"Eine irre Erfahrung"

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Mit „Love, Rosie - Für immer vielleicht“ stellt Erfolgsregisseur Christian Ditter seinen ersten in Englisch gedrehten Film vor. Das Tor zu einer internationalen Karriere steht sperrangelweit offen.

Christian Ditter im Gespräch zu "Love, Rosie"

Love, Rosie“ nimmt irre an Fahrt auf. Weltpremiere in London, Premiere beim Filmfdest in Rom…

Christian Ditter: Das war eine irre Erfahrung - mit 8000 kreischenden weiblichen Fans am roten Teppich. Das hat man nicht jeden Tag. Angeblich sollen es mehr Leute gewesen sein als bei der letzten „Hunger Games„-Premiere.

War es eine bewusste Karriere-Entscheidung, erstmals auf Englisch zu arbeiten?

Nein, eigentlich ging es mir nach „Wickie auf großer Fahrt“ mehr darum, einen Stoff zu finden, der mir Freiheit und Spontaneität erlaubte, als es bei der Arbeit an einem aufwendigen 3D-Film möglich ist. Ich hatte schon länger mit der Idee gespielt, eine Art Königskindergeschichte im Stil von „Harry und Sally“ machen zu wollen. Der Dreh auf Englisch war nicht ausschlaggebend, aber natürlich auch nicht uninteressant, zumal wir in Irland gedreht haben.

Haben Sie sich wohl dabei gefühlt?

Ich hatte keine Probleme. Das Drehbuch war von Muttersprachlern verfasst, und ich habe meinen Schauspielern vertraut. Als Regisseur spürt man, wenn etwas nicht stimmt, wenn es nicht wahr ist, das hat nichts mit der Sprache zu tun. Und ich habe von einer Crew profitiert, die professioneller und entspannter nicht hätte sein können. Nicht von ungefähr wird ­Irland auch „das weiße Jamaica“ genannt.

Empfinden Sie so Ihren Job als Regisseur, als Wahrheitssuche?

Ich stehe beim Dreh immer neben der Kamera und verfolge meine Schauspieler so nah wie möglich. Eine Szene ist gedreht, wenn ich sie glaube. Und wenn ich es nicht glaube, muss ich analysieren, warum das so ist, und entsprechende Änderungen vornehmen.

Es kann nicht einfach gewesen sein, die Vorlage von Cecelia Ahern, die sich ausschließlich über Briefe, E-Mails und SMS erzählt, in einen Film zu verwandeln.

Das nicht, aber die Form des Romans, der nicht alles auserzählt, gibt einem auch viele Freiheiten in der Gestaltung. Mir war allerdings sehr wichtig, dass man die Vorlage im Film unbedingt erkennen muss. Deshalb war es das größte Lob für mich, dass Cecelia Ahern als Urheberin der Geschichte glücklich mit der Umsetzung war.

Knifflig ist auch, dass die Story des Films über mehr als zehn Jahre erzählt wird.

Es war eine Herausforderung. Wir haben uns bisweilen mit Montagen beholfen, diese allerdings auf ein Minimum reduziert, um das Publikum nicht zu langweilen. Zweimal haben wir gezielt harte Sprünge von mehreren Jahren gemacht. Das gefällt mir: Man verdeutlicht das Vergehen von Zeit, weckt aber auch Interesse und Spannung, weil man wissen will, was in der Zwischenzeit passiert ist.

Die Mühen haben sich gelohnt. Hollywood hat bereits angeklopft.

Ja, mir liegt bereits ein Angebot von New Line für die Verfilmung von „How to Be Single“ von Liz Tuccillo vor, bei dem auch wieder Lily Collins die Hauptrolle spielen soll. Es gibt aber auch noch ein sehr spannendes Projekt hier in Deutschland bei der Constantin, an dem wir gerade feilen. Ich weiß noch nicht, welcher Stoff zuerst kommt, aber ich möchte gern beide realisieren.

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    Mit "Love, Rosie" hat Christian Ditter nicht nur einen wundervollen Film gedreht - er hat sich damit auch ein Ticket nach Hollywood gelöst. Ein Gespräch mit einem Regisseur, dem von der Beschleunigung noch schwindlig ist.

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