The Guys

  1. Ø 5
   2002
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Filmhandlung und Hintergrund

The Guys: Adaption eines Theaterstücks um eine Journalistin und einen Feuerwehrmann, die bei den Nachrufen auf beim Anschlag auf das WTC verstorbene Feuerwehrmänner zusammen arbeiten.

New York im Spätsommer 2001. Zehn Tage nachdem die Trümmer des World Trade Center neben tausenden weiteren Opfern auch acht Kollegen aus seiner Abteilung begruben, soll Feuerwehr-Captain Nick (Anthony LaPaglia) Grabreden auf die toten Helden halten. Einstweilen fehlen dem selbst noch recht betäubten Nick die Worte. Deshalb soll ihm die professionelle Autorin Joan (Sigourney Weaver) unter die Arme greifen. Nach anfänglichem Zaudern kommt man sich näher.

Der 11. September hinterlässt seine Spuren im Kino. Das Seelenleben der New Yorker widerzuspiegeln, müht sich dieses auf einem Theaterstück von Anne Nelson basierende, trotz seiner Dialoglastigkeit fesselnde Drama.

In der Zeit nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 erklärt sich eine Journalistin bereit, dem Leiter einer New Yorker Feuerwehreinheit, die die meisten Männer im World Trade Center verlor, beim Verfassen von Lobreden zu helfen. Die beiden sprechen über die Leben jedes einzelnen Verstoben, über den Beruf des Feuerwehrmanns, die Gefühle nach der Tragödie und die Bedeutung der „Helden“.

Kurz nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 hilft die New Yorker Journalistin Joan dem Feuerwehrmann Nick, Nachrufe auf dessen verstorbene Kollegen zu verfassen. Während die Zusammenarbeit Joan dabei hilft, ihre Ohnmacht gegenüber der schieren Unglaublichkeit der Ereignisse zu überwinden, bahnt sich Nick durch das Schreiben erst einen Weg in sein zuvor durch professionelle Härte versperrtes Innerstes. Nach und nach baut sich zwischen den so verschiedenen Menschen eine ungeahnte Intimität auf.

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Kritikerrezensionen

  • 9/11 – mehr als ein Datum, Symbol für eine neue und grauenvolle Dimension des Terrors. So hat auch Jim Simpsons authentische Geschichte einer New Yorker Journalistin nichts an psychologischer Brisanz verloren. Die Karrierefrau von der Upper West-Side hilft einem Feuerwehrmann beim Schreiben der Nachrufe für seine acht in den Trümmern des World Trade Centers getöteten Kameraden. „The Guys“ ist mehr als nur ein Stück persönliche Trauerarbeit: auch ein Porträt der mitten ins Herz getroffenen Metropole.

    „Wo warst du am 11. September?“, diese Frage zieht sich wie ein roter Faden durch Jim Simpsons Verfilmung des gleichnamigen Theaterstücks, das über ein Jahr erfolgreich im Flea Theatre lief, nur wenige Blocks von Ground Zero entfernt. Anfänglich spielten Sigourney Weaver und Bill Murray die Journalistin und den Feuerwehrmann auf der Bühne, es folgten „Big Names“, darunter Bill Irwin, Susan Sarandon, Tim Robbins in New York mit Swoosie Kurtz als Partnerin, in Los Angeles mit Helen Hunt. Auf der Leinwand kämpfen nun Sigourney Weaver und Anthony LaPaglia (trat auch im Flea Theatre auf) mit den Erinnerungen. Erst ist es nur ein Gefallen, den die arrivierte Joan dem sprachlich ungelenken Feuerwehrmann Nick erweisen will, indem sie seine fragmentarischen Kollegen-Beschreibungen in brillante Worte fasst. Doch dann entwickelt sich zwischen den beiden Fremden eine Vertrautheit, eine schmerzliche Verbundenheit. Indem Joan sich in den Nachrufen auf die Schwächen und Stärken derjenigen besinnt, deren pulverisierte Überreste nie gefunden wurden, lässt sie die Wertschätzung für diese Helden spüren, die unendliche Trauer um den Verlust des Kollegen und Freundes. Nach und nach werden aus Bernie, Patrick und den anderen anonymen „Guys“, die bei der Rettung von Leben ihr eigenes opferten, reale Menschen mit einem Gesicht, mit bestimmten Verhaltensweisen und Vorlieben. Joan und Nick, die sich ohne die Katastrophe nie begegnet wären, entdecken während langer Gespräche Gemeinsamkeiten, ihre seelischen Panzer zeigen Risse, beide schämen sich nicht ihrer Verletzbarkeit. Der Mann, der nur zufällig durch den Dienstplan dem sicheren Tod entkam, verliert seine Härte, sie ihre professionelle Coolness.

    „The Guys“ ist verfilmtes Theater, eine intimes Kammerspiel, das den Schauspielern viel abverlangt. Die Kamera fokussiert sich auf Mimik und Gestik, es gibt kein Entrinnen wie auch vor der Wahrheit. Und wenn Joan davon träumt, wie man die Videos von der Abfahrt der Feuerwehrleute, vom Aufprall der Flugzeuge oder vom Zusammensturz der Twin Towers zurücklaufen lassen könnte, um wieder das alte Leben zu bekommen, ahnen wir die Hilflosigkeit und Verzweiflung in den ersten Wochen nach dem Anschlag. 343 Feuerwehrleute starben am 11. September. Ihnen zollt diese gefühlvolle Momentaufnahme Respekt und reicht damit über den Tag hinaus. Auch wenn die verwundete Stadt in neuem Glanz erstrahlt, Joan weiß, nichts wird so sein, wie es einmal war: „Wir haben unseren Jazz verloren“. mk.

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