Filmhandlung und Hintergrund

Recht origineller Teenslasher, in dem die Ereignisse in einem Bunker in zwei, auch in der Ästhetik unterschiedlichen Varianten erzählt werden.

Ein unter Schock stehendes Mädchen wird von der Polizei in eine Klinik gebracht. Dort offenbart sie der Psychologin, dass sie die einzige Überlebende einer Gruppe von Internatsschülern ist, die sich aus Jux in einen verlassenen Weltkriegsbunker sperren ließen. Ihr Freund ließ sie jedoch nicht wie vereinbart nach drei Tagen Party wieder heraus, sondern erst nach zwei Wochen.

An einem englischen Nobelinternat verschwinden vier Teenager spurlos. Zwei Wochen später, längst suchen Polizei und Bevölkerung nach den Vermissten, taucht eines der Mädchen, die junge Liz wieder auf. Ihre Freunde Mike, Geoff und Frankie können indes nur noch tot aus jenem Bunker geborgen werden, in den die vier Teenager 14 Tage eingeschlossen waren. Liz berichtet der Kriminalpsychologin Dr. Horwood, dass ein gemeinsamer Freund sie dort lebendig begraben habe. Der Verdächtige stellt die Sache anders dar…

Zwei Wochen nachdem vier Teenager spurlos aus einem englischen Nobelinternat verschwanden, taucht eines der Mädchen wieder auf. Ihre Freunde Mike, Geoff und Frankie können hingegen nur noch tot aus einem Bunker geborgen werden, in den die vier Teenies 14 Tage eingeschlossen waren. „American Beauty“-Tochter Thora Birch macht eine Top-Figur als abgründiges Herzchen in diesem klaustrophobischen Todestanz.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • The Hole: Recht origineller Teenslasher, in dem die Ereignisse in einem Bunker in zwei, auch in der Ästhetik unterschiedlichen Varianten erzählt werden.

    Das Teenhorror-Füllhorn schüttet Monat für Monat eine neue Variation auf den Markt. Verdammt schwer ist es geworden, aus der Masse herauszustechen. Eine Möglichkeit sind Stars, eine andere, die Erwartungen des Publikums geschickt zu hintertreiben. Nick Hamms erster großer Kinofilm „The Hole“ leistet beides. Er konstruiert aus den Versatzstücken der „Screams“ einen düsteren Psychothriller über die zerstörerische Macht der Liebe. Einen kurios maskierten Killer sucht man vergebens. Doch spätestens, wenn Thora Birch (Kevin Spaceys pubertierende Tochter aus „American Beauty“) ihr verwegenes Lächeln ausspielt, weiß man, dass „The Hole“ all die Geisterbahnrituale seiner Konkurrenten gar nicht nötig hat.

    Die ersten Einstellungen kommen einem durchaus vertraut vor: Ein vor Dreck starrendes, zerlumptes Mädchen, dem offenbar etwas Schreckliches widerfahren ist, trottet einem viktorianischen Gebäude entgegen. Sie wählt den Notruf. Die Polizei bringt sie in eine Klinik. Nach und nach erfährt man in Gesprächen mit Psychologin Dr. Philippa Horwood (Embeth Davidtz, demnächst auch in „Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück“), dass die 16-jährige Liz (Thora Birch) - so der Name des traumatisierten Mädchens - die einzige Überlebende einer Gruppe von Internatsschülern ist. Aus Jux ließen sich Liz, ihr Schwarm Mike (Desmond Harrington), dessen Kumpel Geoff (Laurence Fox) und die schöne Frankie (Keira Knightley) von Liz‘ arroganten Freund Martin (Daniel Brocklebank) in einen verlassenen Weltkriegsbunker mitten in den Wäldern von Wales sperren. Martin verspricht, nach drei Tagen Party werde er die Gruppe wieder herausholen. Doch erst nach 14 Tagen öffnet sich die zentnerschwere Eisentür des dunklen Kerkers. Die Erzählung lässt für Philippa nur einen Schluss zu: Aus Eifersucht auf Mike nahm Martin bewusst den Tod der Teenager in Kauf. Doch der streitet alles ab. Man muss ihn wegen fehlender Beweise auf freien Fuß setzen. In einem x-beliebigen Teenslasher würde sich David an dieser Stelle auf einen dunklen Umhang und einen Dolch besinnen. „The Hole“ kommt aber zu einer anderen Lösung. Liz konfrontiert Philippa mit einer zweiten, ungleich brutaleren Version über die schrecklichen Geschehnisse im Bunker, für die Kameramann Denis Crossan („Ich weiss, was Du letzten Sommer getan hast“) und Production Designer Eve Stewart („Grasgeflüster“) eine vollkommen andere Ästhetik gewählt haben. Und die hat nichts mehr mit der ausgelassenen Partykelleratmosphäre der ersten Version zu tun. Das Loch ist kleiner, das Licht gedämpfter, Nahrung fängt an zu verderben, in den Toiletten sammeln sich Fliegenlarven. Auch die Akteure verhalten sich psychotischer. Ein Klima entsteht, in dem man sich wegen einer Coladose an die Gurgel geht. Richtig blutig wird es allerdings erst in der letzten halben Stunde - für den eingefleischten Genrefan mag es eine Geduldsprobe sein, für alle anderen aber 100 Minuten Hochspannung und ein Wiedersehen mit einer großartigen Thora Birch. flx.

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