeit glaubt - er hat für George Bush gearbeitet, doch bei anderer politischer Prägung wäre er im gegnerischen Lager John McCains nicht weniger wichtig gewesen.“

Nach drei Wochen in Cincinnati wanderte die THE IDES OF MARCH-Produktion nach Detroit, um die Innenaufnahmen der Hauptquartiere beider Rivalen zu inszenieren. Locations waren hier unter anderem die University of Michigan, das Arthur Miller Theater, das Power Center und der Michigan Ballroom.

Obwohl Clooney in jeder seiner vorangegangenen Regiearbeiten auch selbst vor der Kamera stand, könnte er auf diese Doppelbelastung gut verzichten. „Ich bin zwar billig zu haben und mache meinem Regisseur keinen Ärger“, sagt er schmunzelnd, „doch Spaß macht es nicht. Während wir etwa die große Rede vom Beginn des Filmes drehten und ich auf dem Podium meinen Text sprach, dachte ich nur, dass die Kamera einen Tick zu schnell fährt und wir das gleich wiederholen müssen. Es ist schwer dabei seine Persönlichkeit zu spalten, aber zum Glück habe ich ein Weltklasse-Ensemble gewinnen können, das von meinen Defiziten ablenkt.“

Ob Ryan Gosling, Jeffrey Wright oder Philip Seymour Hoffman – sie alle attestieren Clooney ganz im Gegenteil absolute Sicherheit vor und hinter der Kamera. „Ich finde nicht“, so Hoffman, „dass alle Schauspieler, die das von sich glauben, auch das Zeug zum Filmemachen haben. Aber George ist ein geborener Regisseur, der die technischen Feinheiten des Mediums ebenso versteht wie die emotionalen Nuancen seiner Figur. Er hat ein großartiges Auge und kann seine Vorstellungen genau benennen, ohne uns Schauspielern die Kontrolle über unsere Rollen aus der Hand zu nehmen.“ Marisa Tomei ergänzt: „Bei George ist es okay, auch Szenen zu versauen. Er schafft eine Atmosphäre des Vertrauens - und dazu zählen auch seine Streiche, mit denen er die Crew selbst inmitten größten Stresses zum Lachen bringt.“

„THE IDES OF MARCH - TAGE DES VERRATS ist ein menschliches Drama im Rahmen eines nervenzerrenden Thrillers“, so George Clooney abschließend, „und man muss politisch nicht erfahren sein, um zu verstehen, wie das Netz der Macht hinter den Kulissen gestrickt wird. Letzten Endes wollen und können wir keine erlösenden Antworten geben, aber hoffentlich die richtigen Fragen stellen. Wollen wir und können wir überhaupt verlangen, dass all unsere Kandidaten wie Ritter von scheinender Gestalt sind? Und ist der aufwendige Prozess überhaupt zielgerichtet, mit dem wir diese Menschen erst aussuchen, dann aufbauen und meistens auch wieder entzaubern? Das sind besorgte, auch klagende Fragen, die sich an jeden von uns richten - nicht nur in Amerika.“

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